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Echter Absinth - das wird darunter verstanden

Nicht jedes Getränk, das unter der Bezeichnung Absinth angeboten wird, verdient den Namen. Daher wird oft der Zusatz "echter" verwendet, damit Sie das Original erkennen können. Der Unterschied ist so groß, dass Sie ihn auch als Laie schmecken können.

Vieles wird als Absinth angeboten.
Vieles wird als Absinth angeboten. © December-Girl / Pixelio

Das ist Absinth

  • Das Getränk basiert auf einem alkoholischen Auszug von verschiedenen Kräutern, zu denen immer Wermut, Anis und Fenchel gehören. Der Name Absinth geht auf die lateinische bzw. griechische Bezeichnung von Wermut (Artemisia absinthium) zurück.
  • Der Alkoholanteil ist mit 45% bis 85 % sehr hoch. Daher wird Absinth üblicherweise mit Wasser verdünnt. Das Wasser sorgt für eine Eintrübung des grünen bzw. bräunlichen Getränks.
  • Das ätherische Öl Thujon ist Bestandteil des Wermuts und in hohen Dosen giftig. Viele Krankheitsbilder wurden auf den Genuss des Getränks, in dem das Öl enthalten ist, zurückgeführt. Die Krankheit wurde als Absinthismus bezeichnet. Ursache waren aber eher mit Methanol verunreinigter Alkohol oder Stoffe, die dem Getränk beigefügt wurden, um die grüne Farbe zu erhalten. Auch dürfte es sich oft einfach um übermäßigen und regelmäßigen Alkoholkonsum gehandelt haben.

Kennzeichen "echter" Wermutspirituosen

  • Echter Absinth entsteht, indem die genannten Kräuter in Alkohol eingeweicht werden. Danach wird der Alkohol destilliert. Dabei bleiben die meisten Bitterstoffe zurück. Nun werden dem Getränk eine Mischung aus pontischem Wermut (pontischer Beifuß), Ysop, Minze und Melisse zugegeben, was die grüne Farbe bewirkt.
  • So zubereitet ist das Getränk kaum oder gar nicht bitter. Ein unangenehmer bitterer Geschmack bedeutet, dass auf das Destillieren verzichtet wurde oder ein Wermutextrakt verwendet worden ist. So schmeckt kein echter Absinth.
  • Die Farbe des echten Getränks darf nicht stabil sein. In der Sonne muss das Grün schnell in gelbliches Grün oder Braun umschlagen, denn Chlorophyll verändert sich im Licht. Daher bekommt sehr alter Absinth eine Bernsteinfarbe. Stabiles Grün spricht für künstliche Farbstoffe.
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