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Eigenes Haus und die Nebenkosten - so müssen Sie kalkulieren

Wenn Sie Ihr eigenes Haus selbst bewohnen, kommen eine ganze ganze Reihe von Nebenkosten auf Sie zu. Diese unterscheiden sich von den üblichen Mietnebenkosten, die Sie als Mieter aufbringen müssen. Denn als Eigentümer und Nutzer Ihres Eigenheimes sind Sie es auch, der sich um Instandhaltungen und Reparaturen zu kümmern hat.

Nebenkosten für ein eigenes Haus liegen bei mehreren Tausend Euro.
Nebenkosten für ein eigenes Haus liegen bei mehreren Tausend Euro.

Die Nebenkosten für die selbst bewohnte Eigentumswohnung oder ein eigenes Haus sind im Unterschied zu den üblichen Mietnebenkosten etwas höher. Als Mieter zahlen Sie keine Instandhaltungsrücklage und Verwaltungskosten, doch dafür eben Grundmiete.

Höhe der Nebenkosten spielt bei Kreditantrag eine Rolle

Während man bei der selbst genutzten Eigentumswohnung oftmals von Wohnnebenkosten spricht, beschreiben bei einem Eigenheim Bewirtschaftungskosten/Betriebskosten den Fakt genauer.

  • Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass bei der Bewirtschaftung einer Eigentumswohnung andere Kostenarten eine Rolle spielen. Bei einem Eigenheim werden Sie kaum mit solchen Nebenkosten wie Hausmeistertätigkeiten und Treppenhausreinigungen zu tun haben. Sie müssen sich nicht um Gemeinschaftseigentum und dessen Unterhalt kümmern.
  • Wenn Sie bei Ihrer Hausbank nach einem Kredit fragen, wird diese bei der Feststellung Ihrer Zahlungsfähigkeit, die Bewirtschaftungskosten angemessen berücksichtigen. Diese Kosten werden im Allgemeinen mit zwei Euro pro Quadratmeter Wohnfläche kalkuliert.
  • Verfügen Sie bereits über detaillierte Abrechnungen, können die Aufwendungen in der Realität auch höher ausfallen. Bei Sonderausstattungen wie Sauna und Schwimmbad sollte das der Fall sein.

So können Bewirtschaftungskosten für eigenes Haus aussehen

  • Ihr eigenes Haus ist 120 Quadratmeter groß. Die Heizung mit Flüssiggas kostet rund 185 Euro und Strom 80 Euro je Monat. Der Schornsteinfeger macht 65 Euro im Jahr. Heizung warten 90 Euro alle zwei Jahre.
  • Für Wasser und Abwasser werden jedes Jahr rund 500 Euro fällig, was in bestimmten Regionen mehr vom Wasserversorger als vom Verbrauch abhängt. An Grundsteuer und Winterdienst fallen 120 Euro pro Jahr an.
  • Weitere jährlich anfallende Kosten sind Müll- und Abfallentsorgung 250 Euro, Wohngebäude-/Hausrat-Versicherung 200 Euro und Haftpflichtversicherung 25 Euro.
  • Sie kommen auf monatliche Betriebskosten von über 350 Euro. Damit liegen Sie auch mehr als 100 Euro über den von Wohnexperten kalkulierten Nebenkosten. Zusätzlich müssen Sie noch anfallende Reparaturen und Instandhaltungen finanzieren. Bei älteren Gebäuden können diese Maßnahmen richtig ins Geld gehen.

Die Bildung einer Instandhaltungsrücklage sollte Ihr Einkommen leichter verkraften können, als die spätere Sofortfinanzierung ohne große Eigenmittel.

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