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Dürfen Banken Porto für Jahressteuerbescheinigungen erheben? - Wissenswertes

Banken und Sparkassen senden ihren Kunden, wenn von diesen ausdrücklich gewünscht oder nicht anderweitig vereinbart, Kontoauszüge und weitere Unterlagen per Post zu. Vielen Kunden stellt sich dabei die Frage, ob Banken auch noch Porto für die Jahressteuerbescheinigungen erheben dürfen.

Bankgebühren nicht ungeprüft hinnehmen
Bankgebühren nicht ungeprüft hinnehmen

Banken oder Sparkassen erstellen die Jahressteuerbescheinigung, um ihren Kunden gutgeschriebene Zinsen und Erträge sowie einbehaltene Steuern des vorhergehenden Anlagejahres zu bestätigen. Diese Steuerbescheinigung wird auf Antrag zu Beginn eines neuen Jahres an Kunden ausgegeben.

Porto für Jahressteuerbescheinigungen

Eine Jahressteuerbescheinigung benötigen Sie für Ihr Finanzamt, wenn Sie aufgrund eines niedrigen persönlichen Steuersatzes (unter 25 Prozent) zu viel Abgeltungssteuer bezahlt haben und Sie diese im Rahmen der Steuererklärung zurückbekommen möchten. Die Bescheinigung müssen Sie im Original vorlegen.

  • Seit der Einführung der von der Bank automatisch abzuführenden Abgeltungssteuer werden Jahressteuerbescheinigungen nur noch bei Bedarf ausgestellt. Sie müssen diese daher bei Ihrer Bank oder Sparkasse beantragen.
  • Die Frage, ob Banken für das Zusenden der Bescheinigung Porto erheben dürfen, lässt sich ganz einfach beantworten. Dazu reicht ein Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis oder man fragt seinen Kundenbetreuer bei der Bank.
  • Jahressteuerbescheinigungen sind eine Extraleistung des Geldinstituts, wobei deren Erstellung Sie als Kunden nichts kostet. Für das Zusenden des von Ihnen verlangten Dokuments ist es üblich, Porto zu erheben.
  • Das gilt in jedem Fall für eine Direktbank. Bei einer Filialbank dürfen Sie auch die persönliche Abholung der Bescheinigung vereinbaren. Dann entfallen etwaige Portogebühren.

Banken dürfen nicht jegliche Gebühren erheben

Welche Gebühren eine Bank erheben darf, hängt vom entsprechenden Preis- und Leistungsverzeichnis ab. Andere Gebühren regelt das Gesetz.

  • Gerichtlich anerkannt ist der Grundsatz, dass Kreditinstitute nur dann Gebühren erheben dürfen, wenn Kunden gegenüber eine bestimmte Serviceleistung erbracht wird. Gebühren darf die Bank zum Beispiel nicht für das Abheben von Bargeld am Automaten und am Bankschalter erhoben werden. Eine kostenlose Variante muss angeboten werden.
  • Erfüllt die Bank eine gesetzliche Pflicht (Freistellungsauftrag, Steuerbescheinigung), sind Gebühren ebenso unzulässig wie bei Kontoauflösung oder beim Ausstellen einer Löschungsbewilligung der Grundschuld.

Gebühren (Porti) müssen Sie als Bankkunde dann bezahlen, wenn Sie sich bewusst für eine kostenpflichtige Dienstleistung (beispielsweise Zusenden der Kontoauszüge) entscheiden. Auf Kulanz können nur die besten Kunden der Bank hoffen.

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