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Eisspray und Piercing - so wenden Sie es richtig an

Sie haben ein Piercing? Mittlerweile ist das nicht mehr ungewöhnlich, im zum Beispiel Mund- oder Augenbrauenbereich eines zu haben. Ist es ganz frisch, sollten Sie es pflegen. Kann ein Eisspray helfen?

Manche Piercings liegen im Verborgenen.
Manche Piercings liegen im Verborgenen.

Was Sie benötigen:

  • Hautarzt
  • Hausarzt

Welche Nachwirkungen ein Piercing haben kann

Der Ring am Bauchnabel, die Nadel durch die Nase. Meist geht es gut nach dem Piercing aber manchmal geht es auch schief. Ob da Eisspray helfen kann?

  • Statistiken zeigen es auf: Circa dreißig Prozent der Gepiercten haben nach dem Stechen Probleme. Manche brauchen dann sogar einen Arzt.
  • Ein Piercing von hundert muss nach einer britischen Studie aus dem Jahr 2008 im Krankenhaus behandelt werden.
  • Es kann mehrere Ursachen haben, warum es zu gesundheitlichen Problemen kommen kann. Da ist zum Beispiel die Hygiene. Ist der Piercer erfahren, ist das Risiko, eine Entzündung zu bekommen, geringer.
  • Die Gepiercten müssen das gestochene Piercing pflegen, sonst kann es ebenfalls zu großen Beschwerden kommen. Der Piercer muss detailliert eine Pflegeanleitung geben.
  • Ist der gepiercte Bereich geheilt, kann auch das durchaus noch Schwierigkeiten machen. Scheuert der Schmuck an der Kleidung oder bleiben Sie irgendwo hängen, kann das die Wunde entzünden.
  • Wissen Sie, dass Sie beim Sport die Piercings am besten rausnehmen sollten? Sie sollten Sie zumindest überkleben. Fingern Sie auch nicht so viel daran herum, dann verheilt die Wunde schneller.

Ob Eisspray bei der Betäubung helfen kann, ist zweifelhaft.

So wird das Eisspray richtig angewandt

Grundsätzlich sei gesagt: Eisspray hat im Piercingstudio nichts zu suchen.

  • Der Einzige, der mit dem Eisspray herumexperimentieren sollte, ist der Arzt. Eventuell kann er Ihnen zeigen, wie Sie es richtig anwenden.
  • Ein Piercing kann durch Eissprays nicht betäubt werden. Es ist eher für Zerrungen, Verstauchungen oder Prellungen geeignet, weil es dann ähnlich wie ein Anästhetikum wirkt.
  • Lesen Sie sich die Packungsbeilage einmal sorgfältig durch, werden Sie relativ schnell erkennen, warum es nicht beim Piercen angewandt werden sollte: "Nicht im Bereich von Augen, Schleimhäuten oder offenen Wunden, Verbrennung anwenden". "Zur Linderung von leichten Sportverletzungen" und "Nur zur äußerlichen Anwendung".
  • Ein Piercing ist eine offene Wunde. Da gehört keine Vereisung rein. Die Haut kann sonst erfrieren. Die Wunde wird zwar betäubt, schmerzt aber trotzdem.
  • Das Gewebe wird durch das Vereisen verhärtet. Stechen Sie einmal eine Nadel in eine gefrorene Frikadelle und stellen Sie sich dies nun in der zu stechenden Stelle vor. Der Effekt, dass die Stelle betäubt wird, ist nicht gegeben. Es wird schwierig werden, die Nadel durch das Gewebe zu stechen - zudem wird es sehr schmerzen.
  • Sie wissen sicher noch aus Ihrer Schulzeit, dass sich Gewebe bei Kälte zusammenzieht. Taut die gestochene Stelle auf, entspannt sich das Gewebe. Der Gepiercte ist bedient, weil die Nadel schief sitzt oder nur oberflächlich gestochen wurde.

Fazit: Es kommt meist zu Erfrierungen, es wird nichts betäubt, es darf nicht in die offene Wunde und es verhärtet und verformt Gewebe.

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