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Einstreu für Pferdeboxen - Wissenswertes über die verschiedenen Möglichkeiten

Fragen Sie sich, für welche Einstreu Sie sich entscheiden sollen? Möchten Sie die Pferdeboxen sauber und gesund halten? Sie haben mehrere Möglichkeiten, einzustreuen, welche Sie letztendlich wählen, können Sie frei entscheiden. Miscanthus ist eine noch ungekannte, aber sehr gute Einstreu für Pferdeboxen.

Nicht jede Einstreu ist gesund.
Nicht jede Einstreu ist gesund. © schemmi / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Stroh
  • Strohpellets
  • Sägespäne
  • Miscanthus

Die klassische Einstreu für Pferdeboxen

Von je her werden Pferdeboxen mit Langstroh eingestreut. Stroh dient hier dann nicht nur als Einstreu, sondern auch als Raufutter.

  • Verwenden Sie Stroh als Einstreu, müssen Sie die Fressgewohnheiten Ihres Pferdes unbedingt beobachten, denn manche Pferde nutzen diesen endlos erscheinenden Vorrat an Raufutter aus und fressen mehr, als gut für sie ist. Ihr Pferd kann rasant zunehmen, die schlimmere Folge kann jedoch eine heftige Kolik sein, welche für Ihr Pferd lebensbedrohlich werden kann.
  • Manche Pferde sind sehr staubempfindlich, ihre Atemwege werden durch den Strohstaub gereizt, sie beginnen zu husten.
  • Eine Einstreu aus Langstroh ist nicht sehr saugfähig, sodass sich schnell nasse Stellen bilden, die für die Hufe Ihres Pferdes schädlich sind. Zudem ist der aufsteigende Ammoniak ebenfalls sehr ungesund.
  • Eine Strohbox müssen Sie täglich von Pferdeäpfeln und nassen Stellen befreien und mindestens einmal wöchentlich komplett leeren, da sich sonst eine sehr ungesunde Matratze bildet, die Huffäule und Atemwegserkrankungen verursachen kann.

Sägespäne als Strohersatz

Viele Pferdeboxen werden mit gepressten Sägespänen eingestreut. Diese sind im Vergleich zum Stroh sehr teuer.

  • Sägespäne bekommen Sie folienverpackt, Ihnen entsteht entsprechend zusätzlich Plastikmüll.
  • Mit Sägespänen eingestreute Pferdeboxen stauben weniger und saugen den Urin besser auf. Jedoch müssen Sie auch hier die feuchten Stellen zeitnah entsorgen, um eine Matratzenbildung zu verhindern.
  • Nasse Sägespäne haben ein hohes Gewicht. Zudem können Sie diese Einstreu nicht auf Ihrem normalen Misthaufen entsorgen, das diese gesondert entsorgt werden muss.

Eine gesunde Einstreu sind Strohpellets

  • Strohpellets bestehen aus zerkleinertem und entstaubtem Stroh, weshalb sie für staubempfindliche Pferde besonders gut geeignet sind.
  • Diese Pellets werden stark gepresst. Bei diesem Vorgang entsteht so viel Hitze, dass alle eventuellen Erreger abgetötet werden.
  • Sie müssen die Pferdeboxen einmal komplett ein paar Zentimeter dick einstreuen. Durch die Trittbewegung zerfallen diese Pellets schnell zu einer angenehmen Unterlage. Urin wird extrem gut aufgesogen und der ungesunde Ammoniak gebunden, weshalb kaum unangenehme Gerüche entstehen.
  • Wenn Sie die nassen Stellen täglich entsorgen, reicht es vollkommen aus, die Pferdeboxen nur nachzustreuen. Eine regelmäßige Kompletträumung ist nur selten nötig.
  • Diese Einstreu können Sie auch auf dem normalen Misthaufen entsorgen.

Die noch eher unbekannte Einstreu

Miscanthus, auch Chinaschilf genannt, ist noch relativ unbekannt, wird aber von Tierärzten aufgrund seiner gesundheitlichen Vorteile als Einstreu empfohlen.

  • Dieses Süßgras wird wie Stroh zu Pellets verarbeitet und lässt sich mühelos einstreuen.
  • Saugkraft und Geruchsbindung sind noch besser als bei den Strohpellets. Eine Staubbildung gibt es bei dieser Einstreu fast gar nicht.
  • Auch hier müssen Sie die Pferdeboxen nur gelegentlich komplett entleeren, das Entnehmen der feuchten Stellen und ein erneutes Einstreuen reichen vollkommen aus.

Für welche Einstreu Sie sich entscheiden, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Wichtig ist es jedoch immer, dass Sie die Pferdeboxen trocken halten.

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