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Eine alte Schreibmaschine reinigen - so gelingt's

Wer bei einem Flohmarktbummel eine alte Schreibmaschine ergattern konnte, muss nicht traurig sein, wenn das Schreibergebnis nicht mehr perfekt aussieht. Sind noch alle Teile vorhanden und intakt, funktionieren die meisten Modelle nach einer gründlichen Reinigung wieder tadellos. Wer mechanische Modelle reinigen möchte, sollte jedoch einige Dinge beachten.

Alte Schreibmaschinen sind ein toller Hingucker.
Alte Schreibmaschinen sind ein toller Hingucker. © www.Rudis-Fotoseite.de / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Waschbenzin
  • Lappen
  • Borstenpinsel
  • Typenreiniger
  • Einmalspritze (5 ml)
  • Spezialöl (z. B. Ballistol)
  • Tropfenöler

Alte Schreibmaschine - die größten Schwachpunkte

An einer mechanischen Schreibmaschine können verschiedene Bestandteile Probleme verursachen:

  • Wenn die Typen, also die Buchstaben, keinen sauberen Abdruck auf dem Papier hinterlassen, können alte Farbreste oder Bandabrieb zwischen den Tasten hängen.
  • Wenn die Typen beim Schreiben klemmen oder sehr schwergängig sind, ist meist eine Mischung aus Schmutz, Staub und alten Ölresten dafür verantwortlich.
  • Auch die Walze zum Papiereinzug kann klemmen, zudem kann sie so verschmutzt sein, dass Schmutzrückstände auf das Papier gelangen.
  • Mit ein wenig Geschick können Sie die drei wichtigsten Bestandteile einer alten Schreibmaschine voneinander trennen. Meist genügt es, wenn Sie die Tastatur und den Typenkorb abheben. Nehmen Sie auch die Walze und den Papierhalter ab, sodass nur noch das Grundgerüst übrig bleibt.
  • Beim Pflegen von Türen aller Art kommt es auf die Holzart an, des Weiteren muss noch …

  • Trauen Sie sich das Auseinanderbauen nicht zu, können Sie die Schreibmaschine auch im kompletten Zustand reinigen.

Mechanisches Modell richtig reinigen

Arbeiten Sie am besten im Freien:

  1. Stellen Sie die alte Schreibmaschine auf einen Stapel alter Zeitungen.
  2. Damit die Typen geschmeidig werden und sauber schreiben, müssen sie gut gereinigt und anschließend geölt werden. Gehen Sie so vor: Entfernen Sie mit einem sauberen Borstenpinsel zunächst grobe Schmutzreste und Staub von den Typen. 
  3. Geben Sie nun Waschbenzin auf den Pinsel und behandeln alle Typen damit. Danach benutzen Sie einen Typenreiniger, eine Art Knetgummi. Kneten Sie die Masse gut durch und formen Sie ein flaches Stück, dieses legen Sie auf die Type. Danach heben Sie den Reiniger vorsichtig wieder ab - Farbreste hängen nun in der Masse. Kneten Sie die Masse gut durch, damit sich alle Schmutzreste gut verteilen. Wiederholen Sie die Prozedur mit allen Typen.
  4. Reinigen Sie nun die Walze. Arbeiten Sie erneut mit Waschbenzin, das Sie diesmal auf einen Lappen geben. Behandeln Sie den sichtbaren Teil der Walze, anschließend drehen Sie die Walze ein Stück weiter und reinigen erneut den oberen Teil. Achtung: Bei Gummiwalzen sollten Sie Spiritus verwenden.
  5. Zum Schluss sollten Sie die ganze Maschine, besonders aber die Typen, Lager und Gelenke ölen, damit die Metallteile nicht korrodieren und weiterhin geschmeidig bleiben. Verwenden Sie kein Fett, sondern ein dünnflüssiges, säurefreies Öl. Am besten funktioniert die Behandlung mit einem Tropfenöler, der das Öl punktgenau abgibt. Da dieser aber sehr teuer ist, können Sie auch eine Spritze mit einer sehr feinen Nadel benutzen. Übertreiben Sie es aber nicht mit dem Öl!

Hat Ihre Reinigung nicht die gewünschten Effekte, können Sie einen Büromaschinenmechaniker beauftragen, diese Profis zerlegen die Maschine und geben sie in ein Spezial-Tauchbad.

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