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Einraumwohnung einrichten - so lassen sich kleine Wohnungen geschickt gestalten

Gerade wenn man jung ist und frisch ins Studenten- oder Berufsleben startet, kommt häufig nur der Bezug einer kleinen Wohnung in Frage. Einraumwohnungen sind selten größer als 35 m²: Wenn man sie geschickt einrichten will, sollte man möglichst jeden Zentimeter Raum sinnvoll nutzen. Auch wenn die räumlichen Gegebenheiten Ihrer kleinen Ein-Zimmer-Wohnung nicht viel Platz für eine ausladende Sitzgruppe, breite Möbel oder eine ganze Wohnwand lassen – Sie können Ihre Einraumwohnung trotzdem sowohl funktionell als auch heimelig einrichten und müssen nicht auf Wohnkomfort und Gemütlichkeit verzichten.

Mit den richtigen Möbeln und Tricks lässt sich der Platz einer Einraumwohnung geschickt gestalten.
Mit den richtigen Möbeln und Tricks lässt sich der Platz einer Einraumwohnung geschickt gestalten.

Was Sie benötigen:

  • siehe Hinweise im Artikel

Grundeinrichtung für eine Einraumwohnung

  • Zur Grundeinrichtung einer Einraumwohnung zählt ein Bett, ein Kleiderschrank, eventuell ein kleines Sofa, ein Schreibtisch (bzw. ein Tisch für den PC oder Laptop) und diverse Schränke, die Aufbewahrungsmöglichkeiten bieten. Überlegen Sie sich vor dem Aufbauen der Möbel eine sinnvolle Aufteilung des zur Verfügung stehenden Raumes, zeichnen Sie sich einen Plan, wie Sie Ihre Wohnung einrichten wollen und „jonglieren“ Sie mit verschieden Aufstellmöglichkeiten.
  • Lassen Sie es sich genau durch den Kopf gehen, ob Sie auf eine ausladende, 140m breite Schlafstätte nicht verzichten können: Ein Bett dieser Sorte wird Ihnen viel Platz wegnehmen und den Raum auch optisch verkleinern. Der Name Einraumwohnung besagt ja bereits, dass Wohn- und Schlafbereich nicht voneinander getrennt sind. Deshalb könnte es vorteilhafter sein, sich für ein schmäleres Bett zu entscheiden und – nach Belieben – mit einem Paravent oder einem geeigneten dünnen Regal vom Wohnbereich abzutrennen.
  • Wer seine 1-Zimmer-Wohnung mangels Platz nicht mit einem Sofa einrichten kann, hat die Möglichkeit, alternativ einen gemütlichen Sessel zu kaufen, z.B. auch ein richtiges Relax-Modell mit Kippfunktion und ausklappbaren Fußstützen. Günstiger als ein Sessel sind z.B. Sitzsäcke oder dekorative Bodenkissen.
  • Man muss immer Kompromisse eingehen, wenn der Bezug einer Einraumwohnung ansteht, da sich Ihr künftiges gesamtes Leben auf nur wenigen Quadratmetern abspielen wird: Sofern Sie viele Kleidungsstücke und/oder Schuhe etc. besitzen, können Sie die Wohnung durchaus mit einem breiten Kleiderschrank (oder sogar zwei Exemplaren) einrichten. Dafür müssen Sie bei der Anzahl der ursprünglich gewünschten Regale und Stauraum-Flächen Abstriche in Kauf nehmen.

Beim Einrichten ist auf folgendes zu achten

  • Bedenken Sie, dass offene Regale innerhalb kurzer Zeit zu reinsten Staubmagneten mutieren: Vorteilhafter in Einraumwohnungen sind Systeme mit Schiebetüren, die keinen Staub eindringen lassen und die persönlichen Dinge vor neugierigen Blicken verbergen.
  • Die Gestaltung einer Einraumwohnung gelingt dann am besten, wenn Sie den Fokus auf die Funktionalität setzen und sich darüber im Klaren sind, dass Sie in diesen Räumen nicht all Ihre Wohnträume verwirklichen können. Entscheiden Sie sich für möglichst viele Möbelstücke mit einer „2 in 1- Funktion“: Richten Sie Ihre Wohnung mit einem (Schlaf-)Sofa ein, das ausziehbar ist oder mit einem Bett, das dank eines großen Bettkastens viel Stauraum bietet oder z.B. mit einem würfelförmigen Sitzhocker, der in seinem Inneren genug Platz für die Aufbewahrung verschiedenster Utensilien zur Verfügung stellt.

Tricks und Kniffe für das Einrichten einer Einraumwohnung

  • Sie können Ihren Lebensraum in der kleinen Ein-Zimmer-Wohnung trotzdem als separate „Wohninseln“ einrichten, wenn Sie Teppiche geschickt drapieren oder – wie oben bereits erwähnt – in ein Paravent investieren, das Ihren Schlafbereich zumindest optisch als eine separate, abgetrennte Zone erscheinen lässt. Inzwischen gibt es auch Raumteiler, die eine Befestigung an der Decke vorsehen, aus mehreren, individuell erweiterbaren Modulen bestehen und somit für eine Einraumwohnung bestens geeignet sind.
  • Falls eine Küchenzeile direkt in den Wohnraum des Ein-Zimmer-Heims integriert ist, bietet sich der Kauf einer (günstigen) kleinen Theke als Lösung an, um zumindest etwas Abstand zwischen Tisch und Bett zu schaffen. Eine Theke, mit der Sie die den Kochbereich einrichten, schirmt nicht nur Blicke ab, sondern kann zugleich als (Ess-)Tisch dienen. Zwei Barhocker ergänzen die Konstruktion in Ihrer Einraumwohnung perfekt.
  • Der Funktionalität den Vorzug zu geben soll natürlich nicht heißen, dass Sie auf eine behagliche Wohnatmosphäre verzichten müssen: Gerade kleine Einraumwohnungen können eine ausgeprägte Wärme und einen ganz besonderen „Charme“ versprühen – falls Sie sie geschickt und behaglich einrichten. Ein flauschiger oder bunter Teppich erzeugt sofort eine heimelige Atmosphäre oder setzt lebendige Farbakzente. Kahle Wände, die Sie nicht unbedingt flächendeckend in einer Signalfarbe streichen möchten, erhalten ein ganz neues Antlitz, wenn man ausgefallene oder verspielte Wandtattoos anbringt. Eine stilvolle Vase oder schicker Kerzenleuchter muss kein Vermögen kosten, kann aber genau die Akzente setzen, die Sie sich in Ihrer Einraumwohnung vorstellen. Seien Sie kreativ und unterschätzen Sie sie nicht Ihre Möglichkeiten – trotz des geringen Raumangebots: Mit den richtigen Accessoires erschaffen Sie im Nu eine „Oase“ für harmonische Stunden allein oder zu zweit. Schmökern Sie in Katalogen oder Wohnzeitschriften, wenn Ihnen die Ideen noch fehlen.
  • Vergessen Sie nicht, dass Sie mit Spiegeln, Lampen und Vorhängen einem Zimmer ein völlig neues Raumgefühl geben können. Eine Stehlampe aus einem attraktiven Material oder eine Leuchte mit Dimmer verwandelt den knapp bemessenen Wohnbereich in Ihre persönliche Wohlfühlecke. Ein breiter Spiegel oder verschiedene kleinere Exemplare, die kunstvoll angeordnet werden, lassen die Fläche Ihrer Einraumwohnung größer erscheinen. Vorhänge können sich harmonisch in die übrigen Farben der Einrichtung einfügen oder interessante Kontraste schaffen.
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