Ein Buch schreiben kann bedeuten, ein Sachbuch, einen Roman, ein Erzählungsband oder was auch immer an Text zwischen zwei Buchdeckel passt, zu schreiben. Hier geht es um die Idee für einen Roman.
02.07.2012
Nora D. Augustin
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
Prüfen Sie Ihre Idee, ein Buch zu schreiben auf ihre Tauglichkeit
- Fragen Sie sich, was das Besondere an Ihrer Idee ist. Warum ist sie überraschend, warum originell?
- Sie sollten begeistert sein von Ihrer Idee, darauf brennen, sie in die Schreibtat umzusetzen. Ohne diesen Eifer laufen Sie Gefahr, auf halben Weg stecken zu bleiben.
- Hatten schon andere Autoren Ihre Idee? Wie haben die anderen Autoren Ihre Idee umgesetzt? Wie machen Sie es anders? Wie arbeiten Sie noch schärfer die Originalität Ihrer Idee heraus.
- Machen Sie sich klar, was Sie können. Hilfreich ist der Hinweis: Die Bücher, die Sie gerne lesen, können Sie schreiben.
- Überlegen Sie sich, wie Sie Ihre Idee am besten umsetzen können. Überlegen Sie sich verschiedenen Möglichkeiten und wählen Sie dann die beste aus.
- Ihre Idee überzeugend umsetzen bedeutet auch: Sie sollten sich auskennen: auf jeden Fall Orte und Schauplätze wählen, die Sie kennen. Dann überzeugen Sie mehr.
- Machen Sie sich klar, welches Genre am besten zu Ihrer Idee passt. Wollen Sie einen Krimi schreiben, eine Liebesgeschichte, Science-Fiction oder ein Märchen? Sie dürfen aber durchaus originell sein und das, was für ein Genre typisch ist, abwandeln, nur eben nicht zu stark.
- Haben Sie Geduld. Normalerweise schreiben sich Bücher - zumal Erstlinge - nicht innerhalb von Wochen. Es gibt auch den Ratschlag, seinen Text 7 Jahre liegen zu lassen und erst, wenn er dann noch überzeugt, ihn veröffentlichen zu wollen.
- Es ist hilfreich, bereits beim Schreiben eines Buchs (also in der Entstehungsphase) ein Kurzexposé zu schreiben. Es ähnelt einem Klappentext und soll (einen Literaturagenten oder einem Lektor im Verlag) neugierig machen. In einem Kurzexposé - dem Appetizer, verraten Sie nicht das Ende. Schreiben Sie aber auch (oder alternativ) ein Standardexposé (ca. 2 bis 3 Normseiten), in dem der Schluss verraten ist. Zeigen Sie Freunden beide Exposés. Versuchen Sie, anhand deren Reaktionen zu entscheiden, was für Ihr Buchprojekt besser ist. Normalerweise ist es hilfreich, zu wissen, wie der Anfang und das Ende aussehen, wie sie zusammenhängen, bevor man schreibt.
- Erstellen Sie eine Szenenfolge. Die ist zwar nicht notwendig, um sie einem Lektor oder Literaturagenten zu schicken. Sie verschaffen sich aber selbst Klarheit über die Architektur in Ihrem Buch. Es erleichtert Ihnen, Ihre Idee in die Tat umzusetzen und nicht auf (Schreib-) Abwege zu geraten.
Schreibwahrheiten, die Sie beherzigen sollten
- Sie sollten nicht auf Erfolg hin schreiben. Mit Bücherschreiben werden Sie normalerweise nicht reich. Sie sollten nicht hoffen, durch ein veröffentlichtes Buch, das einen unerwarteten Erfolg hat, reich zu werden. Es gibt immer wieder Bücher, die Welterfolge erzielen und in deren Fall Vertreter des Literaturbetriebs (Lektoren, Literaturagenten, Kritiker) nicht erklären können, warum das so kam.
- Sie sollten etwas wagen. Gehen Sie als Erzähler ein Risiko ein. Versuchen Sie bloß nicht, zu gefallen. Der Erfolgsautor Frank Schätzung gibt ähnliche Ratschläge. Etwas riskieren bedeutet, dass Sie gefasst darauf sein müssen, in großem Stil zu scheitern. Aber das ist der Preis dafür, dass Sie vielleicht in großem Stil Erfolg haben.

