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Durchschnittseinkommen in Deutschland - Wissenswertes zur Einkommenssituation in der Bundesrepublik

Das Durchschnittseinkommen in der Bundesrepublik Deutschland hat über die Jahrzehnte einen natürlichen Trend nach oben erfahren. Hat sich dadurch jedoch die tatsächliche Einkommenssituation mitsamt der Lebensverhältnisse verbessert?

Betrachten Sie das Durchschnittseinkommen kritisch.
Betrachten Sie das Durchschnittseinkommen kritisch.

Das Durchschnittseinkommen in Deutschland - eine Nation der Mehrverdiener?

  • In der Politik oder in manchen Fernsehsendungen kann es manchmal durchaus heißen, dass die deutschen Arbeitnehmer über die letzten Jahrzehnte von einer deutlichen Erhöhung des Einkommens profitieren durften. Sieht man dann allerdings einmal genauer hin, so ist es um das tatsächliche Durchschnittseinkommen bzw. um seine Entwicklung nicht derart positiv bestellt, wie es hin und wieder dargestellt wird.
  • Bei der Betrachtung des durchschnittlichen Einkommens in Deutschland ergibt sich ein immenser Unterschied, wenn man nur die bloßen Löhne und Gehälter betrachtet - sowohl brutto als auch netto - oder zusätzlich auch die Preisentwicklung berücksichtigt. In letzterem Fall wird in diesem Kontext daher von "Realeinkommen" gesprochen, da es die tatsächliche Kaufkraft der Bürger abbildet und das sich ebenfalls entwickelnde Preisniveau nicht ignoriert.

Das durchschnittliche Einkommen in der BRD

  • Das Durchschnittseinkommen in der Bundesrepublik Deutschland beläuft sich laut Statista auf rund 2.700 Euro im Monat (Stand 4. Quartal 2011). Arbeiter und Angestellte verdienten demzufolge durchschnittlich 2.800 bzw. 3.200 Euro, wohingegen Selbstständige und Beamte mit jeweils ca. 4.000 Euro deutlich mehr Geld ausgezahlt bekamen. Studenten und Arbeitslose bilden mit 1.000 und 1.400 Euro das Schlusslicht.
  • Wie bereits erwähnt, muss jedoch der realen Kaufkraft ebenfalls Rechnung getragen werden, um zu erkennen, wie sich die finanzielle Situation derzeit in Deutschland gestaltet. Das durchschnittlich verfügbare Nettoeinkommen beläuft sich dabei im Jahre 2011 auf ca. 1.300 Euro.
  • Für manche Berufsbilder ist festzustellen, dass in jenen deutlich weniger verdient wurde als noch im Jahre 1990. Schuld an diesem Umstand sind mitunter die steigenden Verbraucherpreise, gestrichene Sonderleistungen und nicht zuletzt die Wirtschaftskrise.
  • Besonders benachteiligt von der Entwicklung des Durchschnittseinkommens zeigen sich Ärzte, Zahntechniker, Informatiker und Werbefachleute. Erstere gehören aber auch weiterhin noch zu den Topverdienern. Deutlich mehr als vor zwanzig Jahren verdienen Personen, die im Bankensektor, in der Verwaltung oder im Maklergeschäft tätig sind.
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