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Endoplasmatisches Retikulum: Vorkommen und Wissenswertes

Ein endoplasmatisches Retikulum kennen Sie bestimmt noch aus dem Biologieunterricht in der Schule. Aber was war das nochmal genau? Wissenswertes über sein Vorkommen und andere Informationen finden Sie hier.

Ein endoplasmatisches Retikulum kann mit einem Mikroskop betrachtet werden.
Ein endoplasmatisches Retikulum kann mit einem Mikroskop betrachtet werden.

Wissenswertes über ein endoplasmatisches Retikulum 

Ein endoplasmatisches Retikulum wird in der Fachliteratur oft als "ER" abgekürzt. "Endoplasmatisch" bedeutet, dass die betreffenden Retikula im Cytoplasma, also innerhalb einer Zelle vorkommen. "Retikulum" kann mit "Netz" übersetzt werden. 

  • Endoplasmatische Retikula bestehen aus mehreren Röhren, sackähnlichen Strukturen und Bläschen. Das Ganze wird von einer Membran umgeben. 
  • Man unterscheidet zwischen dem rauen und dem glatten endoplasmatischem Retikulum. Das glatte ER hängt mit dem rauen ER zusammen. Das raue ER verfügt über sogenannte Ribosomen, die an das ER gebunden sind, sonst ist es aber genauso aufgebaut wie das glatte ER. 

Vorkommen und Funktion

  • Ein endoplasmatisches Retikulum ist ein Zellorganell. Endoplasmatische Retikula kommen in allen Zellen vor, die einen Zellkern besitzen. Wenn endoplasmatische Retikula in Zellen vorkommen, bedeutet dies also, dass diese Zellen eukaryotisch sind. 
  • Raue endoplasmatische Retikula sind für ein Lebewesen sehr wichtig, denn durch sie werden lebenswichtige Aminosäurenketten produziert. Dieser Vorgang nennt sich Proteinbiosynthese, wobei das Zellorganell hierbei wichtig ist für die Translation, bei der eine Basensequenz der mRNA in eine Aminosäuresequenz des Endprodukts übersetzt wird. Die Ribosomen sorgen für das Wachstum der Membran, die das endoplasmatische Retikulum umgibt, wenn eine Zellteilung vorlag.
  • Glatte endoplasmatische Retikula haben jedoch andere wichtige Funktionen, wie beispielsweise die Bildung von Steroidhormonen, Geschlechtshormonen oder Enzymen. Sie sind auch für die Regulation des Blutzuckerspiegels und des Kalziumspeichers verantwortlich. 
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