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Eine Gewinnspanne berechnen - so geht's

Es gibt Unternehmer, die verwechseln Umsatz mit Gewinn. Sie sollten also unbedingt Ihre Gewinnspanne berechnen. Sie bestimmt Ihr Ausgabeverhalten und zeigt, inwieweit Sie rentabel wirtschaften oder für nichts und wieder nichts arbeiten.

Umsatz ist nicht Gewinn.
Umsatz ist nicht Gewinn.

Eine Rechnung ist schnell erstellt. Entscheidend ist aber das wirtschaftliche Umfeld, in der die Rechnung und die ihr zugrunde liegenden Rechnungsfaktoren zu sehen sind.

Berechnen Sie den Ertrag nach Abzug aller Kosten

  • Der Rechnungsbetrag unter dem Strich ist nur der Umsatz. Umsatz ist aber keineswegs der Gewinn. Aus den Geldern, die Sie einnehmen, müssen Sie schließlich alle Kosten bezahlen, die beim Betrieb Ihres Unternehmens anfallen.
  • Ziehen Sie zunächst die 19 % Mehrwertsteuer ab. Sie erhalten dann den Nettobetrag. Bedenken Sie, dass Sie die Mehrwertsteuer nur treuhänderisch für den Fiskus vereinnahmen und zeitgerecht an das Finanzamt abführen müssen. Wenn Sie mit diesem Geld wirtschaften, laufen Sie früher oder später in die Vollstreckungsfalle.
  • Sie müssen Miete bezahlen, wenn Sie Geschäftsräume oder ein Büro angemietet haben. Denken Sie an die laufenden Nebenkosten.
  • Auch Telefon, Handy und Haftpflichtversicherung müssen bezahlt werden.
  • Beschäftigen Sie Mitarbeiter, zahlen sie Löhne und Sozialabgaben.
  • Ist Ihr Fahrzeug auf das Geschäft angemeldet, müssen Sie die Unterhaltskosten bezahlen.
  • Sind Sie reiner Dienstleister, verbleibt ihnen das, was übrig bleibt, weitgehend als Lebensunterhalt und steht für Ausgaben zur Verfügung.
  • Sind Sie produzierend tätig und müssen Material einkaufen, sind die Lieferanten zu bezahlen. Lieferanten erwarten pünktliche Zahlung und verweigern weitere Lieferungen, wenn Sie im Zahlungsverzug sind. Sie riskieren dann, nicht weiter produzieren zu können und verlieren Ihre Kunden
  • Aber auch das, was dann übrig bleibt, können Sie nicht ohne Weiteres vollständig für Ihren Lebensunterhalt verwenden. Sind Sie selbstständig tätig, müssen Sie Ihre Krankenversicherung bezahlen und nach Möglichkeit auch etwas für die Altersvorsorge tun.

Die Gewinnspanne ist oft minimal

  • Soweit Sie Ihren Gewinn nicht weiter als unter die Freibeträge von 8004 € als Lediger oder 16.008 als Verheirateter herunterrechnen können, zahlen Sie auch noch Einkommensteuer an das Finanzamt. Hierbei werden normalerweise Vorauszahlungen quartalsweise fällig.
  • Gerade im Dienstleistungsgewerbe ist die Gewinnspanne oft sehr niedrig und liegt teils bei allenfalls 2 - 4 % des Umsatzes.
  • Da Sie nicht wissen, wie Ihr Umsatz in den nächsten Monaten aussieht, sind Sie gut beraten, sich in guten Zeiten ein finanzielles Polster anzulegen, von dem Sie in schlechten Zeiten zehren können.
  • Reicht die Gewinnspanne nicht aus, müssen Sie Kosten einsparen und Ihr Ausgabeverhalten ändern.
  • Es ist eine absolut schlechte Idee, wenn Sie sich darauf einlassen, mit Bankkrediten zu arbeiten. Sie zahlen zusätzlich Zinsen, die Sie erwirtschaften müssen, und wissen nicht, wann und ob sich Ihre Lage ändert.
  • Besser ist, Ihre unternehmerische Situation zu verbessern oder zu optimieren. Sehen Sie keine Perspektive, beenden Sie Ihr Unternehmen rechtzeitig. Ein Ende mit Schrecken ist allemal besser als ein Schrecken ohne Ende.
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