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Einnässen bei Schulkindern - so helfen Sie Ihrem Kind

„Kleine Kinder kleine Sorgen, große Kinder große Sorgen“, sagt der Volksmund. Nun es gehört schon zu den größeren Sorgen von Eltern, wenn nachts immer noch ein „Malheure“ passiert, weil ein Schulkind einnässt. Während das Kind in den Kindergarten ging, hat man noch ein Auge zugedrückt. Aber nun geht es zu Schule und was ist, wenn dieses Malheure passiert, wenn das Kind bei Freunden übernachtet? Oder wenn es auf einer Klassenfahrt passiert? Wie stehen Sie denn dann nun als Elternteil da? Was haben die Eltern falsch gemacht, wenn ein Schulkind immer noch einnässt? Was können Sie tun, um das Einnässen bei Schulkindern zu verhindern?

Ein Besuch beim Kinderarzt kann bei vielen Problemen helfen.
Ein Besuch beim Kinderarzt kann bei vielen Problemen helfen.

Was Sie benötigen:

  • Kinder- und Jugendarzt
  • Geduld
  • Klingelmatte

Holen Sie sich fachkundige Hilfe, wenn Schulkinder einnässen

  • Einnässen bei Schulkindern bietet keinen Grund zur Sorge, die Ursachen sollten allerdings mit einem Kinder- und Jugendarzt abgeklärt werden.
  • Einnässen bei Schulkindern kann sehr vielschichtige Ursachen haben. So kann man z. B. familiäre Vorbelastungen nicht ausschließen. Es kann sich aber auch um das erste Anzeichen von körperlichen Krankheiten wie eine Fehlbildung der Harnwege oder Epilepsie handeln.
  • Einnässen bei Schulkindern kann aber auch mit einem verspäteten Reifeprozess und somit auch mit dem ADS (Aufmerksamkeit Defizit Syndrom) zusammenhängen.
  • Bei sorgfältiger Behandlung bei dem oben genannten Facharzt sind heutzutage Therapieerfolge von bis zu 80 Prozent möglich. Einnässen bei Schulkindern ist also therapierbar.

Wie Eltern beim einnässen von Schulkindern helfen können

  • Ein Weg um das Einnässen bei Schulkindern zu beheben ist das Gespräch. Eltern sollten mit ihrem Kind in Ruhe reden und gemeinsam Lösungen besprechen. Geschwisterkinder sollten bei diesen Gesprächen außenvorbleiben, denn auch das Kind selbst leidet unter dem Einnässen. Aus diesem Grunde sollte man ihm zusätzliche Peinlichkeiten ersparen. 
  • Um das Einnässen bei Schulkindern zu verhindern, sollten Eltern auf keinen Fall die Flüssigkeitszufuhr reduzieren oder Strafen androhen. Dies wirkt kontraproduktiv und setzt das Kind unter Druck.
  • Loben Sie jeden Fortschritt, und lassen Sie sich durch Rückschläge nicht entmutigen.  
  • Segnen Sie Ihr Kind. Dies tun Sie allerdings schon, wenn Sie Ihr Kind loben und dabei in die Arme nehmen, denn das hebräische Wort für „segnen“ kann auch mit loben wiedergegeben werden. Es handelt sich hier aber um mehr als nur frommes Ritual. Wenn Sie Ihr Kind segnen, sprechen Sie positive Eigenschaften in das Leben Ihres hinein und dies wiederum geht weit über das Loben hinaus. Ein Segen könnte zum Beispiel so aussehen, dass Sie Ihr Kind in die Arme nehmen und sagen: „Ich segne dich, mit dem Mut diese Sache zu überwinden.“ Die Segnung ist also ebenfalls ein Weg, um das Einnässen bei Schulkindern zu unterbinden.

Eine praktische Lösung, wenn Schulkinder einnässen

  • Ein praktisches Hilfsmittel, um das Einnässen bei Schulkindern in den Griff zu bekommen, ist eine Klingelmatte. Ein Rezept für eine solche Matte bekommen Sie beim oben erwähnten Kinder- und Jugendarzt. Allerdings natürlich nur, wenn er diese für hilfreich hält. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.
  • Legen Sie die Klingelmatte direkt auf das Bettlaken. Den Sender der Matte sollten Sie soweit wegstellen, dass das Schulkind beim Einnässen gezwungen wird, aufzustehen.
  • Das Schulkind soll abends, bevor es zu Bett geht, die Klingelmatte aktivieren und anschließend noch einmal auf die Toilette gehen. Dann legt es sich ohne Schlafanzug bzw. Slip auf die Matte und schläft ein.
  • Sobald auch nur ein Tropfen Urin auf die Matte gelangt, das Schulkind also  Gefahr läuft einzunässen, wird der Alarm ausgelöst.
  • Nun muss das Schulkind aufstehen den Alarm ausschalten und auf Toilette gehen.
  • Danach sollte das Schulkind die schmutzige Matte mit einem feuchten Tuch reinigen und gegen eine saubere austauschen. Aus diesem Grund werden immer zwei Matten ausgehändigt. Bevor das Schulkind sich wieder schlafen legt, muss der Alarm wieder aktiviert werden.

Inwieweit sollten Eltern helfen, wenn Schulkinder einnässen 

  • Natürlich können die Eltern am Anfang helfen. Ziel sollte es aber sein, dass das Schulkind selbständig arbeitet.
  • Mitten in der Nacht geweckt zu werden ist für das Schulkind sehr unangenehm. Schulkinder, welche einnässen, haben einen sehr tiefen Schlaf, dadurch werden nicht genügend Impulse zum Aufwachen an das Gehirn gesendet.
  • Das Unterbewusstsein des Schulkindes regestiert, dass das Wecken mitten in der Nacht, der Toilettengang und die Reinigung der Matratze mit viel Aufwand verbunden ist. Darum wird das Gehirn nach kurzer Zeit so programmiert, dass es automatisch einen Impuls zum Aufwachen sendet, sobald die Blase gefüllt ist.
  • Wenn die Eltern aus falschverstandener Liebe heraus hier helfend eingreifen, fällt dieser Impuls weg, und das eigentlich Problem, nämlich das Einnässen bei Schulkindern bleibt bestehen.
  • Dabei ist es wichtig, dass das Schulkind lernt, dass es im Leben nicht immer leicht ist, Probleme zu lösen, aber es lohnt sich durch einen Prozess hindurchzugehen. Bei dem hier aufgezeigten Weg werden also zwei Probleme gleichzeitig gelöst. Erstens das Einnässen bei Schulkindern und zweitens lernt das Kind, dass es in der Lage ist, ein Problem erfolgreich zu bewältigen.     
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