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Einen Geburtstag vergessen - so wird's auch nachträglich herzlich

Man möchte sich am liebsten in den "Allerwertesten" beißen. Da hat ein lieber Mensch Geburtstag und ... Vergessen! Grrrr! Die einzige Sünde, die in diesem Zusammenhang noch größer ist, als das Vergessen selbst, ist das Schämen. Manch einer traut sich danach gar nicht mehr, zu gratulieren und geht lieber auf Tauchstation. Dabei ist kein Mensch unfehlbar und ein vergessener Geburtstag kein Beinbruch ... wenn Sie's nachträglich nur richtig machen.

Zuneigung zeigen bei nachträglicher Gratulation
Zuneigung zeigen bei nachträglicher Gratulation

Vergessen Sie Karten!

  • Das Letzte, was Sie tun sollten, ist, irgendeine vorformulierte Pappkarte zu kaufen, ein "Sorry" und ein Herzchen neben Ihre Unterschrift zu setzen und sie abzuschicken. Vergessen Sie Karten, schenken Sie sich! Denken Sie daran, dass ein Geburtstag ein Tag ist, an dem der andere Mensch Aufmerksamkeit verdient und zu bekommen hat.
  • Das bedeutet, dass Sie die betreffende Person zumindest anrufen müssen. Auch hier sollten Sie die üblichen Phrasen, wie beispielsweise "Ich wollte Dich nicht vergessen, hab's aber dann doch..." aus Ihrem Gedächtnis verbannen. Der Anruf soll zwar nicht die einzige Überraschung sein, aber tun Sie so als ob. Singen Sie dem Geburtstagskind ein Ständchen. Scheren Sie sich dabei nicht um sein Gehör oder Ihre Schamgrenze. Ein Ständchen ist kein Casting, sondern ein Beweis der Zuneigung. Ihre Nervosität können Sie mit einem charmanten Chirurgenspruch "Mir tut's sicher mehr weh, als Dir" überspielen.
  • Dass es sich um einen nachträglichen Glückwunsch handelt, weiß die Person selbst. Entschuldigen Sie sich am Ende des Telefonats. Gehen Sie davon aus, dass Ihre Entschuldigung angenommen wird, wenn sie von Herzen kommt und dies merkt der Adressat am Tonfall und an Ihrer nachträglichen Gratulation selbst.

Der Geburtstag eines besonderen Menschen

  • Schwerwiegender ist es, den Geburtstag eines besonders wichtigen Menschen zu vergessen - insbesondere, wenn der Freund den der Freundin vergisst. Hier müssen Sie es raffinierter angehen und aus der Not eine Tugend machen. Ein Telefonanruf reicht dabei oft nicht mehr. Überlegen Sie, was Sie mit dieser Person verbindet. Seien Sie dabei möglichst altruistisch und versetzen Sie sich in diesen Menschen hinein - es geht nicht um Sie!
  • Sie werden nur dann eine Chance erhalten, Ihren Fauxpas wettzumachen, wenn Sie mit Ihrer nachträglichen Gratulation die Zielperson tatsächlich überraschen, Ihre Aktion tatsächlich Geschmack und augenblickliche Stimmung der Zielperson trifft und Sie das richtige Timing haben, um Ihre Entschuldigung abzusetzen.
  • Achten Sie aber unbedingt darauf, welcher Typ die Zielperson ist. Mag sie üblicherweise keine Überraschungen, so wird sie erst recht nicht zu spontanen Unternehmungen bereit sein, wenn sie Ihnen gegenüber gerade böse ist. Romantisch oder flippig veranlagte Menschen reagieren üblicherweise anders. Fahren Sie bei diesen vor, so werden Sie möglicherweise mit einer einfachen Entschuldigung davonkommen, vorausgesetzt, Sie bringen Blumen, Konzertkarten oder die Aussicht auf einen schönen Abend mit. Mit leeren Händen wird es üblicherweise schwierig.
  • Wie gesagt wurde, verlangen ungewöhnliche Situationen ungewöhnliche Maßnahmen. Da der Verfasser davon ausgeht, dass das Vergessen eines Geburtstages von Freundin, Mutter oder eines anderen besonders lieben Menschen eine ungewöhnliche Situation ist, die nicht alltäglich ist, sollten Sie hier auch ungewöhnliche Maßnahmen ergreifen und auch nur wenige Kosten und Mühen scheuen. Wenn Sie beispielsweise Metal-Fan sind und Ihre Mutter auf die Kastelruther Spatzen steht, dann sollten Sie sie auch dann zu einem Konzert einladen - und vor allem mit ihr hingehen -, wenn Ihnen dies beinahe physische Schmerzen bereitet.
  • Ihrem Opfermut sollten Sie also keine Grenzen setzen. Denken Sie daran, dass es an diesem Tag vor allem um die andere Person geht. Lassen Sie also den Gedanken gar nicht erst zu, es könnte sich um eine Pflichtübung handeln - dann haben Sie bereits verloren. Wichtig ist, dass die Person so viel von Ihnen erhält, wie möglich, dass sie Ihre Zuneigung/Liebe spürt. Wie heißt es so schön: "Liebe heißt, sich einander zu schenken!"
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