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Einen Patchwork-Quilt erstellen - das sind die wichtigsten Techniken

Wenn Sie einen Patchwork-Quilt herstellen möchten, müssen Sie zwei alte traditionelle Techniken beherrschen. Das Quilten ist bis heute Handarbeit. Es gibt nur einen Stich, den Sie lernen müssen.

Das können Sie auch quilten.
Das können Sie auch quilten. © qay / Pixelio

Das ist Patchwork

  • Patchwork kann anders als Quilten sehr verschieden ausgeführt werden. In dieser Technik nähen Sie die Stoffe oft einfach rechts auf rechts mit der Nähmaschine zusammen.
  • Damit die Stoffe nicht ausfransen, werden diese in der Regel auf ein Vlies aufgebügelt.
  • Je nach Technik können Sie Streifen aneinander nähen oder Quadrate. Sehr beliebt sind auch Sechsecke oder Dreiecke.

Das versteht man unter Quilten

  • Beim Quilten geht es darum, dass drei Lagen miteinander verbunden werden. Die oberste Lage ist ihre Patchworkarbeit, darunter ist ein wärmendes Vlies, das mit einem einfach Unterstoff bedeckt wird.
  • Die drei Lagen werden mit einem sehr einfachen Stich verbunden, der aber exakt ausgeführt werden muss. Dieser Stich wird knapp neben den Nähten des Patchworks ausgeführt oder in kunstvollen Mustern.

Dieses Handwerkszeug brauchen Sie

  • Für das Patchen benötigen Sie Werkzeuge, die jede Hobbyschneiderin ohnehin im Haus hat, eine scharfe Schere, ein Bügeleisen und herkömmliches Nähzeug.
  • Das Werkzeug für das Quilten ist spezieller: Sie brauchen einen möglich großen Stickrahmen, in den Sie die drei Lagen locker einspannen.
  • Ferner benötigen Sie Quiltnadeln, das sind extra scharfe, dünne und lange Nähnadeln.
  • Damit Sie die Technik korrekt ausführen, müssen Sie außerdem einen speziellen Fingerhut haben, der auf dem Mittelfinger der rechten Hand getragen wird.
  • Benutzen Sie für die Technik spezielles Garn, dieses ist extra reißfest. Mit normalem Nähgarn können Sie weder den Anfang noch den Schluss richtig ausführen.

Technik des Quilten

Schneiden die den Faden schräg ab. So können Sie ihn durch das feine Öhr der Nadel ziehen. Wichtig: Befeuchten Sie den Faden nicht zum Einfädeln, er quillt auf.

  1. Als Erstes müssen Sie einen französischen Knoten machen. Halten Sie dazu die Nadel mit dem eingefädelten Faden zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand. Klemmen Sie das Fadenende ebenfalls unter den Daumen. Wickeln den Rest einige Male um die Nadel. Klemmen Sie den Faden wieder fest. Greifen Sie nun mit Daumen und Zeigefinger etwas höher, dass Sie genau das gewickelte Stück halten. Ziehen Sie die Nadel nun schnell nach oben, so entsteht der Knoten. Dieser Knoten ist recht dünn, wenn Sie dreimal wickeln oder größer, wenn die mehrfach wickeln.
  2. Anfang der Naht. Stechen Sie von oben flach durch den Oberstoff in das Vlies, die Nadel darf nicht auf der Rückseite rauskommen. Schieben die die Nadelspitze nun durch die Stelle, an der Sie mit der Naht beginnen wollen. Ziehen Sie den Faden bis kurz vor dem Knoten durch den Stoff. Rucken Sie nun an dem Faden, damit der Knoten unter den Oberstoff rutscht.
  3. Die Quiltnaht nähen: Halten Sie die Nadel mit der rechten Hand. Stechen Sie nun senkrecht von oben dort ein, wo Sie den nächsten Stich machen wollen. Halten Sie einen Finger der linken Hand unter den Stoff. Sie müssen mit diesem Finger spüren, dass die Nadel alle drei Lagen durchstoßen hat. Legen Sie dann die Nadel nach rechts, damit diese parallel zum Stoff steht. Halten Sie die Nadel nun so, dass hinten der Zeigefinger mit dem Fingerhut drauf drückt und vorne Ihr Finger der linken Hand. Lassen Sie den Finger an der Spitze los. Sie führen die Nadel nun nur noch mit dem Fingerhut. Drücken Sie mit dem Daumen der rechten Hand so auf den Stoff, dass eine kleine Falte entsteht. Schieben Sie die Nadel mit dem Fingerhut in die Falte. Die Lage des Daumens bestimmt also die Länge des Stichs. Stellen Sie die Nadel senkrecht. Prüfen Sie wieder, ob Sie alle Lagen durchstoßen haben. Machen Sie in der Art mehrere Stiche, bevor Sie die Nadel mit Daumen und Zeigefinger aus dem Stoff ziehen.
  4. Wenn Sie am Ende der Naht angekommen sind. Machen Sie einen großen Knoten. Schieben Sie die Nadel in die Schlinge des Knotens und ziehen diesen ganz knapp an die Stelle, aus der die Nadel zum Schluss gekommen ist. Machen Sie auf diese Art einen zweiten Knoten. Stechen Sie nun genau in das Loch ein. Führen Sie die Nadel wie zu Beginn in das Vlies und nach etwa 5 cm wieder nach oben. Ziehen Sie den Knoten in die Zwischenlage. Ziehen Sie den Faden stramm, dass sich der Stoff etwas zusammenschiebt. Schneiden Sie den Faden knapp über dem Stoff ab.

Wenn Sie mit viel Übung den Quiltstich beherrschen, können Sie Ihre Patchworkarbeiten zu schönen Steppdecken verarbeiten.

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