Ein eigenes Buch veröffentlichen - was man dabei beachten sollte

Für manch einen ist es der Traum schlechthin, einmal sein eigenes Buch zu veröffentlichen – sei es nun eine Autobiografie, ein Fantasy-Roman oder Gedichtband. Doch um sich diesen Traum nicht schon am Anfang zu verbauen, gibt es bereits bei der Kontaktaufnahme mit Verlagen einiges zu beachten.
Marta Ehmcke
16.06.2010 Marta Ehmcke
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  1. Potenzielle Interessenten für Ihr Manuskript sind einerseits Literaturagenturen, die als Vermittler zwischen Autoren und Verlagen fungieren, andererseits die Verlage selbst. Doch schreiben Sie diese nicht wahllos an, sondern informieren Sie sich zuvor sorgfältig darüber, ob Ihr Manuskript in das jeweilige Verlagsprogramm passt – ein Verlag, der sich auf Kriminalromane spezialisiert hat, wird Ihren Gedichtband höchstwahrscheinlich ablehnen. Um sich über die Schwerpunkte der einzelnen Verlage zu informieren, nutzen Sie am besten die Verlagshomepages und die kostenlosen Gesamtverzeichnisse, die in den Buchhandlungen ausliegen. Gleiches gilt für Literaturagenturen, da diese ebenfalls Schwerpunkte setzen.
  2. Als Neuling in der Verlagsbranche bietet es sich vor allem an, sich an eine Literaturagentur zu wenden. Ihre Lektoren kennen sich sehr gut in der Verlagsbranche aus und wissen recht genau, ob sich ein Manuskript verkaufen wird und bei welchem Verlag der jeweilige Titel am besten aufgehoben wäre. Nach der Manuskriptprüfung nehmen sie stellvertretend für Sie zu den in Frage kommenden Verlagen Kontakt auf. Achten Sie als angehender Autor aber unbedingt auf die Seriosität der Agentur: Meiden Sie jene, die vorab Geld von Ihnen für die Korrektur- und Lektoratsarbeit verlangen.  Wird Ihr Manuskript tatsächlich von einem Verlag angenommen, lektorieren und korrigieren (freie oder fest angestellte) Lektoren des Verlages oder der Literaturagentur Ihren Text – die Kosten trägt aber in jedem Fall der Verlag.
  3. Ob Literaturagentur oder Verlag: In beiden Fällen ist es wichtig, wie Sie Ihr Buchprojekt vorstellen. Einige bitten mittlerweile um eine Zusendung per Mail (als PDF), manche bevorzugen weiterhin Manuskriptzusendungen per Post (hierfür legen Sie alle Unterlagen am besten zusammen in einer Mappe an). Meistens ist dies auf der jeweiligen Homepage angegeben.
  4. Schicken Sie niemals das ganze Manuskript, sondern beschränken Sie sich auf eine Leseprobe von 20 bis max. 50 Seiten – das genügt den Lektoren für einen ersten Eindruck. Fertigen Sie zudem unbedingt ein Exposé an, das Folgendes beinhalten sollte:

    a. Ihre Biografie
    b. Ihre bisherigen Publikationen (falls vorhanden)
    c. eine inhaltliche Zusammenfassung des gesamten Textes sowie dessen ungefährer Umfang.
    d. In manchen Fällen bietet es sich auch an, die persönliche Motivation der Themenwahl zu benennen.

  5. Möchten Sie Ihren Text noch einmal von einem geschulten Auge begutachten lassen, bevor Sie ihn bei einer Agentur oder einem Verlag einreichen, könnten Sie u.a. einen freiberuflichen Lektor kontaktieren. Zahlreiche dieser freien Lektoren sind in entsprechenden Verzeichnissen im Internet registriert, wo sie sich meist mit ihren Qualifikationen und Arbeitsleistungen vorstellen. Hierbei müssen Sie jedoch in jedem Fall mit eigenen Kosten rechnen – die Kostenhöhe kann dabei von Lektor zu Lektor variieren.
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