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Dressfirst - Erfahrung

Kleider nach Maß verspricht Dressfirst. Mit diesem Versprechen konnte ich zwei unterschiedliche Erfahrungen verbinden. Auch schien es mit der Preisangabe ein Problem zu geben.

Dressfit-Kleider sind Schnäppchen mit Risikopotenzial.
Dressfit-Kleider sind Schnäppchen mit Risikopotenzial.

2 Kleider von Dressfirst

Die Freundin meiner Tochter bestellte bei Dressfirst vor einigen Monaten ein Kleid, das Sie bei der Hochzeit Ihrer Cousine tragen wollte. Sie war restlos begeistert und riet meiner Stieftochter ihr Brautkleid dort zu bestellen. Allerdings gab es ein kleines Problem: Sie musste beim Postboten etwa 50 € nachzahlen, obwohl das Kleid im Voraus bezahlt worden war.

  • Töchterchen entschied sich für einen Traum in Satin, der als Duchesse-Linie mit Herzausschnitt beschrieben wurde. Der Preis war mit etwas mehr als 350 € weniger traumhaft, aber das muss ich zugeben, deutlich billiger als im Brautmodenladen. Ein solches Kleid hätte schon ein großes Loch ins Budget gerissen, wenn es im Geschäft erstanden worden wäre.
  • Leider fehlte die genaue Materialangabe, denn Satin ist eine Sammelbezeichnung für Gewebe mit Atlasbindung, dass dadurch eine glänzende Oberfläche hat. Es kann aus Seide, Viskose oder Polyester bestehen. Das Kleid im Geschäft war aus Polyester, also ging ich davon aus, dass dies auch beim Kleid von Dressfirst der Fall sein würde.
  • Damit das gute Stück auch passen würde, half ich beim Maßnehmen, die Maße wurden genau eingegeben und die Bestellung abgeschickt. Maßanfertigung dauert seine Zeit und so war es gut, dass bis zur Hochzeit noch 8 Wochen ins Land gehen würden.

Erfahrungen mit dem Maßkleid

  • Trotz Expresslieferung dauerte es dann fast 4 Wochen, bis das Kleid eintraf, die Erfahrung machte die Freundin von Töchterchen nicht, bei ihr war das Kleid nach 14 Tagen da. Die lange Lieferzeit schränkte rein von der Zeit her die Reklamationsmöglichkeiten ein. So wurden dann auch mehr oder weniger klaglos fast 70 € für Zoll beim Postboten gezahlt. Erst nach einem genauen Studium der deutschen Seiten von Dressfirst konnte ich etwas zu dem Thema Zoll finden. Aber auch mit dem unerwarteten Zuschlag war das Kleid noch sehr günstig.
  • Bei der Anprobe stellte sich heraus, dass es schlicht und ergreifend zu weit war. Eine Sonderregelung sieht vor, dass bei Maßabweichungen von mehr als 1 Inch ein Preisnachlass gewährt wird und das Kleid in einer Änderungsschneiderei geändert werden kann, sofern eine Kopie der Quittung an Dressfirst gesendet wird. Wir reklamierten sofort, dass das Kleid etwa 2,5 Inch in der Taille zu weit sei, bekamen aber keine Antwort.
  • Die Verarbeitung war mäßig bis schlecht. Aber ich bin eine geübte Näherin und konnte alle Fäden vernähen. Da es keine Antwort auf die Reklamation gab, habe ich das Kleid auch gleich selber geändert.
  • Die vielen Perlen, die auf dem Oberteil aufgenäht sind, oder besser gesagt sein sollten, waren in einem eher ungewöhnlichen und willkürlichen Muster aufgenäht, etwa 1/3 lag lose bei. Es war kaum zu erkennen, ob der Schmuck mal angenäht war. Nach etwa 9 Stunden Arbeit sah das Kleid aber perfekt aus und saß wie angegossen.

Persönliches Fazit, das Kleid war deutlich preiswerter als im Geschäft, aber auch schlecht verarbeitet. Wenn wir es in eine Änderungsschneiderei gegeben hätten, ist schwer abzuschätzen, ob es dann noch preiswert gewesen wäre. Wir haben zwar über PayPal eine Teilrückzahlung beantragt, aber irgendwie hat sich die Angelegenheit in die Länge gezogen. Zum Schluss haben unsere Fotos als Beweis nicht ausgereicht. Aus meinen Erfahrungen heraus würde ich einen Kauf als eher riskant einschätzen.

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