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Eine Abschlagsrechnung erstellen - was Sie dabei beachten sollten

Viele Dienstleister müssen in Vorleistung gehen, wenn Sie Waren besorgen, um Aufträge auszuführen. Und diese Vorkosten können schnell zu einer Belastung werden. Wer seinem Auftraggeber eine Abschlagsrechnung stellt, legt diese Kosten vor Beendigung des Werks auf den Auftraggeber. Sie können diese Abschlagsrechnung ohne Probleme am Computer erstellen.

Die Abschlagsrechnung stellt vorab Kosten in Rechnung.
Die Abschlagsrechnung stellt vorab Kosten in Rechnung.

So schreiben Sie eine Abschlagsrechnung

  1. Wer eine Abschlagsrechnung erstellen will, benötigt zuerst einen Rechnungsempfänger, dem vorab ein Abschlag in Rechnung gestellt werden soll. Prüfen Sie dann, ob es eine Rechtsnorm gibt, die Ihnen das Stellen der Abschlagsrechnung erlaubt oder ob Sie dies mit dem Schuldner so vereinbart haben.
  2. Nun schreiben Sie den Absender und seine Anschrift und den Adressaten und seine Adresse in die Rechnung.
  3. Sie geben danach die Kundennummer und die fortlaufende Abschlagsrechnungsnummer sowie das Datum an.
  4. Nun benötigt Ihr Schreiben eine Überschrift. Fügen Sie das Wort „Abschlagsrechnung" hinzu. So kann der Schuldner sofort sehen, dass es sich lediglich um eine Teilzahlung handelt.
  5. Schreiben Sie dann, dass Sie für bereits erbrachte Leistungen oder gelieferte Waren einen bestimmten Betrag vorab in Rechnung stellen. Die Leistungen und die Waren müssen mit Artikelnummer und Lieferdatum genau bezeichnet werden.
  6. Nun erhalten Sie die Nettosumme und addieren hierzu noch die 19 % Mehrwertsteuer und bilden hieraus den Bruttorechnungsbetrag.
  7. Schreiben Sie dann, zu welchem Zahlungstermin der Betrag fällig wird. Sie können darüber hinaus noch einen Eigentumsvorbehalt hinzufügen, nachdem die Ware bis zur vollständigen Tilgung der Abschlagsrechnung Ihr Eigentum bleibt.
  8. Unterzeichnen Sie dann die Abschlagsrechnung und geben Sie sie dem Schuldner.

Wissenswertes über die Abschlagszahlung

  • Eine Abschlagsrechnung stellt vor der endgültigen Rechnung einen Abschlag in Rechnung.
  • Eine Abschlagszahlung ist eine Teilzahlung. Die Geldsumme, die Sie in der Abschlagsrechnung in Rechnung stellen, dürfen Sie nicht  noch einmal in der endgültigen Rechnung berechnen. Sie ist mit Begleichen der Rechnung getilgt.
  • Beachten Sie, dass die Abschlagszahlung unter dem Vorbehalt der endgültigen Rechnung steht.
  • Mit einer Abschlagszahlung verringert der Schuldner durch eine Vorfinanzierung die Gesamtschuld. Das Risiko des Gläubigers wird damit gemindert.
  • Rechtlich gesehen sind Teilleistungen nur als Ausnahme möglich. Dies ist in § 266 BGB normiert. Sie dürfen daher nur dann eine Abschlagsrechnung stellen, wenn es das Gesetz vorsieht oder Sie dies mit dem Schuldner ausdrücklich vereinbaren.
  • Bei Werkverträgen sind Abschlagszahlungen gemäß § 632a BGB möglich.
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