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Dübel einkleben - so geht's mit Holzdübeln

Um Teile stabil und sicher zusammenzuhalten, ist die Verwendung von Holzdübeln eine sehr praktische Maßnahme. Hierzu müssen Sie in ein Werkstück den Holzdübel fest einkleben und ihn dann in das vorgebohrte Loch des zweiten Werkstückes schieben. Dabei ist es wichtig, sehr exakt zu arbeiten, damit die beiden Teile perfekt zusammenpassen.

In einfacheren Antiquitäten finden sich häufig Holzdübel.
In einfacheren Antiquitäten finden sich häufig Holzdübel.

Was Sie benötigen:

  • Holzdübel
  • Leim
  • Nagel
  • Kneifzange
  • Hammer
  • Bohrmaschine mit Holzbohrer
  • Tiefenanschlag oder Klebeband
  • Metermaß

Nach dem sogenannten Zinken ist der Einsatz von Holzdübeln die älteste Methode, um Holzteile miteinander zu verbinden, weshalb man Holzdübel-Verbindungen häufig in einfacheren Antiquitäten findet. Aber auch heute werden noch immer Holzdübel verwendet. Damit diese Verbindung mehrerer Werkstücke nicht sichtbar ist, müssen Sie beim Vorbohren und Einkleben sehr sorgsam vorgehen. Tun Sie das nicht, passen die Werkstücke später nicht richtig zusammen oder fallen wieder auseinander.

Die richtigen Positionen der Dübel festlegen

Das größte Problem bei der Verwendung von Holzdübeln ist nicht das Einkleben, sondern vielmehr das exakte Festlegen der Positionen. Dabei ist weniger die Stelle gemeint, in der Sie den Holzdübel einkleben, sondern vielmehr die richtige Position des Loches im Gegenstück. Dazu können Sie Anreißhilfen aus dem Baumarkt oder Ähnliches verwenden. Wenn der Einsatz von Holzdübeln jedoch eher selten bei Ihnen vorkommt, können Sie sich mit einem Trick helfen.

  1. Legen Sie in einem der beiden Werkstücke die Position fest, in die Sie später den Holzdübel setzen möchten. Bevor Sie jedoch ein Loch für den Dübel hineinbohren, schlagen Sie vorsichtig einen kleinen Nagel hinein. Bitte achten Sie darauf, dass der Nagel absolut senkrecht aus dem Holz ragt.
  2. Nun zwicken Sie mithilfe der Kneifzange den eingeschlagenen Nagel bis auf etwa 3mm über dem Holz ab. Dadurch erhält das Nägelchen eine zweite Spitze.
  3. Nehmen Sie nun das zweite Werkstück zur Hand und halten beide Teile nun exakt so zusammen, wie Sie später sitzen sollen. Wenn Sie die korrekte Position haben, drücken Sie sie fest zusammen. Dadurch drücken Sie durch die Spitze des abgezwickten Nagels ein kleines Loch in das Gegenstück.
  4. Ziehen Sie dann den abgezwickten Nagel aus dem ersten Werkstück.

Exaktes Bohren ist unerlässlich

Jetzt haben Sie an beiden Werkstücken die exakten Positionen für den Holzdübel festgelegt. Nun sollten Sie noch eine Vorkehrung treffen, damit Sie die beiden Löcher nicht allzu tief, aber auch nicht zu kurz, bohren.

Der von Ihnen gewählte Bohraufsatz sollte lieber einen Hauch zu groß, als zu klein sein. Wird Ihr Bohrloch nicht 100%ig gerade, können Sie den Dübel vor dem Einkleben noch bewegen und seinen Sitz korrigieren.

  1. Logisch ist, dass die Tiefe jedes Loches mindestens die Hälfte der Dübellänge betragen muss. Spannen Sie einen passenden Holzbohrer in Ihre Bohrmaschine ein. Wenn die Maschine über einen Tiefenanschlag verfügt, können Sie ihn auf die richtige Höhe setzen. Alternativ dazu können Sie sich jedoch auch hier mit einem Trick helfen, indem Sie die richtige Bohrtiefe mit ein wenig Klebeband am Bohraufsatz markieren. Als Maß dient bei beiden Methoden die Hälfte der Holzdübellänge; lieber 1-2mm mehr als zu wenig.
  2. Nun müssen Sie noch darauf achten, dass Sie die beiden Löcher absolut senkrecht bohren. Am besten geht dies natürlich mit einem Standbohrer, den Sie aber bei aller Wahrscheinlichkeit nicht besitzen. Wichtig ist es deshalb, dass das Werkstück zum Bohren möglichst gerade ausgerichtet und gut fixiert wird. Dies macht exaktes Bohren einfacher.

Nun kommt das Einkleben des Dübels

Haben beide Bohrlöcher die gewünschte Tiefe, sollten Sie deren exakten Sitz erst ausprobieren, bevor Sie den Dübel einkleben.

  1. Stecken Sie dazu den Holzdübel in eines der beiden Löcher und setzen Sie die beiden Werkstücke dann zusammen. Sind die Löcher tief genug, sollten die beiden Teile exakt aufeinander passen. Sollten Sie beim testweisen Zusammenstecken festgestellt haben, dass die zusammengesetzten Teile wackeln, sollten Sie zum Einkleben besser einen Leim verwenden, der die zu großen Dübellöcher etwas auffüllt. Hierzu ist ein PU-Leim besser geeignet, als ein normaler Holzleim, der beim Trocknen schrumpft.
  2. Nehmen Sie die Teile dann wieder auseinander und bestreichen Sie den Holzdübel dann satt mit dem geeigneten Leim. Beachten Sie dabei die Anwendungshinweise auf der Verpackung.
  3. Dann stecken Sie den Holzdübel wieder in das Loch des einen Werkstückes und stecken das Gegenstück exakt darauf. Fixieren Sie die beiden zusammengesetzten Teile und lassen Sie den Leim gut trocknen.

Im Falle, dass Sie die beiden Werkstücke mit mehreren Holzdübeln verbinden möchten, müssen Sie die oben genannten Handgriffe natürlich mehrfach direkt nacheinander ausführen und erst dann den Leim aufbringen und die Werkstücke endgültig zusammenkleben.

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