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Eine kleine Drehbank richtig verwenden

Eine kleine Drehbank richtig verwenden2:52
Video von I. Wentz2:52

Eine kleine Drehbank ist eine nützliche Werkzeugmaschine für diverse Einsatzzwecke. Es sind allerdings einige Grundkenntnisse nötig, um damit effektiv arbeiten zu können.

Was Sie benötigen:

  • Fachwissen

Eine kleine Drehbank ist eine vielseitig verwendbare Werkzeugmaschine, die jeder Hobbymechaniker gut gebrauchen kann. Aber auch im professionellen Bereich kommen kleine Drehbänke zum Einsatz. Die Arbeitsweise ist identisch mit einer großen Drehbank.

Folgende Arbeiten sind mit einer kleinen Drehmaschine ausführbar

  • Mit einer kleinen Drehbank können Sie im Grunde genommen die gleichen Arbeiten ausführen wie mit einer großen Drehbank. Der Unterschied besteht natürlich darin, dass nur kleinere Werkstücke bearbeitet werden können.
  • Sie können mit einer kleinen Drehbank Metall abdrehen oder Buchsen ausdrehen. Natürlich können Sie auch Plandrehen. Plandrehen bezeichnet das Entfernen von Unebenheiten auf Oberflächen, wie beispielsweise das Abdrehen von Bremsscheiben.
  • Handelt es sich bei einer kleinen Drehbank um eine Leitspindelmaschine, können Sie sogar Gewinde damit drehen. Dazu sind aber die erforderlichen Wechselzahnräder erforderlich.
  • Wenn Sie für den Reitstock ein Bohrfutter haben, können Sie mit einer kleinen Drehbank auch präzise zentrierte Bohrungen ausführen.
  • Durch einen verstellbaren Oberschlitten ist auch das Kegeldrehen möglich. Unter Kegeldrehen versteht man das konische Abdrehen von Werkstücken.

So arbeiten Sie mit einer Drehbank

  • Das Wichtigste beim Arbeiten mit einer Drehbank ist das Einspannen des Werkstücks. Es wird in das Drehfutter eingespannt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass das Werkstück nicht schlägt. Das heißt, es muss ganz gleichmäßig rotieren.
  • In die Spannvorrichtung auf dem Oberschlitten muss dann der entsprechende Drehmeißel eingespannt werden. Den müssen Sie so einspannen, dass er genau in der Mitte des Werkstücks liegt. Unter Umständen müssen Sie die Höhe mit kleinen Blechstücken ausgleichen.
  • Zum groben Abdrehen wird zunächst ein sogenannter Schruppmeißel verwendet. Damit kann eine große Spanabnahme erfolgen. Die Oberfläche wird dadurch aber ziemlich rau. Die letzten zehntel Millimeter sollten Sie deshalb mit einem Schlichtmeißel abdrehen.

Nützliches Zubehör für eine kleine Drehbank

  • Auf jeden Fall sollten Sie sich einen kompletten Satz Drehmeißel besorgen. Darin enthalten sind in der Regel Schruppmeißel, Schlichtmeißel, Innenmeißel, Trennmeißel und Gewindemeißel.
  • Für den Reitstock sollten Sie sich auch ein Bohrfutter anschaffen. Mitunter reicht es aus, wenn Sie sich ein herkömmliches Bohrfutter für eine Bohrmaschine kaufen. Den entsprechenden Konus zur Aufnahme können Sie sich mit der kleinen Drehbank selbst abdrehen.
  • Zur Bearbeitung von längeren Werkstücken ist auch eine Lünette zu empfehlen. Eine Lünette ist eine zusätzliche Spannvorrichtung, die auf dem Drehmaschinenbett montiert wird. Damit wird das Schlagen langer Werkstücke vermieden.

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