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Druckausgleich funktioniert nicht - so gehen Sie damit um

Druckausgleich funktioniert nicht - so gehen Sie damit um1:23
Video von Bianca Koring1:23

Funktioniert der Druckausgleich nicht, kann das ziemlich unangenehm werden - und vor allen Dingen auch schmerzen. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, warum das so ist, und Sie können Abhilfe schaffen.

Was Sie benötigen:

  • Hals-Nasen-Ohren-Arzt

Ein Druckausgleich muss ganz von alleine klappen

Sie sind bestimmt schon einmal geflogen und haben kurzfristig Probleme mit dem Druckausgleich bekommen. Gerade Kinder und Babys habe große Probleme damit. Wenn erst einmal eine gewisse Höhe erreicht ist, gleicht sich der Druck wieder aus. Dies geschieht ganz automatisch.

  • Wie für vieles, gibt es auch hier eine physikalische Erklärung, wenn der Druckausgleich nicht funktioniert: Der Luftdruck in Ihrem Mittelohr kann sich nicht mit dem Umgebungsdruck anpassen.
  • So bekommen Sie meist auch Schwindel, manchmal auch Übelkeit. Diese Symptome entstehen, weil sich das Gleichgewichtsorgan im Mittelohr befindet.
  • Normalerweise sollte der Druckausgleich zügig funktionieren. Der Druck im Mittelohr passt sich über die sogenannte Ohrtrompete dem Druck an. Die Ohrtrompete ist das Verbindungsstück zwischen Ohr und Mundhöhle.
  • Besonders bei Schnupfen ist zum Beispiel das Fliegen sehr unangenehm und sogar ziemlich schmerzhaft. Deshalb sollten Sie eher bei einer Erkältung nicht ins Flugzeug steigen.
  • Falls der Druckausgleich sehr oft nicht mehr funktioniert, sollten Sie einen HNO-Arzt aufsuchen. Es können beispielsweise auch organische Ursachen daran schuld sein wie beispielsweise eine Entzündung des Gehörgangs oder des Mittelohrs. Aber auch Ohrenschmalz nimmt gerne mal die Schuld auf sich.

Wenn der Ausgleich nicht funktioniert

Falls es erst einmal nun gar nicht funktioniert mit dem Druckausgleich, können Sie etwas nachhelfen:

  • Ein sehr bekannter Trick ist das Gähnen. Die Schleimhäute werden dabei gedehnt. So ist der Zugang zur Ohrtrompete größer.
  • Auch ein Kaugummi oder ein Bonbon kann helfen. Beim Beispiel Flug können Sie vor dem Start und vor der Landung Kaugummi kauen. Die Ohrtrompete wird durch diese Bewegungen ebenfalls bewegt.
  • Taucher haben einen Trick, falls alles nichts hilft: Atmen Sie einmal tief ein und halten Sie sich direkt danach die Nase zu. Nun schließen Sie den Mund. Jetzt können Sie durch die Nase atmen. Ein erhöhter Druck entsteht so im Rachenraum und Mund. Die Blockade könnte so gelöst werden. Aber Achtung: Bevor Ihnen schwindelig oder übel wird, lieber nicht zu viel Druck aufbauen.
  • Falls Sie schon vorher wissen, dass der Druckausgleich nicht so gut funktioniert, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie nicht ein abschwellendes Nasenspray zum Beispiel beim Fliegen nehmen können. Eine halbe Stunde vor dem Start etwas Spray in beide Nasenlöcher sprühen. Dadurch, dass die Schleimhäute abschwellen, können auch die Ohrtrompeten weiter werden. Die Wirkung hält in etwa drei Stunden an.
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