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Einen Praktikanten einstellen - das sollten Sie beachten

Wenn Sie einen Praktikanten einstellen, übernehmen Sie eine lobenswerte, manchmal aber auch anstrengende Aufgabe. Regeln Sie die gegenseitigen Rechte und Pflichten in einem Praktikantenvertrag.

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Was Sie benötigen:

  • Vertrag

Der Sinn eines Praktikums besteht darin, das theoretische Umfeld einer Schulausbildung für kurze Zeit zu verlassen und eine Vorstellung davon zu bekommen, wie das praktische Berufsleben in einem Betrieb, einem Büro oder einer Praxis aussieht. Erklären Sie sich zur Übernahme eines Praktikanten oder einer Praktikantin bereit, ist dies vornehmlich eine uneigennützige Verpflichtung, die Sie aber unbedingt ernst nehmen sollten. Auch der Praktikant sollte sich seiner Pflichten und Verantwortung bewusst sein und eigentlich dankbar sein, dass Sie ihn einstellen.

Praktikanten sind Theoretiker

Wenn Sie einen Praktikanten einstellen, sollten Sie es fairerweise nicht darauf anlegen, eine möglichst billige Arbeitskraft mit Arbeiten zu beschäftigen, die Sie Ihren anderen Arbeitnehmern nicht unbedingt zumuten möchten.

  • Nehmen Sie Ihre Verantwortung ernst und gewähren Sie dem Praktikanten einen realistischen Einblick in Ihren Arbeitsbereich. Gehen Sie davon aus, dass jeder Praktikant ein potenzieller Bewerber um einen Ausbildungsplatz in Ihrem Betrieb, damit ein potenzieller Geselle und Meister und im günstigsten Fall der Nachfolger auf Ihrem Arbeitsplatz sein kann.
  • Bedenken Sie, dass ein Praktikant am Anfang seines Berufslebens steht und erwarten Sie keine Kenntnisse, die er erst erlernen muss. Seien Sie zufrieden, wenn er ernsthaftes Interesse zeigt und fördern Sie dieses.

Beachten Sie die Vorgaben der Ausbildungsstelle, die der Praktikant besucht. Meist wird ein Ausbildungskonzept vorgegeben.

Praktikanten mit klaren Absprachen einstellen

  • Klären Sie, ob Sie eine Vergütung und wenn ja, in welcher Höhe, zahlen wollen.
  • Vereinbaren Sie die Zeit, in der der Praktikant in Ihrem Betrieb verbleibt. Schreiben Sie eine Kündigungsfrist fest, in der während des ersten Monats des Einsatzes das Praktikantenverhältnis jederzeit mit eintägiger Frist ohne Angaben von Gründen beiderseits beendet werden kann.
  • Im Übrigen können Sie während der Dauer der Praktikantenzeit selbst nicht mehr kündigen. Nur Ihr Praktikant kann unter Einhaltung einer zu vereinbarenden Frist kündigen.
  • Verpflichten Sie den Praktikanten, gegenüber anderen Personen über alle Angelegenheiten, die ihm bei seiner Arbeit bekannt werden, innerhalb und außerhalb des Betriebes Stillschweigen zu bewahren.
  • Verpflichten Sie ihn, dass er die Aufgaben, die Sie ihm übertragen, ordentlich ausführen und Weisungen befolgen sowie die Betriebsordnung und die Unfallverhütungsvorschriften einhalten muss.
  • Verpflichten Sie ihn, Sie unverzüglich zu benachrichtigen, wenn er den Betrieb nicht besuchen kann und Ihnen im Krankheitsfall binnen drei Tagen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen.

Zum Schluss des Praktikums müssen Sie dem Praktikanten bescheinigen, dass er in Ihrem Betrieb gearbeitet hat. Machen Sie sich die Mühe und erstellen eine detaillierte Tätigkeitsbeschreibung, die der Praktikant für spätere Bewerbungen verwenden kann.

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