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Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer - Erklärung und Herkunft des Sprichwortes

Es gibt viele verschiedene Sprichwörter, die einem im Alltag immer wieder begegnen. Das Sprichwort „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“, haben Sie dabei sicher auch schon einmal gehört. Doch wissen Sie auch, was es bedeutet? Wenn Sie es nicht wissen, können Sie in diesem Artikel alles Wissenswerte darüber erfahren.

Eine Schwalbe ist selten allein unterwegs.
Eine Schwalbe ist selten allein unterwegs.

„Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“, dieses Sprichwort kennt wohl fast jeder. Aber woher es kommt und was genau es eigentlich bedeutet, wissen nur die Wenigsten. Es geht sogar eine falsche Herkunft des Sprichwortes von zwei schwäbischen Schneidern umher, was ziemlich verwirrend sein kann. Richtig ist aber wohl diese Erklärung.

Was bedeutet das Schwalben-Sprichwort?

  • Wenn man sagt „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“, bedeutet das, dass Sie wegen eines bestimmten Ereignisses keine voreiligen Schlüsse ziehen sollten.
  • Oder auch, dass Sie nicht durch einen einzelnen Vorfall, Dinge verallgemeinern sollten. Besser erst einmal abwarten, bevor man handelt oder sich eine Meinung bildet.

Warum macht eine Schwalbe noch keinen Sommer?

  • Schwalben sind Zugvögel, sie fliegen in größeren Schwärmen in den kühleren Jahreszeiten in wärmere Länder, um dort zu überwintern. Sobald es hier im Frühling wieder wärmer wird, fliegen sie zurück.
  • Durch dieses Verhalten gilt die Schwalbe bei uns als Vorbote des Frühlings bzw. des Sommers. Sieht man eine Schwalbe, erwartet man, dass es bald wieder wärmer wird, was aber bei einer Einzelnen nicht unbedingt etwas heißen muss.
  • Manches Mal bleibt auch eine alte oder kranke Schwalbe zurück, die es nicht schafft, in den Süden zu fliegen. Erst wenn man viele Schwalben sieht, kann man davon ausgehen, dass es der warmen Jahreszeit entgegengeht.

Herkunft des bekannten Sprichwortes

  • Das Sprichwort „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ lässt sich auf die Fabel Äsops zurückführen. In dieser Fabel wurde erzählt, dass ein Jüngling eine Schwalbe sah, und daher davon ausging, dass der Sommer bevorsteht und es bald warm wird. Da er Schulden hatte, verkaufte er seinen Mantel. Als wenig später der Winter noch mal zuschlug, fand er die erfrorene Schwalbe und schimpfte über sie, da er nun frieren musste und ihr die Schuld dafür gab.
  • Manche erzählen auch, dass es um schwäbische Schneider ginge, die Gehröcke schneiderten, die einen produzierten gute Qualität (Schneider mit dem Namen Hieronymus Sommer, daher nannten sie die Gehröcke "Sommer"), die Anderen billige Ware (Schneider mit dem Namen Gustav Schwalbe). Dadurch sagten die Leute irgendwann „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“. Diese Geschichte soll jedoch angeblich eine Fälschung sein.

Anhand der Fabel und der Gewohnheiten der Schwalben können Sie gut die Bedeutung des Sprichwortes erkennen. Voreilig sollte nun mal besser niemand sein.

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