Einrad fahren lernen - Tipps

Das Einrad ist ein anspruchsvolles Fortbewegungsmittel Das Einrad ist ein anspruchsvolles Fortbewegungsmittel
Das Einrad hat eine rasante Entwicklung hinter sich. Während man es früher fast ausschließlich im Zirkus sah, hat es sich mittlerweile als normales Fortbewegungsmittel und Sportgerät etabliert. Es fahren zu lernen, ist ein wenig komplexer als bei einem Zweirad, gelingt jedoch mit den richtigen Tipps auch Menschen ohne gut ausgeprägten Gleichgewichtsinn. Sind Sie dann sicher im Umgang, bietet das Einrad zahlreiche artistische Möglichkeiten.
Jana Donatin
19.12.2011 Jana Donatin
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände

Einrad fahren - so bereiten Sie sich vor

  • Kaufen Sie sich ein Einrad, das auf Ihre Körpergröße abgestimmt ist. Sind Sie größer als 1,40 Meter, ist ein Einrad mit einem Durchmesser von 20 Zoll ideal, Kinder sollten Räder mit einem Durchmesser von 16 Zoll nutzen. Es sollte mindestens 36 Speichen aufweisen. Zum ersten Ausprobieren können Sie aber auch einen Einradverein besuchen und hier ausprobieren, ob Ihnen das Fahren überhaupt Spaß macht.
  • Trainieren Sie anfangs am besten in einer Turnhalle, hier stehen Ihnen Utensilien zur Verfügung, die besonders am Anfang unersetzlich sind.
  • Tragen Sie Hosen aus leichten Materialien oder eine Radlerhose mit verstärktem Sitzbereich. Dazu passen Schuhe mit dünner Sohle oder Turnschuhe. Üben Sie niemals mit Flip-Flops oder anderen offen Schuhen, Ihre Zehen könnten in den Speichen einklemmen. Stecken Sie die Schuhbänder in den Schuh.
  • Wenn Sie Einrad fahren, sollen Sie immer Schutzkleidung anlegen, Radhandschuhe, Knie- und Schienbeinschützer sind obligatorisch, im Freien gehört außerdem ein Helm dazu.

Gleichgewicht halten und pendeln lernen

  • Üben Sie zunächst den Aufstieg, dies gelingt am besten, wenn Sie Ihr Einrad parallel zur Sprossenwand stellen. So bleibt Ihr Körper aufrecht. Richten Sie ein Pedal so aus, dass es sich an der tiefsten Stelle befindet. Klemmen Sie sich den Sattel zwischen die Beine. Halten Sie sich an der Sprossenwand fest und stellen Ihren Fuß auf das untere Pedal. Setzen Sie Ihren anderen Fuß nach vorne und betreten auch das zweite Pedal.
  • Üben Sie anfangs am besten in einer Gasse aus Turnkästen, diese sollte nicht mehr als 50 Zentimeter breit sein. Stützen Sie sich mit beiden Händen auf den Kästen ab. Bringen Sie die Pedale in eine waagerechte Stellung, machen eine halbe Pendelumdrehung und stabilisieren das Rad wieder.
  • Diese Technik nennt man Pendeln. Sie können später auch in einem Türrahmen oder zwischen zwei Sessellehnen üben. Ihren Oberkörper bewegen Sie kaum, fahren Sie ein wenig vor und zurück. Sind Sie sicher im Pendeln, können Sie an einer Wand üben. Lassen Sie immer öfter die Wand los und pendeln frei.
  • Lernen Sie auch den sicheren Abstieg, sowohl nach vorne und hinten. Solange Sie hier noch unsicher sind, sollten Sie sich immer mit einer Hand festhalten. Halten Sie sich am Sattel fest und steigen ab.

Tipps für ein sicheres Fahrerlebnis

  • Ihre ersten Fahrversuche im Freien gelingen am besten, wenn Sie zwei Helfer dabei haben. Stützen Sie sich auf der Schulter ab, noch besser: Halten Sie sich an den Händen der beiden fest, die Helfer können Sie noch zusätzlich unterstützen, indem Sie Ihren Ellenbogen halten.
  • Sitzen Sie gerade, Ihr Oberkörper sollte eine Verlängerung der Sattelstange darstellen. Schauen Sie nicht auf den Boden, sondern nach vorne - auch wenn es schwerfällt.
  • Umso gleichmäßiger und zügiger Sie in die Pedale treten, desto besser werden Sie Ihr Gleichgewicht halten können.
  • Ihr Körpergewicht sollte auf dem Sattel und nicht in den Pedalen liegen.
  • Zwar werden Sie anfangs noch mit den Armen rudern, um das Gleichgewicht zu halten, auch Schlangenlinien sind normal, haben Sie mehr Übung reguliert sich dies von ganz allein.
  • Mit mehr Übung können Sie auch Kurven fahren und kleine Tricks lernen.

Viel Erfolg bei Ihren ersten Fahrversuchen!

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