Eine Lebensversicherung zu kündigen und die Auszahlung zu beantragen, ist eine formlose Angelegenheit. Es gibt allerdings einige Dinge, die Sie als Versicherungsnehmer beachten sollten.
- 28.12.2011 Uwe Rabolt
Die Lebensversicherung kündigen - ein formloser Brief
- Sollten Sie Ihre Lebensversicherung kündigen wollen, genügt ein formloses Schreiben an die Versicherung. Teilen Sie die Kündigung mit, den Kündigungszeitpunkt und das Konto, auf das die Auszahlung erfolgen soll.
- Bevor Sie die Lebensversicherung kündigen, überlegen Sie aber, ob es nicht Alternativen gibt. Gerade zu Beginn ist die Auszahlung häufig niedriger als die eingezahlten Beiträge.
- Je länger die Laufzeit des Vertrages datiert ist, um so länger dauert es, bis die Summe der Beiträge den Rückkaufswert, den Betrag, welchen Sie bei Kündigung erhalten, übersteigen.
- Eine Lebensversicherung ist mit mehrern Kostenarten behaftet. Als erstes fällt einen Abschlussprovision an. Diese wird Ihrem Konto zwar über mehrere Jahre hinweg aufgeteilt belastet, schlägt aber dennoch erheblich zu Buche.
- In der Regel wird auch eine Einrichtungsgebühr einbehalten, während der Laufzeit kommen dann noch die Stückkosten, variable und fixe Kosten, dazu.
Vor der Auszahlung Rückkaufswert erfragen
- Bevor Sie Ihre Lebensversicherung wirklich kündigen, erfragen Sie bei der Gesellschaft die Höhe der Auszahlung.
- Berücksichtigen Sie, dass die Rückzahlung auch noch eventuell um die Kapitalertragsteuer gekürzt wird. Diese Information erhalten Sie auch von dem Versicherer.
- Sollte die Auszahlung unter der Summe der eingezahlten Beiträge liegen, machen Sie einen Verlust. Eine Alternative dazu ist ein Policendarlehen.
- Benötigen Sie den Rückkaufswert nicht, sondern möchten einfach die Beiträge nicht mehr entrichten, ist die Beitragsfreistellung die bessere Alternative.
- Benötigen Sie den Geldbetrag, ist der Verkauf der Lebensversicherunge auf dem Zweitmarkt häufig die bessere Alternative, als den Vertrag zu kündigen.