Alle Kategorien
Suche

Elektronennegativität - eine Erklärung

Die Elektronennegativität, auch Elektronegativität genannt, ist ein wichtiger Wert in der Chemie. Dabei hat jedes Element seinen spezifischen Elektronegativitätswert. Aber was bedeutet dieser Wert genau und welche Bedeutung hat er für Verbindungen?

Der Elektronegativitätswert steht im Periodensystem.
Der Elektronegativitätswert steht im Periodensystem.

Bedeutung der Elektronennegativität

  • Die Elektronennegativität ist ein anderer Begriff für die Elektronegativität und wird EN abgekürzt. Dieser Wert ist im chemischen Periodensystem der Elemente abzulesen und gibt an, wie stark ein Atom bestrebt ist, die Elektronen einer Bindung an sich zu binden.
  • Die Elektronegativität im Periodensystem nimmt von der ersten zur siebten Periode ab sowie von der ersten zur siebten Hauptgruppe zu. Edelgase in der achten Hauptgruppe sind nicht bestrebt, Bindungen einzugehen, Elektronen aufzunehmen oder abzugeben. Dies ist der Grund, warum sie keinen Elektronennegativitätswert besitzen.
  • Ist die Elektronennegativität sehr hoch, wie zum Beispiel beim Fluor, so versucht dieses Atom, Elektronen, die zu einem anderen Atom mit niedrigerer Elektronegativität gehören, an sich zu binden.
  • Wenn die Differenz zwischen den Elektronegativitätswerten von zwei Atomen in einer chemischen Bindung berechnet wird, so kann anhand der Größe die Art der Bindung vorhergesagt werden.
  • Bildet ein Atom zu mehreren anderen Atomen Bindungen aus, so wird dadurch die Elektronegativität beeinflusst. Zieht einer der Bindungspartner die Elektronen der Bindungen sehr stark an sich, so nimmt die formale Elektronegativität des anderen Bindungspartners, dem somit weniger Elektronen zu Verfügung stehen, in Bezug zu dem weiteren Bindungspartner zu.
  • Besitzt ein Molekül räumlich getrennte Ladungsschwerpunkte, so spricht man von …

  • Ist ein Atom eines bestimmten Elements sogar positiv geladen, so ist die Elektronegativität dieses Atoms höher als die eines neutral geladenen Atoms. Ist ein Atom negativ geladen, besitzt es also bereits einen Elektronenüberschuss, so ist die Elektronegativität geringer als die eines neutralen Atoms.

Bedeutung der Elektronegativitätsdifferenz in Bindungen

Berechnen Sie die Differenz der Elektronennegativität der Elemente, die an der chemischen Bindung beteiligt sind. Anhand dieses Wertes können Sie die Art der Bindung bestimmen.

  • Ist die Differenz größer als 1,7, so liegt eine Ionenbindung vor. Dies ist bei Salzen wie NaCl oder KF der Fall.
  • Ist die Differenz größer als 0,4 und kleiner als 1,7, so liegt eine polare Bindung vor.
  • Sollte der Wert jedoch größer als 0 und kleiner als 0,4 sein, so befinden sich die Atome in einer kovalenten Bindung.
  • Eine Atombindung liegt dann vor, wenn die Elektronegativitätsdifferenz bei 0 liegt. Dies ist bei Bindungen zwischen zwei Atomen desselben Elements der Fall.
Teilen: