Ein guter Heilpraktiker werden - so geht´s

Nochmal die Schulbank drücken macht Spaß. Nochmal die Schulbank drücken macht Spaß.
Um ein guter Heilpraktiker zu werden, ist viel Arbeit notwendig. Lernen, lernen, lernen – wenn Sie nicht gerade fit in der Medizin sind. Angst brauchen Sie aber keine zu haben, die Überprüfung nicht zu schaffen. So klappt´s.
Iris Gödecker
07.11.2011 Iris Gödecker
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • Heilpraktikerschule
  • Schule zur Prüfungsvorbereitung

Ein guter Heilpraktiker braucht viel Wissen

Heilpraktiker kann jeder werden, der über 25 Jahre alt ist und einen Beruf erlernt hat. Medizinisches Wissen ist von Vorteil aber nicht Voraussetzung.

  • Das Heilpraktikergesetz gibt es schon seit 1939. Es sagt aus, dass es sich um eine staatliche Erlaubnis handelt, Heilkunde auszuüben, obwohl keinen ärztliche Approbation vorliegt.
  • Gegenüber dem Arzt gibt es natürlich Einschränkungen durch Verordnungen und Gesetze. Das heißt, ein Heilpraktiker darf zum Beispiel keine rezeptpflichtigen Medikamente verschreiben oder Erkrankungen beispielsweise nach dem Infektionsschutzgesetz behandeln.
  • Wenn Sie Heilpraktiker werden möchten, sollten Sie wissen, dass die Tätigkeit sehr anspruchsvoll ist. Sie haben einen großen Verantwortungsbereich und ein guter Heilpraktiker benötigt auch eine gute Ausbildung.
  • Folgendes Wissen wird in einer Heilpraktikerschule vermittelt: Herz, Bewegungsapparat, Kreislauf- und Blutgefäßsystem, Blut, Lymph- und Immunsystem, Atmungsorgane und Verdauungstrakt, Leber, Hormone und Stoffwechsel, Haut und Sinnesorgane, Gesetzeskunde und Naturheiltherapien, Infektionskunde und Hygiene, Notfall, Schock und Erste Hilfe sowie Anamnese und Untersuchung.
  • Die Weiterbildung umfasst circa zwei Jahre mit einer abschließenden Überprüfung beim zuständigen Gesundheitsamt. Die Kosten variieren und Sie müssen mit etwa 5000 Euro rechnen.

Eine Schule ist für die Weiterbildung wichtig

Eine gute Heilpraktikerschule ist wichtig, um ein guter Heilpraktiker zu werden. 

  • Im Internet werden sehr viele Schulen angeboten. Mittlerweile gibt es auch Fernlehrgänge, um Heilpraktiker zu werden.
  • Das ist eine gute Idee für den, der lieber alleine zu Hause lernt. Wer im Team besser und disziplinierter lernen kann, sollte in die Schule gehen. Auch Videolehrgänge werden angeboten, die durchaus sinnvoll sind.
  • Wichtig ist trotzdem, so viel wie möglich an Praxis zu erfahren. Wer die Möglichkeit hat, sollte für einige Wochen in einer Arztpraxis hospitieren. So können Sie die Untersuchungsmethoden direkt vor Ort lernen.
  • Auch die Praxislehrgänge in einer Heilpraktikerschule sind sehr wichtig, um zu lernen, wie zum Beispiel Injektionen ausgeübt und wie Erste-Hilfe-Maßnahmen durchgeführt werden.
  • Sobald Sie sich fit fühlen für die Heilpraktikerkenntnisüberprüfung, können Sie sich zur Überprüfung anmelden.
  • Das Gesundheitsamt wird Sie unter anderem nach der Berufs- und Gesetzeskunde und den Grenzen und Gefahren der diagnostischen und therapeutischen Methoden befragen. Aber auch über die Physiologie und die Krankheitslehre und das Erkennen von Notfällen bis hin zur Praxishygiene sind Fragen möglich.

Ein guter Heilpraktiker ist man nicht sofort, auch wenn Sie die Überprüfung bestanden haben. Mit Einfühlungsvermögen und verantwortungsvollem Umgang mit den Patienten wird die Erfahrung zeigen, dass Sie immer besser werden.

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