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Ehestreit schlichten - so beruhigen Sie die Gemüter

Ist man Zeuge eines Ehestreits, so würde man sehr gerne die Gemüter wieder etwas beruhigen und den Streit schlichten. Achten Sie dabei darauf, dass Sie nicht zwischen die Fronten geraten.

Ein Ehestreit muss nicht laut werden.
Ein Ehestreit muss nicht laut werden.

Ein Ehestreit ist nicht nur für die Beteiligten unangenehm und schmerzlich. Auch etwaige weitere Anwesende fühlen sich in einer solchen Situation peinlich berührt und unwohl und würden den Streit gerne schlichten. Damit das funktioniert und Sie selbst dabei nicht auf einmal ins Visier der Streithähne geraten, sollten Sie ein paar Punkte beachten.

Grundsätzliche Aspekte beim Schlichten eines Ehestreits

  • Beziehen Sie inhaltlich keine Stellung: Egal, was Sie auch darüber denken, sobald Sie Ihre eigene Meinung dazu kundtun, haben Sie den einen Partner gegen sich. Durch Ihre Stellungnahme fühlt er sich angegriffen, was die Emotionen nur noch heftiger wallen lässt. Er wird Sie als neutralen Vermittler dann kaum noch akzeptieren. Deshalb halten Sie mit Ihrer Meinung hinter dem Berg, selbst wenn Sie darum gebeten werden.
  • Zeigen Sie Verständnis für die Emotionen: Es ist ganz natürlich, in bestimmten Situationen, wie in einem Ehestreit, Zorn oder Ärger zu spüren. Sagen Sie den Streithähnen, dass Sie gut verstehen können, dass jemand in solch einer Situation wütend ist. Damit signalisieren Sie den beiden, dass Sie sie nicht verurteilen oder für zu emotional halten.
  • Sagen Sie nie „So beruhigt euch doch erst einmal!“: Ein absoluter Kardinalfehler! Diese Aussage wird bei einem Ehestreit so gut wie immer als das aufgefasst, was sie auch ist: Eine versteckte Kritik und ein Erziehungsversuch. Sie kritisieren den Adressaten, dass er nicht ruhig ist, und dass er sich als erwachsener Mensch gefälligst anders verhalten sollte. Ist jemand schon ärgerlich, wird ihn diese Bemerkung erst recht auf die Palme bringen.

Konstruktive Mittel zum Streit schlichten

  • Helfen Sie beim Zuhören: In einem Ehestreit, der schon emotional aufgeladen ist, hören die Partner sich meist gar nicht mehr zu, sondern unterbrechen den anderen und bombardieren ihn mit den eigenen Argumenten. Damit Ruhe einkehren kann und sich die Gemüter wieder beruhigen, unterstützen Sie die Partner dabei, sich wieder zuzuhören. Stoppen Sie den Unterbrecher und bitten Sie darum, dass der andere ausreden darf. Seien Sie hartnäckig, Sie müssen die Gesprächspartner wahrscheinlich mehrfach dazu auffordern.
  • Vermeiden Sie Missverständnisse: Bitten Sie dann den Zuhörer, das Gehörte mit eigenen Worten zu wiederholen, um weitere Missverständnisse auszuschließen. Erst dann darf der andere seine Argumente bringen, wobei der Partner ihn ebenso wenig unterbrechen darf, ihm zuhören muss und das Gesagte wiederholen sollte.

Wenn Sie das konsequent einige Minuten durchhalten, dürften sich die Gemüter in der Tat wieder beruhigt haben, so dass eine sachlichere Diskussion des Themas wieder möglich wird.

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