"Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung!" Diesen Satz hört man für gewöhnlich dann, wenn man bis auf die Unterwäsche durchnässt irgendwo eintritt, wo lauter Menschen sitzen, die bereits vor dem Wolkenbruch hier saßen. So können Sie aber lernen, die Elemente zu bändigen. Ein 1x1 der wetterfesten Kleidung.
- 16.12.2011 Markus Tacik
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
Welche Elemente gibt es?
- Die Elemente, die es in der freien Natur zu bändigen gilt, entsprechen nicht unbedingt der antiken Vier-Elemente-Lehre, die Sie in der Schule lernen mussten. Draußen werden Ihnen vielmehr Kälte, Hitze, Regen und Wind das Leben schwer machen.
- Das Gemeine ist, dass die Elemente selten alleine auftreten. Gerade Kälte, Wind und Regen gehen mit Vorliebe eine Allianz gegen Sie ein. Diese kann Ihnen durchaus gefährlich werden.
Lernen Sie, die Gefahren des Outdooralltags zu bändigen
- Das Gefährlichste der Elemente ist die Kälte. Unterkühlung oder Hypothermie kann Ihnen selbst bei Temperaturen um die 20 Grad gefährlich werden, nämlich dann, wenn Sie sich viel bewegt haben, durchgeschwitzt sind und dann etwa auf einem windigen Gipfel eine Pause einlegen. Es ist daher immer wichtig, sich vor Kälte zu schützen. Hierbei gilt, dass viele dünne Schichten besser Isolieren als eine dicke. Das liegt an der Luft zwischen den Schichten. Ein Fleece sollten Sie bei Outdoor-Aktivitäten aber immer dabei haben.
- Regen allein kann Ihnen nur selten ernsthaft zusetzen. Nasse Kleidung, mit der Ausnahme von Wolle, wird Sie allerdings nur sehr unzureichend wärmen - Auskühlung droht. Daher ist es sinnvoll, trocken zu bleiben. Moderne Jacken mit 2- oder 3-Lagenlaminat sollten Ihnen dabei helfen. So mancher musste aber schon lernen, dass er trotz einer wasserdichten Jacke nass geworden ist. Das liegt daran, dass Sie unter der Jacke schwitzen. Ist diese nicht atmungsaktiv, kann die Feuchtigkeit nicht nach außen entweichen und Sie werden nass. Wichtig ist auch, dass Ihre Schuhe richtig imprägniert sind.
- Wind muss schon sehr heftig sein, um Sie ernsthaft zu gefährden. Eine Ausnahme ist natürlich anzumerken. Wenn Sie mit einem Regenponcho unterwegs sind, bieten Sie dem Wind genug Angriffsfläche, um auch von einer leichten Bö vom Bergkamm geweht zu werden. Durch den sogenannten Windchill-Faktor begünstigt Wind außerdem die Auskühlung Ihres Körpers massiv. Damit die Elemente Sie nicht bändigen, sollte Ihre oberste Kleidungsschicht also winddicht sein, sprich aus einer winddichten Soft- oder Hardshell bestehen.
- Zuletzt ist die Hitze zu nennen. Es gibt keine Kleidung, in der Sie nicht schwitzen, aber es gibt Kleidung, die Ihren Schweiß nach außen hin abtransportiert. So können Ihre körpereigenen Kühlmechanismen greifen. Achten Sie also stets darauf, dass möglichst alle Schichten Ihrer Kleidung atmungsaktiv sind.