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Einstiegsgehalt als Softwareentwickler souverän verhandeln - so geht's

Als Softwareentwickler haben Sie eine anspruchsvolle Ausbildung hinter sich und wünschen sich ein entsprechendes Einstiegsgehalt. Doch es ist nicht leicht, als Absolvent auch in einer Gehaltsverhandlung selbstbewusst aufzutreten, da hier meist noch die Berufserfahrung fehlt. Wie können Sie dennoch souverän wirken?

Gutes Gehalt für anspruchsvolle Arbeit.
Gutes Gehalt für anspruchsvolle Arbeit. © Bernd_Kasper / Pixelio

In einer Gehaltsverhandlung ist es wichtig, den eigenen „Wert“ zu kennen. So können Sie sich richtig einschätzen und auch überzeugender auftreten.

Wie viel verdient ein Softwareentwickler?

  • Wenn Sie nach Ihrer Ausbildung eine Stelle als Softwareentwickler suchen und zu einem Gespräch eingeladen wurden, dann steht nicht immer automatisch auch die Frage nach dem Gehalt im Raum. Manchmal ist der Lohn auch durch geltende Tarifverträge oder durch vorher schon in der Stellenbeschreibung genannte Sätze festgelegt.
  • Bei einigen Stellen gibt es aber durchaus Verhandlungsspielraum, sodass Sie die Möglichkeit haben, durch eine gute Präsentation auch ein höheres Einstiegsgehalt zu erzielen. Problematisch ist in dieser Situation allerdings, dass Sie nicht wissen, welche Lohnhöhe Ihr potentieller Arbeitgeber vorgesehen hat. Denn auch wenn keine genauen Angaben zum Einkommen gemacht wurden, so gibt es in dem Unternehmen meist gewisse Meinungen darüber, wie viel gezahlt werden sollte.
  • Hier ist es hilfreich, sich vorab über das zu erwartende Einstiegsgehalt zu informieren. Das Einstiegsgehalt für Softwareentwickler liegt zwischen 35.000 und 40.000 jährlich, woraus sich ein monatliches Brutto-Einkommen von etwa 2900 bis 3300 EUR ergibt.
  • Allerdings sagen diese Durchschnittswerte nichts über den konkreten Einzelfall aus. Gerade in den neuen Bundesländern liegen die Gehälter oftmals deutlich unter diesen Werten, insbesondere in kleineren Städten.
  • Zudem ist das Einkommen auch von der Komplexität der Tätigkeit abhängig. Bei Budget- Und Personalverantwortung ergeben sich demnach höhere Einstiegsgehälter, bei reiner Programmierung hingegen geringere.

Das Einstiegsgehalt verhandeln

  • Wenn Sie bei einem Vorstellungsgespräch nach Ihren Vorstellungen für das Einstiegsgehalt gefragt werden, dann sollten Sie keinen vorgefertigten Wert angeben, sondern eher eine Spanne. Diese kann etwa zwischen 30.000 und 40.000 EUR liegen. Insbesondere wenn Sie auch über praktische Erfahrungen verfügen, dann können Sie die untere Grenze etwas heraufsetzen.
  • Bei kleinen Unternehmen oder wenn Sie sich in eher wirtschaftlich schwachen Regionen bewerben, sollten Sie eher zwischen 25.000 und 30.000 EUR ansetzen. Sie können darüber hinaus aber auch noch andere Modalitäten Ihrer Entlohnung als Softwareentwickler verhandeln.
  • Beispielsweise können Sie in den Arbeitsvertrag aufnehmen lassen, dass Sie während der Probezeit für ein geringeres Gehalt arbeiten, dann aber nach der Probezeit eine Erhöhung folgen sollte. Zudem spielen ebenso Fahrkostenerstattungen, Tankgutscheine, Überstundenzuschläge, Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder Erfolgsprovisionen eine Rolle.
  • Ideal ist es weiterhin, vor dem Gespräch um das Einstiegsgehalt bei der Sie wirklich interessierenden Firma zunächst als Softwareentwickler bei Unternehmen vorstellig zu werden, die Sie weniger interessieren. Denn hier können Sie Ihr Verhandlungsgeschick testen und ausprobieren, wie Ihr Gegenüber auf Ihre Gehaltsforderungen reagiert, ohne dass ein „Scheitern“ für Sie sehr problematisch wäre.
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