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Dressurpferd - so reiten Sie korrekte Traversalen

Traversalen gehören bereits zu den schwereren Lektionen in der Dressur, das Dressurpferd muss eine Bewegung nach vorne und gleichzeitig zur Seite ausführen. Hierfür ist ein feines Zusammenspiel der verschiedenen Hilfen des Reiters nötig.

In der Traversale ist das Pferd in die Bewegungrichtung gestellt.
In der Traversale ist das Pferd in die Bewegungrichtung gestellt. © Jessica_Konrad / Pixelio

Generelles über Traversalen

  • Diese Lektion gehört bereits zu den schwereren Lektionen in der Dressur, da sie hohe Ansprüche an die Rittigkeit des Dressurpferdes und die Fähigkeit des Reiters stellt.
  • Die Traversale ist eine Vorwärts-seitwärts-Bewegung, welche in allen Gangarten geritten werden kann. Jedoch werden Traversalen in der Regel nur im Trab oder Galopp geritten.
  • Das Pferd ist bei dieser Lektion in die Bewegungsrichtung gestellt und um den inneren Schenkel gebogen.
  • Die Hufe sollen deutlich kreuzen und seitlich übertreten, wobei die Bewegung nach vorne nicht zu kurz kommen darf.
  • Eine korrekt gerittene Traversale ist fließend und geschmeidig, das Dressurpferd steht locker an den Hilfen und lässt sich leicht begrenzen.
  • Wie bei allen dressurmäßigen Lektionen muss auch hier das Genick den höchsten Punkt bilden, die Nase sollte leicht vor der Senkrechten stehen.
  • Bei einem Turnier wird diese Lektion zumeist im Richtungswechsel verlangt, eine Traversale nach rechts wird von einer nach links direkt abgelöst. Hierbei sollte das Pferd fließend aus der Rechtsbiegung gerade gerichtet und sofort in die Linksbiegung gebracht werden. Im Galopp wird hier ein fliegender Galoppwechsel nötig.

Das Aufwärmtraining des Dressurpferdes ist wichtig

  • Auch das beste Dressurpferd muss vor der Arbeit ausreichend aufgewärmt, gelockert und gelöst werden, um Verspannungen zu vermeiden.
  • Reiten Sie Ihr Pferd in allen Gangarten fleißig vorwärts abwärts und biegen es jeweils um den inneren Schenkel.
  • Wechseln Sie häufig die Gangart und reiten korrekte, fleißige Übergänge. So holen Sie das Pferd an sich heran.
  • Lassen Sie den Zügel aus der Hand kauen und überprüfen so die Losgelassenheit Ihres Dressurpferdes, erst dann können Sie beginnen, dressurmäßig zu arbeiten.

Die Vorbereitung der Traversale

  • Ihr Pferd sollte sicher an den Hilfen stehen, fleißig von hinten untertreten und sich schnell und flexibel in den Rippenbögen biegen lassen.
  • Hilfreich ist es, eine erste, einfache Traversale aus einer Ecke heraus zu reiten. So können Sie die natürlich durch diese Ecke vorgegebene Biegung mit in die Lektion einfließen lassen.
  • Machen Sie Ihr Pferd durch eine leicht ausgeführte, halbe Parade auf sich aufmerksam.
  • In der Ecke biegen Sie das Pferd um Ihren inneren Schenkel, der äußere Schenkel begrenzt die Hinterhand, liegt leicht nach hinten versetzt locker am Pferdeleib an.
  • Ihr eigenes Reitergewicht verlagern Sie leicht nach innen, bleiben aber selber gerade sitzen.
  • Achten Sie darauf, den inneren Zügel leicht nachzugeben, denn Ihr Pferd sollte am äußeren Zügel stehen, welcher ebenfalls leicht in der Bewegung nachgibt.

So reiten Sie diese Lektion korrekt

  • Aus der Ecke heraus richten Sie Ihr Pferd nicht wieder gerade, sondern behalten die Innenstellung und -Biegung bei.
  • Der innere Schenkel bleibt vorne am Sattelgurt und treibt nach vorne.
  • Ihr Gewicht ist leicht nach innen verlagert, wodurch Sie ein gut ausgebildetes Dressurpferd dazu veranlassen, sich in die Richtung des vermehrten Gewichtes zu begeben.
  • Den äußeren Schenkel legen Sie leicht verwahrend, aber dennoch treibend, eine handbreit zurück. Mit diesem begrenzen Sie die Hinterhand Ihres Pferdes, sorgen dafür, dass diese fleißig bei Ihnen bleibt. Gleichzeitig schieben Sie diese in die Seitwärtsbewegung.
  • Der äußere Zügel begrenzt ebenfalls leicht die Stellung, denn das Pferd darf nicht zu sehr in die Bewegungsrichtung gestellt werden, da das die Vorwärtsbewegung in der Traversale behindert.
  • Wichtig ist das feinfühlige Zusammenspiel aller Hilfen, Sie müssen spüren, wann Sie welche Hilfe etwas energischer geben müssen.
  • Achten Sie immer darauf, dass Sie die Vorwärtsbewegung mit dem inneren Schenkel veranlassen, das Pferd mit dem äußeren Schenkel gleichzeitig um den inneren in der Seitwärtsbewegung halten.
  • Möchten Sie die Traversale beenden, richten Sie Ihr Pferd gerade und treiben es locker mit beiden Schenkeln und Ihrem Kreuz nach vorne.

Später werden Sie diese Lektion auch im Galopp reiten können. Beachten Sie dabei, dass das Pferd dann bei einer Traversale nach rechts im Rechtsgalopp galoppieren muss, bei einer Traversale nach links entsprechend im Linksgalopp.

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