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Einläufe - medizinischer Nutzen fachmännisch erklärt

Einläufe haben sowohl in der Naturheilkunde als auch in der Schulmedizin eine lange Tradition und werden auch heute noch bei verschiedenen Beschwerden und zu diagnostischen Zwecken durchgeführt.

Einläufe sind beliebt vor einer Diät.
Einläufe sind beliebt vor einer Diät.

Gründe für Einläufe

  • Einläufe werden generell über den Anus durchgeführt. Mit Hilfe von einem Klistier oder einem Irrigator wird Flüssigkeit mit eventuellen Zusätzen in Anus und Enddarm gebracht, die dort ihre Wirkung entfaltet.
  • Die häufigsten Gründe, warum Einläufe durchgeführt werden, sind andauernde Verstopfungen oder diagnostische Gründe.
  • Wird bei Ihnen ein Einlauf durchgeführt, weil Sie unter Verstopfungen leiden, gilt er als mechanisches Abführmittel.
  • Eventuell leiden Sie unter Kotsteinen, die bewirken, dass der Stuhl nicht weiter transportiert werden kann oder die Muskulatur im Darm ist zu schwer beziehungsweise gelähmt und kann so Transportaufgaben nicht übernehmen.
  • Häufig werden Einläufe außerdem durchgeführt, um auf Fastenkuren vorzubereiten. Die Teilnehmer berichten davon, dass der Einlauf sie mental auf diesen Prozess vorbereitet und sie eine Leichtigkeit verspüren, die das Fasten in den ersten Tagen leichter erträglich macht.
  • Steht bei Ihnen eine Operation im Bauchraum an, ist es ebenfalls möglich, dass ein Einlauf vor dem Eingriff gemacht wird.
  • Nicht nur Operationen, sondern auch verschiedene diagnostische Maßnahmen werden erleichtert, wenn Sie vorher einen Einlauf durchführen. Eine Darm- oder Enddarmspiegelung, wie sie bei Hämorrhoiden, blutigem Stuhl oder Inkontinenz durchgeführt wird, kann nur entsprechende Ergebnisse bringen, wenn der Darm geleert ist.
  • In einigen Krankhäusern machen werdende Mütter vor der Geburt einen Einlauf. Verlieren sie während der Presswehen Stuhl, kommt es gelegentlich zu Scham und Verkrampfungen, wogegen mit einem Einlauf vorgesorgt wird.

Wirkung der verwendeten Mittel

  • Einläufe werden teilweise nur mit Wasser durchgeführt, sie können aber auch verschiedene Wirkstoffe enthalten.
  • Verwenden Sie Flüssigkeit, die auf etwa 35 Grad angewärmt ist, reicht dies oft schon, um die Tätigkeit des Darms anzuregen.
  • Hat Ihr Säugling Verstopfung, kann es schon genügen, wenn Sie ein Fieberthermometer einführen. Durch diese kleine Manipulation wird oft bereits Stuhlgang ausgelöst.
  • Ihr Stuhl wird weicher, wenn der Flüssigkeit Olivenöl oder Milch zugeführt wird. Besonders bei Verstopfungen ist diese Methode daher geeignet.
  • Eine Reizung der Schleimhaut erreicht man zum Beispiel mit Glycerin. Allerdings sollte man hier sehr behutsam bei der Dosierung umgehen, damit die Schleimhaut nicht zu sehr gereizt wird.
  • Einläufe mit Kochsalz haben eine osmotische Wirkung und ziehen Flüssigkeit aus dem Gewebe in den Darm, sodass der Stuhl hierdurch erweicht wird.
  • Nicht anwenden dürfen Sie Einläufe, wenn Sie unter Fehlbildungen des Darmes, chronischen Darmentzündungen, einem Darmverschluss oder unklaren Bauchbeschwerden leiden. Auch in der Schwangerschaft sollten Sie darauf verzichten.
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