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Egg-Chair - so bauen Sie den Designersessel selber

Dekorativ, bequem und künstlerisch - einen Egg-Chair hätte jeder gerne. Doch was den Egg-Chair noch attraktiver macht als er es sowieso schon ist, ist die Eigenkonstruktion. Es ist nicht nur billiger , sich den Egg-Chair selbst zu entwerfen, sondern auch der Künstler in einem freut sich, seiner Fantasie mehr oder weniger freien Lauf zu lassen. Wie auch Sie schnell und einfach zum individuellen Egg-Chair-Nachbau kommen, erfahren Sie hier.

Einen Egg Chair kann jeder bauen.
Einen Egg Chair kann jeder bauen.

Was Sie benötigen:

  • Spanplatte 60x60cm
  • Drehkreuz
  • 5 kleinere Platten
  • 2 schmale kurze Bretter
  • Schleifpapier
  • Säge
  • Schrauben
  • Bauschaum
  • Feile
  • Expoxidharz
  • Schaumstoff

Egg-Chair selber bauen

  1. Zunächst benötigen Sie eine Spanplatte und ein Drehkreuz, welches Sie zuvor entweder von einem alten Sessel abschrauben oder neu kaufen können. Ratsam und billig ist es, beim Bauhof Ausschau danach zu halten und es praktisch gratis von gerade entsorgten Möbeln abzunehmen. Bei der Spanplatte sollten Sie auf eine Größe von circa 60 auf 60 cm achten, damit der Egg-Chair am Ende auch ein echter Egg-Chair wird.
  2. An die Spanplatte befestigen Sie waagrecht schließlich fünf weitere Platten - drei für die Rückenlehne und die zwei übrigen - und möglichst niedriger stehenden - als Seitenlehnen für Ihren Sessel. Achten Sie dabei vor allem darauf, dass sich beim Anbringen ein geringfügig nach außen gewölbter Halbkreis bilden sollte. In der Höhe der Schläfen fehlen nun noch zwei schmale, kurze Bretter, die Sie erneut an die Rückenlehne montieren und dabei denselben Halbkreis ziehen wie beim Monieren der Armlehnen.
  3. Weil Sie alle Teile des Sessels abrunden müssen, um ihn zum Egg-Chair zu machen, dürfen Sie vorerst nichts endgültig befestigen. Markieren Sie noch bei der Vormontage genau, welche Teile des Sessels sich am Ende wo befinden sollen und bauen Sie Ihre Konstruktion zum Sägen schließlich wieder auseinander. Erst nach dem Kürzen und Schleifen der Teile können Sie die einzelnen Passagen wirklich festsitzend miteinander verschrauben.
  4. Haben Sie alles niet- und nagelfest miteinander verbunden, so geht es an den letzten Schliff. Dabei müssen Sie den Egg-Chair zunächst mit Bauschaum bedecken, der von Ihnen vor dem Aushärten in die entsprechende Form gebracht werden kann. Auch nachdem der Schaum getrocknet ist, können Sie notfalls mit Messer und Feile noch Einfluss auf die Endformung nehmen.
  5. Nach dem vollständigen Aushärten des Bauschaumes sollten Sie Ihr Konstrukt mit mehreren Schichten Expoxidharz versehen, auf das Sie schließlich entsprechendes Gewebe anbringen, um das gesamte Konstrukt zu stabilisieren. Auf der Sitzfläche, das heißt also auf seiner Innenseite, überziehen Sie den Stuhl anschließend mit einer - mehrere Zentimeter dicken - Schicht aus hartem Schaumstoff, den Sie zuvor mit Schere und Teppichmesser ebenfalls in die gewünschte Form bringen.
  6. Am Ende geht es nun an die Gestaltung. Kaufen Sie sich einen (am besten elastischen) Stoff Ihrer Wahl und überziehen Sie den Stuhl damit, die Farbe bleibt natürlich Ihnen überlassen. Wenn Sie das Konstrukt von oben damit beziehen, so können Sie die unschöne Öffnung einfach unten unter den Sessel schieben und an seinem Boden festtackern. Ratsam ist es außerdem, den dünnen Stoff noch einmal mit einem dickeren zu beziehen, weil der Sessel sich so nicht so leicht abnutzen lässt und sich der endgültige Bezug auf Elastan leichter in die richtige Form rücken lässt.

Vielleicht wird Ihr Sessel so nicht genauso aussehen wie aus dem Möbelhaus, aber das ist ja gerade der Sinn der Sache. Wer selbst einen Egg-Chair herstellt, hat eines auf jeden Fall: Ein Einzelstück, das sonst keiner auf der Welt besitzt.

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