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Eine Hypothek aufnehmen - was Sie bei der Belastung beachten sollten

Wer ein Haus baut oder kauft, kommt dabei oft nicht um einen Bankkredit herum. Damit das Bankdarlehen gesichert ist, werden Sie - wenn Sie keine Grundschuld bestellen - eine Hypothek aufnehmen müssen. Die Hypothek ist dann abhängig von der zugrunde liegenden Forderung.

Von den eigenen vier Wänden träumen viele.
Von den eigenen vier Wänden träumen viele.

Anders als die Grundschuld ist die Hypothek im Verhältnis zu der ihr zugrunde liegenden Forderung akzessorisch. Bei den gesetzlichen Regelungen wird dies durch einen kleinen Unterschied in der Formulierung deutlich: Bei der Belastung eines Grundstücks durch eine Hypothek kann der Begünstigte eine Geldsumme aus dem Grundstück nur im Hinblick auf eine ihm zustehende (Geld-)Forderung verlangen, vgl. § 1113 BGB. Bei der Grundschuld fehlt hingegen diese Einschränkung, vgl. § 1191 BGB.

Hypothek aufnehmen und Hypothekendarlehen abzahlen

  • Eine Hypothek werden Sie in den meisten Fällen aufnehmen, um ein Darlehen damit abzusichern. Tilgen Sie das Darlehen dann Jahr für Jahr und verringern Sie damit die Restforderung, verringert sich dadurch auch die Hypothek, die auf dem Grundstück lastet.
  • Wenn Sie ein hypothekarisch gesichertes Darlehen aufnehmen, dann sollten Sie dabei die monatliche Belastung im Auge haben. Je nach Ausgestaltung des Zinssatzes bzw. dessen Variabilität kann die Belastung schwanken.
  • Banken wollen Geld verdienen. Bei der Baufinanzierung sollten Sie daher nicht nur den Berechnungen der Banken vertrauen. Lassen Sie sich lieber unabhängig beraten - beispielsweise bei der Verbraucherberatung - um zu ermitteln, welche monatliche Belastung mit Zins und Tilgung für Sie auch auf lange Sicht tragbar ist.
  • Können Sie das Darlehen nicht mehr bedienen, kann sich die Bank auch aus dem Grundstück befriedigen, d. h. über eine Zwangsversteigerung an ihr Geld kommen. Der Betroffene bleibt nach einer Zwangsversteigerung oft auf einem Schuldenberg sitzen, wenn nicht alle Geldforderungen befriedigt werden konnten.

Die monatliche Belastung richtig einschätzen

  • Um das Hypothekendarlehen langfristig bedienen zu können, sollten Sie die mögliche monatliche Belastung daher lieber "streng" einschätzen.
  • Rechnen Sie auf jeden Fall einen Puffer ein, damit bei unvorhergesehenen Ausgaben nicht plötzlich die ganze Finanzierung ins Wanken gerät.
  • Machen Sie sich auch klar, dass Sie sich durch ein langjähriges Darlehen in Ihrer Lebensplanung binden.

Die monatliche Belastung bei der Finanzierung eines Hauses sollte realistisch eingeschätzt werden. Denn sonst kann der Traum vom eigenen Haus leicht in einem Desaster enden.

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