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Elektrischer Durchlauferhitzer - den Verbrauch errechnen

Ein elektrischer Durchlauferhitzer gilt als ein großer Energieverschwender. Der Verbrauch erscheint tatsächlich erschreckend hoch. Trotzdem sind die Geräte oft weniger bedenklich als oft angenommen.

Elektrische Durchlauferhitzer sind an wenig genutzten Waschbecken sinnvoll.
Elektrische Durchlauferhitzer sind an wenig genutzten Waschbecken sinnvoll.

Durchlauferhitzer müssen keine Stromfresser sein

Sicher gibt es ökologischere Methoden, Wasser zu erwärmen als Strom für diesen Zweck zu verwenden, aber ein elektrischer Durchlauferhitzer ist besser als sein Ruf. Bedenken Sie Folgendes:

  • Anders als bei einem Speichergerät benötigt der Durchlauferhitzer nur Strom, wenn warmes Wasser benötigt wird. Besonders wenn nicht über den ganzen Tag kontinuierlich warmes Wasser verwendet wird, sind Speichergeräte von Nachteil. Wenn Sie fünfmal am Tag eine Minute die Hände waschen, läuft ein Durchlauferhitzer genau 5 Minuten. Angenommen er hat einen maximalen Verbrauch von 18 kW, sind dies 1,5 kW/h am Tag. Ein Speichergerät muss diese Menge Wasser ungefähr mit der gleichen Energiemenge aufheizen. Zusätzlich benötigt es etwa 0,25 kW/h am Tag, um das Wasser im Speicher auf der richtigen Temperatur zu halten.
  • Durchlauferhitzer müssen nicht mit voller Leistung laufen. Auch einfache Geräte haben verschiedenen Leistungsstufen, elektronische Modelle können sogar auf bestimmte Temperaturen eingestellt werden. Das reduziert den Verbrauch erheblich. Sofern Sie nur die Hände waschen wollen, genügen Temperaturen von etwa 35° C.
  • Bedenken Sie, ein Durchlauferhitzer verbraucht nur Strom, wenn er warmes Wasser liefert. Gewöhnen Sie sich an, so häufig wie möglich kaltes Wasser zu verwenden. Stellen Sie Einhebelmischer immer in die Position für kaltes Wasser. Steht dieser auf der Position “warm“, schaltet sich der Durchlauferhitzer sofort bei der Wasserentnahme an. Er verbraucht Strom, obwohl zunächst nur das kalte Wasser entnommen wird, das sich zwischen dem Gerät und dem Wasserhahn befindet. Wenn Sie sich nur kurz die Hände abspülen, nutzen Sie nur dieses kalte Wasser. Es macht keinen Sinn, dass der Durchlauferhitzer Wasser erwärmt.

Den konkreten Verbrauch ermitteln.

Da die Leistungsangaben auf den Geräten teils ungenau sind, ermitteln Sie den Verbrauch wie folgt:

  1. Stellen Sie kurzfristig den elektrischen Verbrauch komplett ab. Notieren Sie den Zählerstand.
  2. Zapfen Sie exakt 10 Minuten heißes Wasser. Lesen Sie den Zählerstand wieder ab.
  3. Ermitteln Sie den durchschnittlichen Verbrauch je Stunde nach der Formel Zählerstand nachher – Zählerstand vorher x 6.
  4. Stoppen Sie an verschiedenen Tagen die Zeiten der Entnahme von heißem Wasser. Wählen Sie Tage, die typisch für den Ablauf in Ihrer Familie sind, zum Beispiel Ferientag, Sonntag oder normaler Arbeitstag.
  5. Addieren Sie am Ende des Tages alle Zeiten der Wasserentnahme. Notieren Sie sich das Ergebnis in Stunden und multiplizieren Sie es mit dem ermittelten Verbrauch je Stunde. So bekommen Sie den Verbrauch Ihres Durchlauferhitzers an dem jeweiligen Tag.
  6. Überschlagen Sie welche Art Tag im Jahr, wie oft bei Ihnen vorkommt. Zum Beispiel 52 Sonntage, 40 Ferientage, 260 normale Arbeitstage. Multiplizieren Sie diese Tage mit dem zugehörigen typischen Verbrauch, um den Jahresverbrauch zu ermitteln.

Ein elektrischer Durchlauferhitzer ist in der Regel sinnvoll, wenn nur sporadisch warmes Wasser benötigt wird und über längere Zeit keine Entnahme stattfindet. An Zapfstellen, die selten genutzt werden, ist diese Art der Wassererwärmung meist die wirtschaftlichste.

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