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Einen Japangarten anlegen - so gelingt's

Japanische Gärten haben in der Landschaftsarchitektur seit Jahrhunderten einen festen Platz. Sie werden ausgefeilt geplant und haben eine eigene, oft versteckte Symbolik. So können Sie selber einen Japangarten anlegen.

In einen Japangarten gehören geschwungene Linien.
In einen Japangarten gehören geschwungene Linien.

Was Sie benötigen:

  • Granitkies
  • Natursteine
  • Natursteinplatten
  • Moosarten
  • Bonsai
  • ggf. Kirschbaum
  • ggf. immergrüne Kiefer
  • ggf. japanische Rot-Kiefer
  • Steinlaterne
  • Bambus
  • ggf. kleiner Teich
  • Holz-/Steinbank
  • Steinschalen
  • Spaten
  • Harke

Ein Japangarten ist immer asymmetrisch, sei es in Flächen oder in Wegen. Gerade verlaufende Wege sind also in einem solchen Garten fehl am Platz. Stattdessen sollten Sie geschwungene Wege und Flächen anstreben, die sich organisch ihrer Umgebung anpassen.

So gelingt das Anlegen eines Japangartens

Ein japanischer Garten dreht sich im Wesentlichen um vier Grundelemente: Stein, Moos, Wasser und Baum. Diese Elemente können auf verschiedene Weise realisiert werden - so brauchen Sie nicht unbedingt reales Wasser in Ihrem Garten, sondern können ein anderes Element, etwa geschwungene Linien in einer Kiesfläche, symbolisch dafür einsetzen.

  1. Sie sollten eine größere Fläche für einen Japangarten anlegen. Da es in einem solchen Garten immer etwas zu entdecken gibt, eignet sich ein geschwungener Weg, der verschlungen durch verschiedene Elemente und Areale führt, bestens. Auf diese Weise muss der Betrachter bewusst den Garten entdecken.
  2. Machen Sie sich eine Skizze vom Aufbau des Gartens. Lassen Sie sich dabei von real existierenden Gärten oder Bildern aus Büchern oder dem Internet inspirieren. Skizzieren Sie zuerst den Weg ein und überlegen Sie sich dann, wo Sie was pflanzen wollen. Wo finden Moos und Bambus ihren Platz, wo ruht der Blick auf einem Kiesbeet und Natursteinen?
  3. Legen Sie zuerst den Weg aus Natursteinplatten an. Mit einer Harke skizzieren Sie den Verlauf des Weges und bringen dann die Platten an.
  4. Als Nächstes geht es an die Gestaltung der verschiedenen Areale und Beete. Pflanzen Sie Bambus, Bonsais und Moos, oder gestalten Sie größere Areale mit geharktem Granitkies und größeren Natursteinen.
  5. Wenn Sie den Platz haben, können Sie einen Kirschbaum (Zeichen von Schönheit und Vergänglichkeit) oder eine immergrüne Kiefer (Symbol der Ewigkeit) pflanzen. Auch die japanische Rotkiefer bereichert jeden Japangarten.
  6. Wenn Sie die Möglichkeit haben, legen Sie einen kleinen Teich mit Sitzgelegenheit an, den es zu entdecken gilt.
  7. Haben Sie die Grundlage für Ihren Japangarten geschaffen, dekorieren Sie weiter. Stellen Sie in eine abgelegene Ecke eine Stein- oder Holzbank auf, die zum Verweilen und Ausruhen einlädt.
  8. Stellen Sie Steinlaternen auf, in die sich kleine Lichter einsetzen lassen, sowie Steinschalen, in denen sich Regenwasser fängt.

Denken Sie daran: Bei der Gestaltung des Japangartens ist Qualität besser als Quantität. Sie sollten die Einrichtung nicht übertreiben und lieber auf wenige Elemente zurückgreifen, anstatt Ihren Garten zu sehr zu überfrachten.

Viel Spaß beim Anlegen Ihres Japangartens!

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