- 26.05.2011 Sarah Müller
Die EHEC-Bakterien, die im Moment grassieren, sind eine aggressive Form des Darmbakteriums E.coli. Sie können eine Darminfektion auslösen, die harmlos ausgehen kann - die unter Umständen aber auch einen tödlichen Verlauf mit Nierenversagen als Symptom nehmen kann. Viele Menschen in Deutschland fühlen sich durch die Erreger bedroht. Doch es gibt Methoden, sich vor den gefährlichen Bakterien ziemlich sicher zu schützen und von daher eigentlich keinen Grund, in Panik zu geraten.
EHEC-Bakterien in Deutschland: Wie Sie sich schützen
Zuerst sollten Sie wissen: Zur gefährdeten Risikogruppe, bei denen die Krankheit unter Umständen einen sehr schweren Verlauf nehmen kann, gehören bei solchen Bakterien in der Regel sehr alte, sehr kranke oder sehr junge Menschen, also Säuglinge und Kleinkinder. Wenn Sie körperlich fit und gesund sind, ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass Ihr Immunsystem eine Ansteckung nicht verkraften würde.
- Trotzdem sollten Sie natürlich alles tun, was Sie können, um eine Ansteckung zu vermeiden. Zuallererst bedeutet dies, dass Sie sich nach jedem Benutzen einer öffentlichen Toilette und immer, wenn Sie nach Hause oder ins Büro kommen, gründlich die Hände waschen sollten. Zudem kann es nicht schaden, wenn Sie ein kleines Fläschchen mit Handdesinfektionsmittel oder ein Päckchen Desinfektionstücher dabei haben, um zwischendurch Ihren Hände zu reinigen.
- Außerdem sollten Sie alles Obst und Gemüse, das Sie kaufen, gründlich und bestenfalls zwei Mal waschen. So entfernen Sie die gefährlichen Bakterien.
- Da davon ausgegangen wird, dass sich die EHEC-Bakterien in Deutschland durch gedüngtes Obst und Gemüse verbreiten, wird außerdem davon abgeraten, abgepackte Fertigsalate zu essen. Es gilt: Essen Sie nur, was Sie selbst abwaschen können.
- Deshalb wird auch bei Kantinenessen im Moment zur Vorsicht geraten. In einer Kantine sollten Sie kein Obst und Gemüse essen und auch nichts, was neben Obst oder Gemüse lag. Generell sollten Sie von Kantinenessen absehen, wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, denn Sie kennen die hygienischen Standards der Küche nicht.
Generell gilt: Wenn ungewöhnliche Viren, oder wie in diesem Fall Bakterien ein auffallend aggressives Verhalten zeigen, wird in den Medien verstärkt darüber berichtet, um die Bevölkerung zu warnen. Diese "Panikmache" heißt aber keineswegs, dass Sie sich zu Hause einschließen oder im täglichen Leben eingeschränkt fühlen müssen. Selbst wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören, reicht es im Normalfall, einfach auf verstärkte Sauberkeit und Hygiene zu achten.