Einladungskarten zur Hochzeit - Grundsätzliches

  • So unterschiedlich wie die Menschen, sind auch die Arten Hochzeit zu feiern. Der Charakter kann christlich-konservativ, romantisch, nüchtern-vernünftig, modern-elegant, deftig-rustikal sein, die Trauung kann auf einem Schloss in Mittelalterkleidern stattfinden und vieles mehr. Ideal ist es, den Text für die Einladungskarten im Einklang mit der Art der Feier zu gestalten.
  • Es gibt die Möglichkeiten, einen Einladungstext für alle zu verfassen oder für jeden persönlich. Ersteres ist sinnvoll, wenn es mehr als 15-20 Gäste sind, es sei denn, man will sich die Mühe machen. Wenn weniger Personen kommen, ist eine schriftliche, persönliche Ansprache hübsch, möglichst von Hand geschrieben. Da mit der Schwiegermutter in spe natürlich anders kommuniziert wird als mit dem besten Freund oder der besten Freundin, kann so jeder den für ihn passenden Text bekommen.
  • Jedes gute Essen schmeckt von einem schönen Teller besser. Und jeder Einladungstext wirkt ansprechender auf einer schönen Karte. Meist darf es bei Hochzeiten schon etwas edler sein. Eine weiße Umschlagkarte mit Leinenbezug und einem Pergamentinnenblatt macht ordentlich was her und passt fast immer. Doch auch hier gilt: Passend ist Trumpf. Einladungskarten mit schönen Ornamenten und vielleicht einem idyllischen Kirchlein passen zur Romantik-Trauung. Hochglanzkarten mit beschichteter, weißer Oberfläche und zwei goldenen Ringen wären gut geeignet für die nüchtern-vernünftige Variante. Gelbliche Elefantenhautoptik-Karten mit einer Frakturschrift könnten zur Mittelalterhochzeit verschickt werden.

Den Text verfassen

  • Die richtige Mischung macht`s. Elegant formulierte Einladungsworte, ein Hauch Persönliches und glasklare Sachinformation ohne Schnörkel ergeben einen guten Text. Ein Beispiel: „Liebe/r ..., wir laden Dich herzlich zu unserer Hochzeit am … ein. Die Trauung findet um ...Uhr im Standesamt XY und danach in der XY-Kirche statt. Wir würden uns über Dein Kommen sehr freuen. Liebe Grüße..“ und danach von beiden die persönliche Unterschrift. Sinnvoll ist auch, die Adresse des Standesamtes und/oder der Kirche mit anzugeben. Dies erspart dem Eingeladenen unnötige Recherche und verhindert Missverständnisse.
  • Für die modern-nüchtern Liebenden wäre etwas geeignet wie: „Wir trauen uns. Über Dein/Euer Kommen würden wir uns freuen. Die Trauung findet am … im Standesamt der Stadt XY / in der Kirche XY statt.
  • Die Romantischen können ein selbst geschriebenes oder aus einer Poesiesammlung stammendes Gedicht wählen. Z.B.:“ Ja, es ist wahr, Erika und Thomas lieben sich seit einen Jahr. Drum werden sie sich das Ja-Wort geben und für immer gemeinsam leben. Über Euer Kommen würden wir uns sehr freuen. Ihr werdet es auch nicht bereuen.“
  • Wer mittelalterlich heiratet, könnte Folgendes schreiben: „Edle Recken und Damen, darherfür erlauben sich die zuallerhöchst in Liebe verbundenen X und Y Euch zur Hochzeitsfeier einzuladen. Begebet Euch zum ... (Datum) im Jahre des Herrn (Jahreszahl) auf die XY-Burg zu (Stadt/Ort). Gar köstlich Speis, Trank und Spielleut werden zu aller Verlustierung aufgeboten. Erscheinet zahlreich.“
  • Damit man weiß, wie viele Gäste kommen werden, ist es sinnvoll, die Einladungen frühzeitig zu verschicken und um Rückmeldung zu bitten. Dies könnte so aussehen: „Bitte teilt uns bis zum ... mit, ob Ihr kommt. Danke.“ Hier handelt es sich um eine sachliche Bitte, die aus organisatorischen Gründen erforderlich ist. Sie ist nur indirekt Teil des Einladungstextes und kann daher separat, etwas weiter unten, nach den Unterschriften stehen, muss daher aber nicht unbedingt so nüchtern formuliert sein. Sind die Brautleute eher humorvoll, könnte dort stehen: „Damit keiner auf sein Gläschen Sekt verzichten muss../ Damit alle satt werden.../ Damit wir wissen, ob wir doch das Stadion anmieten müssen, teilt uns bitte bis zum … mit, ob Ihr kommt.“