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Einlaufzeit eines Aquariums richtig einhalten

Sich ein Aquarium neu einzurichten, erfordert nicht nur Wissen und finanziellen Einsatz, sondern auch Geduld. Denn am Anfang braucht die Welt hinter Glas etwas Zeit, die sogenannte Einlaufzeit, damit aus dem künstlich geschaffenen Lebensraum eines Aquariums ein lebenswerter Ort für Fische wird.

Während der Einlaufzeit müssen Sie auf Fische verzichten.
Während der Einlaufzeit müssen Sie auf Fische verzichten. © R.Schütz / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Geduld
  • eventuell Teststreifen oder Testtropfen für die Wasserqualität

Leitungswasser ist zwar für den Menschen verbrauchsgerecht, für die Fische eines Aquariums jedoch weniger. Allein der Gehalt an Nitraten kann bis zu 50 mal höher sein, als es die Fische im Wasser der freien Natur vorfinden. Daher benötigt Ihr Becken nach dem Einrichten eine Einlaufzeit.

Einrichten eines Aquariums - Geduld bitte

  • Wenn Sie sich ein Becken für Zierfische gekauft haben, dazu den Bodengrund, Pflanzen, Filter und weitere Technik, dann können Sie den spannendsten Moment sicher kaum erwarten: das Einsetzen der Fische. Es sofort nach dem Einlassen des Wassers zu tun, kann für die Fische jedoch tödlich sein.
  • Nach dem Einsetzen der Pflanzen zeigt sich das Wasser des Aquariums erst einmal trübe, und selbst wenn Sie sich nach mehreren Stunden oder am nächsten Morgen über klares Wasser freuen, so sollten Sie mit dem Kauf der ersten Fische noch warten.
  • Für ein neu eingerichtetes und bepflanztes Becken gilt die Regel, dass es etwa zwei bis drei Wochen „eingefahren“ werden muss. Das bedeutet, dass Sie es bei laufender Technik aber ohne Fische für diese Zeit stehen lassen. Anfangs ist das Leitungswasser im Becken totes Wasser. Weder Bakterien noch andere Mikroorganismen leben in ihm. Während der Einlaufzeit ändert sich dies.

Die Einlaufzeit einhalten

  • Es fällt nicht leicht, das bereits schmucke Becken ohne Fische zu lassen. Wer es gar nicht erwarten kann, sollte vielleicht erst einmal nur wenige robuste Tiere einsetzten. Das kann nach etwa einer Woche soweit sein. Dann ist es wichtig, dass Sie nicht gleich zu viel füttern. Gerade darin liegt ein häufiger Anfängerfehler. Jede Flocke Trockenfutter, die auf dem Boden ungefressen landet, ist zu viel. 
  • Noch haben sich im Wasser und im Boden des Aquariums nicht ausreichend Bakterien gebildet. Diese wandeln das für Fische giftige Nitrit in Nitrat um. Die Ausscheidungen der Tiere und der Futterüberschuss führen dazu, dass sich im Wasser Stickstoffverbindungen anreichern. Erst langsam stellt sich im Becken ein Gleichgewicht ein zwischen den Lebewesen, die diese Verbindungen produzieren und denen, die sie abbauen. In kleineren Becken ist das Einstellen dieses Gleichgewichts noch schwerer als in großen Aquarien.
  • Wenn Sie es genau machen wollen, kaufen Sie sich im Handel Teststreifen oder Testtropfen, um die Nitratwerte des Wassers zu messen. Die Qualität der Testergebnisse ist je nach Produkt verschieden. Lassen Sie sich beraten, am besten nicht nur von einem Händler, sondern auch von erfahrenen Aquarianern. Für Anfänger ist der Blick in ein Buch auch eine gute Hilfe, denn die Ausrüstung ist nicht preiswert und die Auswahl der Fische und Pflanzen erfordert Wissen.
  • Nutzen Sie die Einlaufzeit Ihres Aquariums noch einmal, um sich über Ihre gewünschten Fische zu informieren. In ein 60-Liter-Becken können Sie nur eine begrenzte Auswahl von Tieren einsetzen. Für das Wasser Ihres Aquariums ist es anfangs besser, wenn Sie es langsamer angehen. Das ist wie beim Gärtnern oder mit der Erziehung eines jungen Hundes. Sie brauchen Geduld und das richtige Gespür für Ihre Tiere, auch wenn es „nur“ Fische sind.
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