- 15.07.2011 Edith Leisten
Bei einer Verletzung des Innenbandes treten in der Regel deutliche Schmerzen auf und es kommt relativ schnell zu einer Anschwellung der verletzten Region durch eine Blutergussbildung. Schmerzen, Anschwellung und Entzündungsreaktion können Sie durch richtiges Kühlen gut in den Griff bekommen.
- Die Haut darf nicht zu kalt werden. Kühlen Sie daher nicht mit Eisspray oder Eiswürfeln, die Sie unmittelbar auf die Haut legen, denn durch die übermäßige Kälte kann es zu Hautschäden vergleichbar mit Verbrennungswunden kommen. Entfernen Sie das Eis, kommt es zum vermehrten Bluteinstrom in die Gefäße, wodurch sich das Verletzungsgebiet erwärmt und Sie einen gegenteiligen Effekt erzielen.
- Die optimale Temperatur zum Kühlen ist 1 °C. Sie können problemlos auf diese Temperatur kommen, indem Sie einige Eiswürfel in Leitungswasser geben.
- Den verletzten Innenbandbereich können Sie nun mit Eiswasser berieseln oder aber - effektiver - mit einem Schwamm bedecken, den Sie zuvor in das Eiswasser getaucht haben.
Kühlen beim verletzten Innenband - richtiges Timing
Unmittelbar nach dem Unfallereignis darf keine unnötige Zeit bis zum Beginn der Erstmaßnahme verstreichen.Beginnen Sie schnellstmöglich mit dem Kühlen:
- Legen Sie einen eiswassergetränkten Schwamm auf den Innenbandbereich und fixieren ihn mit einer elastischen Binde.
- Nach 20 Minuten sollten Sie Binde und Schwamm für einen kurzen Augenblick entfernen und dann neu anlegen.
- Das Kühlmanöver hat bezüglich Schwellung und Bluterguss den größten Effekt innerhalb der ersten 3 Stunden, zur Schmerzlinderung aber auch darüber hinaus.
Bei einer Verletzung des Innenbandes kann richtiges Kühlen dazu beitragen, dass Anschwellung, Blutergussbildung und Entzündungsreaktion weniger stark ausgeprägt sind. Zudem lindert es die Schmerzen und trägt dazu bei, dass Sie schneller wieder auf die Beine kommen.