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Druck auf Leinwand - so hängen Sie ein modernes Triptychon auf

Die Ursprünge des Triptychons sind in dreiteiligen Gemälden oder Relieftafeln zu finden. Mit christlichen Motiven versehen und mit beweglichen Seitenteilen, die man zuklappen kann, findet sich das Triptychon auch als eine Form des Flügelaltars. In der modernen Kunst sind Triptychen heute meist als dreiteilige Bilder zu finden. Wenn Ihnen diese Kunstform gefällt, Sie jedoch nicht viel Geld ausgeben möchten, können Sie sogar in Deko-Abteilungen von Baumärkten fündig werden. Dort finden Sie häufig dreiteilige Bilder, die als Druck auf Leinwand aufgezogen sind. Das Aufhängen ist jedoch eine kleine Herausforderung. Ein gutes Augenmaß und akkurate Vorgehensweise sind dabei gefragt.

Für den dekorativen Effekt ist Perfektion wichtig.
Für den dekorativen Effekt ist Perfektion wichtig.

Was Sie benötigen:

  • Metermaß
  • lange Wasserwaage
  • Bleistift
  • 6 Bilderhaken mit passenden Nägelchen
  • 6 Nägel
  • Hammer

Die Wirkung eines Triptychons entsteht dadurch, dass die drei rahmenlosen Teile des Bildes direkt und mit gleichem Abstand nebeneinander aufgehängt werden. Wenn Sie keinen dreiteiligen Druck auf Leinwand gefunden haben, besteht eine moderne Alternative darin, drei identische, aufgezogene Leinwanddrucke exakt nebeneinander zu hängen. Eine besonders gute Wirkung erzielen Sie hierbei, indem Sie Bilder mit möglichst puristischen Motiven verwenden. Diese müssen nicht unbedingt abstrakte Kunst zeigen, sondern können zum Beispiel eine Nahaufnahme einer Blüte abbilden.

So befestigen Sie Bilderhaken am Keilrahmen

Die drei bedruckten Leinwände sollten ohne sichtbaren Bilderrahmen auf einem Keilrahmen aufgezogen sein. Befinden sich bereits an jedem Bild zwei Bilderhaken, können Sie sofort mit dem Ausmessen und Aufhängen beginnen. Ansonsten müssen Sie sich erst Bilderhaken besorgen und auf der Rückseite der Leinwandbilder anbringen. Dabei ist Präzision gefragt.

  1. Besonders gut geeignet zum Aufhängen der Bilder an Nägeln oder Schrauben sind die messingfarbenen Bilderhaken, die aus einem kleinen Plättchen mit einer daran befestigten, dreieckigen Öse bestehen. Diese Bilderhaken bekommen Sie im Baumarkt. Pro Druck benötigen Sie zwei Haken.
  2. Bei der Größe dieser Bilderhaken müssen Sie sich weniger nach dem Gewicht des Bildes, sondern vielmehr nach den Maßen der Holzlatten, aus denen der Keilrahmen besteht, richten. Die an der Oberkante des Rahmens waagerecht verlaufende Latte gibt Aufschluss über die Größe der Bilderhaken. Diese sollten Sie nämlich so befestigen, dass die Aufhängungen von vorne nicht mehr sichtbar sind, sondern vom Druck abgedeckt werden.
  3. Demnach müssen Sie die Breite dieser quer verlaufenden Latte kennen, damit Sie den Bilderhaken von vorne unsichtbar darauf festnageln können. Das Maß des aufgeklappten Hakens sollte deshalb etwa 2-3 Millimeter weniger in seiner Höhe betragen als die Holzlatte.
  4. Zum Befestigen der Haken an den Bildern, markieren Sie auf dem Rahmen zuerst exakt die Mitte, messen dann nochmals die Mitte der beiden Hälften aus und ziehen jeweils einen gut sichtbaren Bleistiftstrich.
  5. Legen Sie dann einen Bilderhaken so auf den Rahmen, dass die Spitze nicht darüber hinausragt und sich ihre Mitte genau auf dem Bleistiftstrich befindet. Dann nageln Sie den Haken mit den beiliegenden zwei Nägelchen gerade fest.
  6. Mit dem zweiten Haken verfahren Sie genauso und befestigen auf diese Weise insgesamt sechs Bilderhaken auf den drei Bildern. Achten Sie darauf, dass der Abstand eines Hakens zur Oberkante der Leiste überall gleich ist.

Exaktes Ausmessen der Leinwanddrucke ist wichtig

Der nachfolgende Vorschlag für das Ausmessen ist nicht so kompliziert, wie er sich anhört. Es ist nur wichtig, dass Sie absolut präzise arbeiten.

  1. Auf der Vorderseite der Drucke markieren Sie mit einem ganz leichten Bleistiftstrich, an welchen Stellen sich die Mitte der Bilderhaken befindet.
  2. Legen Sie die Leinwände mit dem Druck nach oben in einer geraden Linie nebeneinander auf den Fußboden. Dabei können Sie sich zum Beispiel an einer Teppichkante orientieren.
  3. Nun legen Sie fest, wie groß die beiden seitlichen Abstände zwischen den drei Bildern jeweils sein sollen. Bei Triptychen sollte der Abstand nicht zu groß sein.
  4. Dann messen Sie die Abstände der Bilderhaken aus. Dabei orientieren Sie sich an den beiden Haken des mittleren Bildes. Notieren Sie sich, wie viel Zentimeter es vom rechten Haken des Mittelbildes bis zum linken Haken des rechten Bildes sind. Dabei müssen Sie die Leinwände nicht umdrehen, denn Sie haben auf der Vorderseite die Markierungen gesetzt (vgl. Schritt 1).
  5. Auf die gleiche Weise messen Sie den Abstand von der linken Markierung des Mittelbildes zur rechten Markierung des linken Bildes. Diese beiden genommenen Maße sollten nun identisch sein. Wenn nicht, haben Sie einen Fehler gemacht.

Jetzt erst kann das Triptychon aufgehängt werden

  1. Beginnen Sie mit dem mittleren Druck. Halten Sie ihn an die Wand und legen Sie fest, wo Sie ihn aufhängen möchten.
  2. Schlagen Sie den linken Nagel so gerade wie möglich in die Wand ein. Messen Sie am Bild den Abstand zum rechten Nagel. Mithilfe von Metermaß und Wasserwaage (wichtig!) markieren Sie auf der Wand, wo der rechte Nagel sitzen soll. Schlagen Sie diesen dann ebenfalls ein und hängen Sie das Bild auf. Überprüfen Sie mithilfe der Wasserwaage, ob es gerade hängt.
  3. Dann nehmen Sie das Mittelbild wieder ab, messen mit Metermaß und Wasserwaage aus, wo der linke Nagel des rechten Bildes sitzen soll. Dabei verwenden Sie natürlich das unter Schritt 4 notierte Maß. Schlagen Sie den Nagel ein, messen Sie wieder mit Metermaß und Wasserwaage die Stelle für den zweiten Nagel aus und hängen Sie das rechte Bild auf.
  4. Überprüfen Sie, ob beide Bilder exakt gerade und gleich hoch hängen, und befestigen Sie dann das linke Bild auf die gleiche Weise.

Haben Sie alles richtig gemacht, hängen alle drei Leinwanddrucke gerade und in einer Linie. Außerdem ist der Abstand der beiden seitlichen Bilder zum Mittelbild identisch.

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