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Ein dickes Fell zulegen - so kann es gelingen

Ein dickes Fell zu haben und nicht gleich aus der Haut zu fahren oder alles persönlich zu nehmen, kann viele Vorteile haben. Wenn Sie sich ein dickes Fell zulegen, sollten Sie dabei allerdings keine völlige Gleichgültigkeit allem und jedem gegenüber entwickeln.

Emotionen können heftig sein.
Emotionen können heftig sein.

Ein dickes Fell kann durchaus hilfreich sein, um sich nicht beim kleinsten Anlass über die Maßen zu ärgern. Ein dickes Fell sollten Sie allerdings auch nicht damit verwechseln, allen Ärger bloß herunterzuschlucken, bis Sie irgendwann äußerlich oder innerlich "explodieren".

Ein dickes Fell entwickeln

  • Manche Menschen lassen sich schnell persönlich treffen und reagieren dann hochbeleidigt - andere hingegen scheinen ein so dickes Fell zu haben, dass sie sich alles sagen lassen, ohne wütend zu werden oder die Nerven zu verlieren.
  • Wenn Sie den letzten Weg bevorzugen und sich ein sprichwörtliches dickes Fell zulegen wollen, sollten Sie lernen, die Äußerungen Ihrer Mitmenschen nicht gleich hochpersönlich zu nehmen. 
  • Überlegen Sie beispielsweise einmal, ob Sie viele Äußerungen Ihrer Mitmenschen direkt in eine bestimmte Richtung interpretieren. Sagt Ihr Partner auf dem Beifahrersitz zum Beispiel, dass die Ampel vor Ihnen rot ist, hören Sie vielleicht darin sofort die Aussage mit: "Ich sage Dir das jetzt, weil ich Dich für zu unaufmerksam oder dumm halte, das selber zu bemerken". Vielleicht reagieren Sie dann auf eine solche Äußerung entsprechend genervt.
  • Es könnte allerdings auch sein, dass Ihr Partner einfach nur sagen wollte, dass die Ampel schon wieder rot ist - vielleicht bezog sich die Äußerung also auf die Ampel und nicht auf Ihr Verhalten.
  • Wenn Sie nicht direkt alle Äußerungen auf sich als Person beziehen, werden Sie sich auch viel seltener ärgern lassen.

Sich ein besseres Nervenkostüm zulegen

  • Ein dickes Fell oder ein besseres Nervenkostüm können Sie sich auch dadurch zulegen, dass Sie sich öfter einmal auf die "Beobachterposition" zurückziehen.
  • Versuchen Sie also, sich in der direkten Kommunikation bzw. beim direkten Erleben gleichzeitig zum Beobachter des Geschehens zu machen.
  • Wenn Sie dann beispielsweise jemand mit Worten anspricht, die Sie ansonsten aus der Haut fahren lassen, treten Sie gedanklich einen Schritt zur Seite und "sehen" sich die Szene als Beobachter an.  
  • Statt aus der Haut zu fahren, denken Sie dann vielleicht: "Das ist ja interessant, was der da sagt, was meint er denn genau damit?" - und fragen dann lieber noch einmal nach, als direkt emotional zu reagieren.

Sich ein dickes Fell zulegen zu wollen, kann einen langen Weg bedeuten. Dabei sollte das Ziel vor allem keine völlige Gleichgültigkeit sein.  

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