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Eidechsenplage - Tipps

In manchen Gegenden sind sie nur noch selten zu sehen, in anderen treten sie so zahlreich auf, dass sie Gartenbesitzern lästig werden - Eidechsen sind selten unbeliebt. Wenn Sie es jedoch mit einer Eidechsenplage zu tun haben, helfen folgende Tipps.

Eidechsen sind beliebt in der Natur - in der Wohnung jedoch unerwünscht.
Eidechsen sind beliebt in der Natur - in der Wohnung jedoch unerwünscht.

Wo Eidechsen sich wohlfühlen

Wenn Sie Eidechsen in Ihrem Garten haben, ist das eigentlich ein Grund zur Freude  - Ihr Garten ist ein gesundes Biotop, in dem sich die nicht ganz anspruchslosen Tiere wohlfühlen.

  • Zunächst müssen Sie sich sicher sein, dass Sie die Tiere auch richtig erkannt haben: Eidechsen können sogar ein knappen Meter groß werden - für gewöhnlich sind sie jedoch circa 20 Zentimeter lang. In Deutschland kommen fünf verschiedene Arten vor Die häufigste ist die Waldeidechse, die grau bis braun gefärbt ist. Eine Besonderheit der Eidechsen ist, dass sie ihren Schwanz bei Gefahr abwerfen können
  • An einem Ort, an dem Eidechsen sich gern aufhalten, muss es Sonnenplätze geben: Die wechselwarmen Tiere benötigen das morgendliche Sonnenbad, um auf eine Temperatur zu kommen, bei der ihre Stoffwechselvorgänge schnell arbeiten können.
  • Für Nahrung muss am Wohnort der Tiere gesorgt sein: Insekten sollten vorhanden sein. Dabei sind die Tiere nicht wählerisch und vertilgen Käfer, Spinnen und andere kleine Wirbellose.
  • Eidechsen verstecken sich bei Gefahr: Schlupflöcher, wie die Ritzen von Steinplatten oder Geäst sind für die Tiere optimale Schutzgeber.
  • Im Haus sind also meist nicht die optimalen Bedingungen geschaffen: Es ist zu kalt und die Wärmequelle der Sonne fehlt. Doch wenn sehr viele Tiere auftreten, kann es passieren, dass sich das eine oder andere in Ihr Haus verirrt und nicht mehr heraus findet.

Was uns an Eidechsen stört

Viele Menschen sehen Eidechsen eher als willkommene Gartengäste - sie fangen lästige Insekten weg und sind eine Konkurrenz für andere, unerwünschte Gartenbewohner, wie Schnecken. Doch in einigen Fällen werden aus den niedlichen Tieren Quälgeister und man spricht von einer Eidechsenplage:

  • Gerade in den Abendstunden zieht es die Tiere in Gebäude. Wenn nun viele Tiere im Garten sind, werden sie auch ihren Weg zu Ihnen ins Haus finden. Dort richten sie zwar keinen Schaden an, aber wer teilt schon sein Schlafzimmer gern mit wilden Reptilien?
  • Zudem kann es natürlich passieren, dass die Tiere aufgrund des Stresses oder Nahrungsmangel verenden. Da sie sich gern hinter Schränken verstecken, kann dies zu unangenehmen Gerüchen führen.
  • Trotzdem sollten Sie sich überlegen, ob Sie tatsächlich etwas gegen die Tiere unternehmen müssen - schließlich beißen sie nicht und halten das Haus von Mücken, Käfern und so weiter frei.

Was Sie gegen die Eidechsenplage tun können

Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie gegen die Eidechsen vorgehen möchten, helfen Ihnen folgende Tipps:

  • Machen Sie Ihr Haus eidechsensicher. Fenster, beispielsweise die des Kellers sollten Sie mit einem Gitter versehen, für Terrassentüren gibt es Fliegenschutz, der auch vor diesen Tieren schützt.
  • Bauen Sie eine Art "Schutzzone" vor Ihr Haus, indem Sie darauf achten, dass direkt vor möglichen Einstiegsstellen keine Ritzen oder Verstecke sind, in denen sich die Tiere wohlfühlen.
  • Versuchen Sie nicht, Fallen aufzustellen oder mit Gift zu hantieren. Eidechsen werden immer seltener und sollten nicht von Laien auf solche Art und Weise bekämpft werden.
  • Um der Lage Herr zu werden, können Sie die Eidechsen zunächst wieder nach draußen bringen (wenn möglich von Ihrem Haus entfernt). Schließlich können Sie davon ausgehen, dass sie nicht freiwillig Ihr Haus besiedeln. Um Sie zu fangen, können Sie sie mit einer Wärmequelle oder einer Heuschrecke locken. Anschließend stülpen Sie einen Eimer über sie und schieben einen Karton als Boden unter den Eimer.
  • Das Problem der Eidechsenplage werden Sie nicht haben, wenn Sie eine Katze besitzen oder teilweise auch einen Hund. Sie sind im Garten neben Greifvögeln die größten Feinde der Reptilien. Vielleicht hat ein Bekannter von Ihnen einen Hund, der gern auf Reptilienjagd geht.
  • In sehr schlimmen Fällen sollten Sie einen Kammerjäger zurate ziehen - dieser kennt sicher tierschutzgerechte Möglichkeiten, die Eidechsenplage einzudämmen.
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