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Echte Lichtschwerter - so funktionieren sie

Spätestens seit Star Wars sind sie Ihnen bekannt: Lichtschwerter. Je weiter die Technik im realen Leben sich entwickelt, desto näher rückt dabei die Vorstellung, die Ente am Erntedank schon bald nicht mehr mit dem Messer zerteilen zu müssen, sondern ohne den geringsten Kraftaufwand mit einem echten Lichtschwert zerschmelzen zu können. Doch wie soll das Schwert eigentlich funktionieren und wie weit ist die Technik tatsächlich?

Gibt es statt Schwerter bald Lichtschwerter?
Gibt es statt Schwerter bald Lichtschwerter? © Winter / Pixelio

Die Lichtschwerter aus Star Wars

  • Die Lichtschwerter, die Sie aus Star Wars kennen, sind grundsätzlich immer nach demselben Prinzip aufgebaut - ganz egal wie sehr sie sich äußerlich auch unterscheiden. In etwa sind die Schneide- und Kampfwerkzeuge zwischen fünfundzwandzig und dreißig Zentimeter lang, wobei sich an ihrem Ende ein Chromgriff mit einem Klingenemitter befindet. Zudem ist am Griff der Schwerter ein Knopf angebracht, mit dem sie sich einschalten lassen, wobei auch die exakte Klingenlänge durch einen in den Griff eingebauten Regler eingestellt werden kann.
  • Zur Funktionsweise der Schwerter sollten Sie wissen, dass sich im Inneren eine Energiezelle befindet, die sich hauptsächlich auf Kristallen stützt. Aktiviert man das Lichtschwert nun am Griff, so gibt die Energiezelle, wie der Name schon sagt, Energie ab, welche anschließend durch eine Emittermatrix wandert und durch die zusammenwirkenden Kristalle gebündelt werden kann.
  • Nun fragen Sie sich sicher, wie aus dem gerade beschriebenen Vorgang eine Klinge entstehen soll. Das hat Star Wars sich folgendermaßen vorgestellt: Die gebündelte Energie fließt nun zunächst durch eine positiv geladene Linse, bevor sie durch eine negative Flussblende wieder in die Energiezelle zurückkehrt, sodass durch die Wechselwirkung ein Energiestrahl erzeugt wird.
  • Und wie machen die das, dass sie sich beim Gebrauch des Schwerts nicht selbst am Energiestrahl verbrennen? Ganz einfach: Sie müssen sich die Wirkung des Energiestrahls als begranzt vorstellen. Solange die unsichtbare Klinge also nicht auf ein Widerstandsobjekt trifft, tut sich überhaupt nichts. Sie haben absolut Recht, wenn Sie jene Technik in Frage stellen, denn so durchdacht sich das alles auch anhört: für die Realität wird es nicht funktionieren. 

Wie weit die Technik mit echten Schwertern ist

  • Vielleicht haben Sie es schon irgendwo gesehen: Tatsächlich gibt es Firmen, die angeblich echte Lichtschwerter vertreiben. Das beliebig farbige Licht, das ein Laser im Griffinneren der Produkte erzeugt, lässt sich dabei genau wie oben beschrieben ein- und abschalten, auch ein- und ausfahren, zu einem echten Lichtschwert macht sie das aber noch lange nicht.
  • So lässt sich mit der Energie von Licht heute zwar mehr anstellen, als noch vor 10 Jahren, jedoch ist eine Bündelung für das Schneiden von beispielsweise Metallen auch heute noch Zukunftsmusik, weil eine derart hohe Temperatur durch Licht nur schwer zu erzeugen ist. Die Schwerter, die Sie heute erwerben können, sind in ihren Grundzügen aus normalen Lasern aufgebaut, die durch parallele Wellenlienen einen gebündelten Laserstrahl erzeugen.
  • In der Zukunft werden Sie womöglich dennoch auf ein echtes Lichtschwert a la Star Wars kommen können. So überlegt man sich, extrem hoch temperiertes Plasma in ein Magnetfeld einzulassen, welches sich in einem Schwertgriff verstauen ließe. Befände sich an dem Schwertergriff nun ein Einschaltknopf, so müsste dieser dafür sorgen, dass das Magnetfeld abgebaut wird und das Plasma dementsprechend nach vorne gezogen wird. Dass es bisher keine derartig konstruierten Lichtschwerter zu kaufen gibt, liegt dabei gerade an der unvorstellbar hohen Temperatur des Plasmas, die beim Arbeiten mit dem Stoff zu Problemen und Gesundheitsgefährdung führt.

Aber keine Angst: Plasmakanonen gibt es auch heute schon. Das sollte Ihnen doch zumindest Hoffnung geben, dass Sie das Zerschneiden der Erntedank-Ente mit einem echten Lichtschwert tatsächlich noch erleben dürfen.

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