Gesten, die helfen, wenn jemand weint

  • Weint ein Mädchen oder eine Frau, sollten Sie an erster Stelle versuchen, die Ursache zu erfahren. Ist dies aufgrund großer emotionaler Aufregung nicht möglich, sollten Sie zunächst helfen, die Tränen zu stillen.
  • Halten Sie in solch einem Fall immer ein Taschentuch parat. Manchmal genügt es schon, der Weinenden ein Taschentuch hinzuhalten, um ein Lächeln zu erzeugen.
  • Ist das Mädchen emotional sehr aufgewühlt, kann ihr ein Schluck Wasser gut tun. Fragen Sie sie daher, ob sie etwas trinken möchte.
  • Bieten Sie der Frau einen Sitzplatz an, wenn Sie sich im Stehen befinden. Oft fühlen sich die Betroffenen in diesem Moment schwach, sind aber nicht in der Lage, sich einen geeigneten Platz zu suchen.
  • Sorgen Sie ferner dafür, ungestört zu bleiben, damit die Betroffene sich beruhigen kann.
  • Reagiert das Mädchen verschämt aufgrund ihres Gefühlsausbruchs, geleiten Sie sie an einen Ort, an dem sie sich unbeobachtet fühlen kann.

Dem Mädchen richtig zuhören

Oft neigen die Menschen dazu, jemandem, der in Not gerät, sofort Hilfe anzubieten und nach einer Lösung zu suchen. Dabei sehnt sich der Betroffene vielleicht in erster Linie danach, dass ihm jemand zuhört und er sein Leid dadurch teilen kann. Auch wenn Sie nicht wissen, was Sie konkret tun können, sollten Sie immer auf den Betroffenen zugehen und Ihre Hilfe anbieten.

  1. Weint eine Frau und haben Sie ihr mit den vorbezeichneten Gesten bereits Ihre Unterstützung signalisiert, warten Sie zunächst ab, bis sie etwas zur Ruhe gekommen ist. Nutzen Sie diese Zeit, um sich selbst in die Situation einzufinden und nicht etwa schon zum nächsten Termin hetzen zu müssen. Sie können, wenn möglich, einen Termin verschieben oder jemanden, der bereits auf Sie wartet, telefonisch über die Verzögerung informieren - diskreterweise allerdings ohne die Gründe zu nennen. Müssen Sie dennoch schnell fort, klären Sie, ob die Frau allein zurechtkommt oder Sie jemanden für sie anrufen sollen.
  2. Haben Sie sich nun ein freies Zeitfenster geschaffen, fragen Sie Frau nach dem Grund ihres Kummers, auch wenn Sie ihn vermeintlich kennen.
  3. Lassen Sie ihrer Erzählung freien Lauf, unterbrechen Sie sie nicht und versuchen Sie, auch wenn Sie selbst involviert sind, objektiv zuzuhören.
  4. Vermeiden Sie es an dieser Stelle, praktische Ratschläge zu erteilen, sondern widmen Sie der Erzählenden Ihre volle Aufmerksamkeit.
  5. Signalisieren Sie Ihre Anteilnahme und Ihre Aufmerksamkeit, indem Sie durch Gegenfragen das Gehörte wiederholen, beispielsweise durch Formulierungen wie: "Wenn ich dich richtig verstanden habe, bist du verletzt weil...". 
  6. Erst wenn die Betroffene ihre Erzählung beendet hat und ausdrücklich für Ratschläge offen ist, können Sie gemeinsam überlegen, wie sich die Situation klären lässt.