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Eigenen Leichnam für medizinische Zwecke zur Verfügung stellen - das sollten Sie dabei beachten

Es hört sich sicher etwas makaber an, wenn man seinen eigenen Leichnam für medizinische Zwecke zur Verfügung stellen möchte. So ungewöhnlich ist das nicht. Es gibt aber ein paar Dinge, die Sie beachten sollten.

Universitäten freuen sich über Ihren Leichnam.
Universitäten freuen sich über Ihren Leichnam.

Geben Sie Ihren Leichnam für medizinische Zwecke frei

  • Sie haben sich überlegt Ihren Leichnam für medizinische Zwecke freizugeben? Die Universitäten und die Medizinstudenten sind glücklich über diese Entscheidung.
  • Im Medizinstudium müssen die Studenten die notwendigen Kenntnisse über den menschlichen Körper erlangen. So sind die Universitäten auf Menschen wie Sie angewiesen, die Ihren Leichnam für diese medizinischen Kenntnisse freigeben möchten.
  • Die Verfügung über eine Körperspende bestimmen Sie natürlich noch zu Lebzeiten. Auch bekommen Sie einen entsprechenden Ausweis. Es ist auch wichtig, dass Sie alle Formalitäten bedenken, besonders wie Ihre Beisetzung vonstattengehen soll.
  • Ihr Leichnam wird vor dem Zersetzungsprozess geschützt, damit die angehenden Ärzte den menschlichen Körper kennenlernen können.
  • Da die Ausbildung der Medizinstudenten sehr umfangreich ist, können zwischen Ihrem Ableben und der Beisetzung bis zu vier Jahre vergehen.
  • Falls Sie in einer Beziehung stehen, sollten Sie vorab mit Ihrem Partner abstimmen, ob Ihre Meinung mit seiner übereinstimmt. Diese Entscheidung beeinflusst natürlich auch das Leben der Hinterbliebenen.
  • Falls Sie sich entschieden haben Ihren Leichnam für medizinische Zwecke zur Verfügung zu stellen, können Sie nicht darauf hoffen, dass es für die Hinterbliebenen Geld gibt. Es werden in der Regel lediglich die Überführungskosten sowie die Bestattung und Grabpflege von der jeweiligen Universität übernommen.
  • Ab der Volljährigkeit können alle Menschen ihre eigene Körperspende erklären.
  • In der Regel können die Universitäten nicht alle Körperspenden aufnehmen. Sie treffen deshalb meist eine Vorauswahl.
  • Nehmen Sie Kontakt mit der nächstgelegenen Universität auf. Sie erhalten dann auf dem postalischen Weg oder per E-Mail die entsprechenden Unterlagen. Lesen Sie sich diese ganz genau durch und fragen Sie nach, wenn für Sie etwas unklar ist. Sie erhalten meist einen Fragebogen zur Krankengeschichte, ein Erklärungsformular, welches vorformuliert ist, und ein Merkblatt. Auf dem Merkblatt stehen alle wichtigen Informationen für die Festlegung des letzten Willens und die Beisetzung.
  • Achten Sie darauf, dass aufgeführt wird, dass alle Informationen vertraulich behandelt werden. Die Universität wird sich dann bei Ihnen melden, ob Sie als Körperspender infrage kommen.
  • Falls die Wahl auf Sie fällt, bekommen Sie einen Körperspenderausweis, den Sie stets bei sich tragen sollten.
  • Zu Ihrer späteren Gedenkfeier werden in der Regel alle Studierenden eingeladen, damit Sie lernen den Tod zu respektieren und zu würdigen und damit sie erkennen, dass der Leichnam, den Sie für medizinische Zwecke freigegeben haben, keine Selbstverständlichkeit ist.
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