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Eine 7 schaffen im Klettern - so gelingt's

Jeder Kletterer fängt einmal klein an und träumt davon, einmal eine 7 zu schaffen. Routen im siebten Grad zu klettern, bietet wesentlich mehr Spannung und ist körperlich fordernder als die Begehung der meist leiterartigen Einsteigerrouten. Wer sein Talent in der freien Natur am Fels beweisen will, muss diese Schwierigkeit beinahe zwangsläufig beherrschen. Deshalb gilt es, die Griffkraft, die Ausdauer und die Beweglichkeit zu schulen. Dazu eignen sich neben dem gezielten Klettern selbst das Training am Campusboard und das Bouldern.

Der siebte Grad erfordert regelmäßiges Training.
Der siebte Grad erfordert regelmäßiges Training.

Was Sie benötigen:

  • Zeit
  • Möglichkeit zum regelmäßigen Training

Kletterer, die eine 7 schaffen, können sich zu den fortgeschrittenen Felsakrobaten zählen. Im Gegensatz zu niedrigeren Schwierigkeitsgraden benötigt man für den siebten Grad eine gute Technik, ausreichend Kraft und Ausdauer und an einigen Stellen etwas Einfallsreichtum. Mit einfachen Links-Rechts-Kombinationen beim Steigen und Greifen ist es im siebten Grad nicht mehr getan.

Mit dem richtigen Klettertraining eine 7 schaffen

  • Eine 7 ist für Anfänger nicht zu schaffen. Sollten Sie sich an ein solches Projekt heranwagen, müssen Sie ein wenig Erfahrung mitbringen. Die Beschaffenheit der Route wird Sie andernfalls überfordern. Zur Vorbereitung sollten Sie deshalb mehrere Monate mindestens einmal wöchentlich in einer Kletterhalle oder am Naturfels trainiert haben.
  • Der wichtigste Punkt beim Klettern in gehobenen Schwierigkeitsgraden ist das Beherrschen der Technik. Zu wissen, wie die verschiedene Griffarten am besten gehalten und auf welche Art Tritte belastet werden können, entscheidet über den Krafteinsatz. Eine gute Einleitung in das Thema Grifftechnik finden Sie beispielsweise auf Klettervirus.info. Wertvolle Hinweise, wie sich die Tritttechnik verbessern lässt, kann Ihnen ein Artikel auf klettern-und-bouldern.de liefern.
  • Ihr Ziel sollte es immer sein, so kraftsparend wie möglich zu klettern. Nur so verhindern Sie, dass ein Begehungsversuch an zu müden Armen scheitert. Wollen Sie beim Klettern eine 7 schaffen, ist es, wie bei leichteren Routen auch, wichtig, möglichst mit den Füßen zu steigen. Die Hände und Arme sind lediglich für das Gleichgewicht zuständig.
  • Beherrschen Sie die Grundlagen des Kletterns, können Sie Ihren Körper gezielt auf die bevorstehende Belastung vorbereiten. Steigern Sie Ihre Kraftausdauer, indem Sie Ihnen bereits bekannte Routen immer wieder durchsteigen, ohne zwischen den einzelnen Begehungen längere Pausen einzulegen.
  • Ihre Beweglichkeit und Kraft können Sie beim Bouldern schulen. Allerdings sollte im Training das Klettern am Seil überwiegen.
  • Zum Training der Fingerkraft eignet sich das Campusboard. Neben Klimmzügen, die den ganzen Oberkörper beanspruchen, sind es vor allem isometrische Halteübungen, die Ihnen die nötige Kraft verleihen, um eine 7 zu schaffen.
  • Die Psyche spielt eine herausragende Rolle. Nicht umsonst bezeichnete Kletterlegende Wolfgang Güllich das Gehirn als wichtigsten Muskel beim Klettern. Sollten Sie beim Begehungsversuch scheitern, weil Sie an der entscheidenden Stelle zu lange zögern, fehlt Ihnen das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten oder die Sicherungstechnik.
  • Trainieren Sie den entscheidenden Zug in Bodennähe, wo Sie einen Sturz nicht fürchten brauchen. Üben Sie außerdem den Ernstfall: Der Sprung ins Seil kostet Überwindung, bringt aber das nötige Vertrauen, um angstfrei in die Höhe zu steigen.
  • Das Klettern an der eigenen Leistungsgrenze fordert von Ihnen zudem genaue Planung. Schauen Sie sich eine Route vor dem Begehungsversuch an und überlegen Sie sich bereits im Vorfeld die Bewegungsabläufe, mit denen Sie die Route bezwingen können.

Wer einfach drauflos klettert, scheitert oft beim Versuch, die richtigen Tritte und Griffe zu finden. Gute Planung kann kraftraubendes Suchen vermeiden.

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