Ein Hang Drum kaufen - so finden Sie das passende Instrument

Ein Hang Drum ist keine Trommel, wohl aber eine Klangskulptur. Ein Hang Drum ist keine Trommel, wohl aber eine Klangskulptur.
Das Hang ist wohl eines der beliebtesten und rarsten `Drums´ unseres Jahrhunderts. Wer eines zu Hause hat, kann sich glücklich schätzen - viele Menschen wollen ein Hang Drum kaufen oder stehen beim weltweit einzigen Hersteller PANArt auf der Warteliste.
Johannes Pries
03.12.2010 Johannes Pries
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So kaufen Sie ein Hang Drum

  • Um ein neues Hang zu kaufen, ist es zunächst notwendig, einen Brief an die Hersteller zu verfassen. Die Wartezeit kann von wenigen Monaten bis zu Jahren dauern, da die Instrumente von nur 2 Personen hergestellt werden und es eine große Nachfrage gibt.
  • Achtung: Schreiben Sie in Ihrem Brief nicht "Hang Drum", da es sich aus Sicht der Hersteller um eine Klangskulptur handelt und nicht um eine Trommel. Es ist ratsam, dass Sie sich vor dem Verfassen des Briefes ein wenig mit der Philosophie der Hersteller beschäftigen, um einen geeigneten Tonfall zu finden und passende persönliche Worte zu finden.
  • Folgendes Zitat ist geeignet, Sie mit der Denkweise der Hersteller vertraut zu machen: "Unsre Arbeit ist nicht auf musikalische Normen ausgerichtet, welche Studium, Übung und Leistung fordern. Hangspiel kann zu einer Form der Freiheit führen, die sich jedem Druck und jeder Nötigung widersetzt. Individuen, die sich dessen bewußt sind, werden durch das Hangspiel gestärkt. Gedankenloser Gebrauch kann hingegen schwächen." (nach Wikipedia)
  • Die Adresse der Hersteller lautet: PANArt Hangbau AG, Engehaldenstr. 131, 3012 Bern/Switzerland, Tel.: +41 31 301 33 32, E-Mail: info@hang.ch
  • Eine andere Möglichkeit ist das Suchen in Kleinanzeigen, auf eBay oder in Musikgeschäften. Dies kann allerdings sehr zeitaufwändig sein. Sollten Sie ein Hang gefunden haben, so ist anschließend wichtig festzustellen, um welche Art von Hang es sich handelt. Es werden 5 verschiedene Hangarten unterschieden.

Arten von Hanghang

  • Die 1. Generation (weltweit ca. 4300) wurde gebaut von 2001 bis 2005, es befinden sich 8 Töne im Tonkreis und es gibt 30 bis 45 verschiedene Klangmodelle mit ethnomusikalischen Skalen, wobei der Grundton Ding jeweils A3 oder G3, selten auch F3, ist.
  • Von 2006 bis 2007 wurde die 2. Generation gebaut (mehr als 826 Exemplare) mit der technischen Neuerung, dass die Messingoberfläche weniger anfällig für Verstimmung macht. Statt ethnomusikalischer Skalen verfügen diese Hanghang über eine tonale Basisstruktur: es handelt sich um D3 als Grundton (Ding), A3, D4 & A4 - die übrigen Töne wurden beim Stimmen des Instrumentes nach eigenem Ermesser der Hangbauer gewählt. Es wurden nur Tonskalen gewählt, die sich gut in den Gesamtklang des Hang einfügen. Ab 2007 wurden die Tonfeld - Ellipsen um etwa 45° gedreht.
  • Der sogenannte "Gudu" wurde von  2004 bis 2007 gebaut und ist gekennzeichnet durch eine zusätzliche, kleinere Öffnung auf der Unterseite (die als "Du" bezeichnet wird). Der Name Gudu wurde gewählt, da Du & Gu im Zusammenspiel Udu - ähnliche Klänge erzeugen. Wenn es nicht gebraucht wird, kann das Du - Loch mit einer magnetischen Platte verschlossen werden.
  • Das Integrale Hang wurde ab 2008 gebaut und ist gekennzeichnet durch eine einfach abgesetzte Ding-Kuppel und einer Messingbeschichtung nur noch an der Ding-Kuppel & dem Gu-Hals. Es gibt von dieser Hang-Art nur 1 Klangmodell: dabei ist der Grundton Ding in D3 mit den Tönen A3, B3, A4, F4, C4, E4 kombiniert.
  • Das Freie Integrale Hang wird seit April 2010 gefertigt und unterscheidet sich vom integralen Hang darin, dass die Halbschalen an der Klebenaht nicht mehr mit einem Messingring eingefasst sind. Auch ist die Ding-Kuppel ohne Messingbeschichtung und doppelt abgesetzt ("Dreifachkuppel"). Dieses Hang wird ohne Zuhilfenahme von Stimmgeräten eingestimmt und somit ist die Frequenz des Ding von Instrument zu Instrument verschieden - sie  variiert um den Ton D3. Die übrigen Töne sind vom Abstand zum Grundton her entsprechend dem integralen Hang gewählt.
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Leser-Tipps (10) Ihren Tipp zur Anleitung schreiben
  • Stefanie | 28.02.2011, 18:51

    Hallo, Mich fasziniert die Hang seit 2 Jahren und waere der Kauf nicht so schwierig, dann haette ich mir in dieser Zeit definitiv eine gekauft. Jetzt bin ich Ende letzten Jahres durch Zufall auf der Strasse auf ein Instrument gestossen, dass zwar keine Hang ist, aber deutlich von der Hang inspiriert ist. Auch aus Stahl, pentatonische Klänge, kleiner als die Hang und aber trotzdem klanglich wunderschoen. Habe mir jetzt eine gekauft (”Gombadrum”) und bin sehr glücklich damit, auch wenn es jetzt doch keine Hang geworden ist, ist meine Gomba doch auch echt ein tolles Instrument und ich finde keine schlechte Alternative, wenn der Kauf von einer Hang doch nicht geklappt hat. ANderer Vorteil: die Gomba kostet auch nur ein Viertel soviel wie die Hang . Stefanie

  • Michael | 04.05.2011, 00:20

    Der Titel sollte geändert werden. Es gibt kein Hang Drum. Jeder der sich auskennt, nennt das Instrument bei seinem richtigen Namen: Hang. "Hang Drum" ist genauso falsch wie "Xylophon Drum", "Gong Drum" oder "Gitarren Drum". Dieser Ausdruck wird ganz überwiegend nur von Leuten benutzt, die das Hang nur aus dem Internet kennen und keine Ahnung haben. Die Empfehlung, sich mit der Philosophie der Hersteller zu beschäftigen, nur um im Brief den richtigen Tonfall zu treffen, halte ich nicht für hilfreich. Wer sich für ein Hang interessiert, sollte sich vielmehr ernsthaft damit auseinandersetzen, was das Hang ist, welche Eigenschaften es hat, wozu es taugt und wozu nicht. Falsche Erwartungen führen sonst leicht zur Enttäuschung. Informationen findet man unter http://www.hangblog.org/hangbibliothek/ Kontakt zu Hangspielern, die sich mit der aktuellen Version des Instruments, dem Freien Integralen Hang auskennen, findet man bei http://www.hangforum.com Sowohl die angegebene Telefonnummer als auch die angegebene E-Mail-Adresse sind seit über sechs Jahren nicht mehr aktuell. Die PANArt ist für Hanginteressenten ausschließlich per Brief erreichbar. Bei eBay und Kleinanzeigen sollte man extrem vorsichtig sein. Betrugsversuche mit angeblichen Hangverkäufen sind dort an der Tagesordnung und es werden oft verstimmte Instrumente angeboten. Außerdem sind die Preise völlig überhöht.

  • can | 10.07.2011, 16:12

    @ Stefanie | 28.02.2011, 19:51 Liebe Stefanie, stimme Dir zu das es ähnlichkeiten gibt, jedoch kommt sie an dieses wunderwerk an klang und ispirationskörper nicht mal nah. wenn man wirklich eine hang spielen muss, also will, wird man sie auch bekommen. wichtig ist das sie in die richtigen hände kommt. finde das konzept der schmiede sehr gut. nicht verkommerzt. ;) vg can

  • Martin Auras | 23.12.2011, 13:10

    Nach Erfüllung aller Qualifikationen fehlt mir jetzt nur noch die Genehmigung der Verkäufer zum Kauf einer Hang, allerdings habe ich keine Lust, solches Brimborium mitzumachen, nur weil ein Blech gut klingt. Ich weiß, ich bin ein Banause, aber ansonsten stinknormal.

  • Okapi | 16.01.2012, 20:42

    Habe heute ich Post vom Hanghaus aus der Schweiz bekommen. Im Sommer 2011 habe ich mich postalisch um den Erwerb eines Hang beworben. Die Antwort hat mich in meinen Bemühungen ein Hang zu besitzen um Jahre zurück geworfen. Bin sehr traurig darüber!! Hier die Antwort:Ihr Brief hat uns erreicht. Sie interessieren sich für ein Hang. Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass wir Ihnen kein Hang verkaufen können, sei es, weil Sie sich für etwas interessieren, was wir gar nicht kreieren, sei es, weil einfach zu wenig zum Verkauf da sind. Im ersten Fall verweisen wir auf www.hangblog.org, Michael Paschko's Seite mit den notwendigen Informationen, im zweiten Fall schreiben Sie uns nochmals im nächsten Jahr. Das Hang ist in steter Entwicklung, wir wissen nicht, wohin es uns führt. ......

  • alex | 04.03.2012, 19:46

    also nichs gegen die idee an sich und auch gebe ich zu, dass es eine weile interessant wäre auf dem ding zu spielen und deshalb respekt an die erfinder. jedoch muss ich euch an dieser stelle ne ernsthafte frage stellen. warum sollte man denn für so nen topf, den man maschinell für pfennige herstellen kann + material 1300€ blechen? es ist nen nettes monopol was die beiden sich da errichtet haben und wenn es ihnen wirklich um etwas spirituelles dabei ginge oder um ein wohlwollen würden die doch nach ner zeit das ding etwas zugänglicher für alle menschen machen und zwar für einen deutlich niedrigeren preis. was meint ihr?

  • Matthias | 08.03.2012, 21:52

    @alex ...vielleicht weil eine Hang nicht einfach nur Instrument sein will. Hang ist Meditation, Inspiration; eine Hang lebt unter ihrem Spieler, transformiert Emotionen zu Tönen. ...und hast Du schonmal ein wirklich gutes Instrument gefunden, welches maschinell erstellt wurde? Vielleicht wenn Du einen Synthie für ein solches hältst...

  • b713k | 12.03.2012, 20:25

    Kurze Frage: Warum wird heutzutage alles so verkompliziert und braucht einen elitären Charakter? Warum muss man sich erst mit Philosophien auseinandersetzen um ein Instrument zu verstehen und warum gibt es in der Kunst richtig und falsch? Was ist aus Intuition und Kreation geworden? Bis ich diesen Artikel las mochte ich das Instrument jetzt ist mir das Ganze zu elitär und die Art wie man das Instrument erstehen muss ein bischen zu faschistisch.

  • Michael | 17.03.2012, 18:33

    @b713k Um Antworten auf deine Fragen zu erhalten, musst du dich ein wenig eingehender mit dem Hang beschäftigen. Folge den Links, die ich in meinem ersten Kommentar weiter oben angeben habe. Der Artikel oben is arg verkürzt und lädt zu Missverständnissen über das Verfahren des Hangvertriebs geradezu ein. Meine Antwort in Kurzversion: Da die Nachfrage die Zahl der gebauten Instrumente um das Zehnfache übersteigt, bleibt dir als Interessent überhaupt nichts anderes übrig, als dich zuerst einmal gründlich mit dem Instrument auseinanderzusetzen, wenn du eine Chance haben willst, dass dein Interesse so wahrgenommen wird, dass du eine Chance hast. Das ist nicht nur beim Hang so. Das gilt für jedes Gut bei dem Angebot und Nachfrage derart krass auseinanderklaffen. Sei froh, dass das Problem beim Hang nicht einfach über den Preis gelöst wird, denn dann läge der wahrscheinlich bei 6000 Euro oder mehr.

  • Hans | 09.05.2012, 14:00

    Ich finde es ziemlich erschreckend, was ich hier lese. Als Musiker oder einfach Interessierter soll ich gezwungen werden mir irgendeine "Philosophie" anzueignen, um mich dann der Willkühr der Instrumentenbauer zu überantworten, die dann über meine geistige "Reife" entscheiden??? Das ist doch wie bei einer Sekte. Ich kann mir gut vorstellen, dass man mit dem Instrument besondere meditative Erfahrungen machen kann, aber der Preis und das Brymborium sind doch reiner Splin! Instrumente gehören unter die Menschen, nur so entsteht Musik und Kultur. Alles Andere ist eine elitäre und völlig verquere Einstellung. Die Nachfrage wird's regeln und zwar nicht über den Preis, sondern über das Brechen dieses Monopoles durch - wie ich hoffe - eine rasch ansteigende Zahl von qualitativ hochwertigen Nachbauten!

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