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Ein Vogelhaus aufstellen - darauf sollten Sie achten

Ein Vogelhaus ist eine gute Idee, sofern es für die Vögel nicht gefährlich ist. Beachten Sie beim Aufstellen unbedingt die Sicherheit der Tiere.

Der Winter bringt Hunger und das Futterhaus birgt Gefahren.
Der Winter bringt Hunger und das Futterhaus birgt Gefahren.

Beim Aufstellen an die Sicherheit denken

Ein ungeeigneter Futterplatz kann mehr schaden als nutzen. Hygiene und Sicherheit vor Raubtieren sind das Wichtigste, was bei der Wahl des Hauses und beim Aufstellen zu beachten ist.

Ein guter Futterplatz schützt das Futter vor Verschmutzungen durch Kot und vor Kontakt mit Nagetieren. Ideal sind Häuser mit Depots für das Futter oder Meisenknödel. Diese Art der Darreichung macht das Futter für Vögel erreichbar, aber sie können nicht in den Vorrat koten.

Für Körnerfresser und Vögel, die sowohl Weichfutter als auch Samen zu sich nehmen, sind frei an Schnüren oder Drähten aufgehängte Futtervorräte die beste Lösung. Ein Vogelhaus auf Stelzen ist nicht ganz so optimal. In diesen Vogelhäuschen sind die Vögel zwar vor Katzen geschützt, das Futter ist aber für Nager erreichbar.

Weichfutterfresser brauchen einen von allen Seiten einsehbaren Platz auf dem Boden. Diese Vögel suchen das Futter nicht auf Bäumen und gehen daher nicht an Futterstellen, die nicht ebenerdig sind. Achten Sie darauf, dass es in der Nähe keine Versteckmöglichkeiten für Katzen gibt.

Sie können einen ebenerdigen Futterplatz nicht vor Nagern schützen. Räumen Sie das Futter abends ins Haus, denn die meisten Nager sind nachts aktiv. 

Breiten Sie unter dem Futterplatz eine Plane oder ein Blech aus, damit Sie das heruntergefallene Futter täglich entfernen können. Unter den Häusern sammeln sich Kot und Futter an, Keime können sich ausbreiten und den Vögeln schaden.

Fehler beim Füttern vermeiden

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die dazu führen, dass Vögel durch das Futter krank werden oder sterben. Vermeiden Sie unbedingt folgende Fehler:

  • Das Vogelhaus oder die Meisenknödel nicht über Wiesen oder Büschen aufstellen oder aufhängen, da Sie dort nicht für Sauberkeit sorgen können.
  • Futter nicht in der Nähe von Plätzen auslegen, an denen sich Katzen verstecken können.
  • Niemals Vogelfutter länger als 24 Stunden offen liegen lassen.
  • Nicht auf die tägliche Reinigung des Futterplatzes verzichten.
  • Kein Fettfutter in das Depot eines Vogelhauses einfüllen, es verklebt.
  • Futterhaus nicht über Nacht an für Nager zugänglichen Orten stehen lassen.
  • Kein klein geschnittenes Obst füttern.
  • Niemals im Winter die Fütterung unterbrechen.
  • Nicht zwischen März und November füttern.

Das Vogelhaus im Sommer nutzen

Wenn Sie den Vögeln in Ihrem Garten im Sommer helfen wollen, hängen Sie Nistkästen auf und verzichten Sie auf den Einsatz von Giften gegen Insekten. Die Sommerfütterung ist aus zwei Gründen problematisch. Altvögel füttern die Jungvögel teils mit den Körnern aus dem Vogelhaus statt mit Insekten. Außerdem ist die Gefahr von Infektionen extrem hoch.

Das Problem der falschen Fütterung des Nachwuchses lässt sich vermeiden. Untersuchungen haben ergeben, dass Vogeleltern sich an den Futterplätzen bedienen, um selber satt zu werden. Dem Nachwuchs bringen sie eiweißreiche Insekten. 

Sofern es an Kleintieren mangelt, geben die Vogeleltern den Jungtieren Samen aus dem Vogelhaus, die nicht genügend Eiweiß enthalten. Lassen Sie einige Stellen im Garten verwildern. Dort finden die Altvögel genügend Insekten, um ihre Jungen damit zu versorgen.

Problematischer ist das Verkeimen der Futterstellen. Im Sommer kommt es regelmäßig zum Grünfinkensterben. Die Tiere erkranken an Trichomonaden, die sich an den Futterstellen bei Wärme explosionsartig vermehren. Stellen Sie das Füttern zumindest bei großer Hitze ein.

Bedenken Sie, dass bei den immer milder werdenden Wintern das Füttern von Vögeln nicht unbedingt nötig ist. Um so tragischer ist es, wenn Tiere sterben, weil vom Vogelhaus durch Keime eine Gefahr ausgeht.

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