Dramatischer Konflikt - so gelingt die Dramenanalyse

Dramen werden oft im Freilufttheater aufgeführt. Dramen werden oft im Freilufttheater aufgeführt.
Ein dramatischer Konflikt ist Bestandteil eines jeden Dramas. Während Ihrer Schullaufbahn werden Sie mindestens ein Drama lesen müssen und bekommen dann die Aufgabe, den dramatischen Konflikt zu analysieren. Hier bekommen Sie eine Hilfestellung.
Caroline Schröder
17.01.2012 Caroline Schröder
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Ein dramatischer Konflikt ist das Charakteristikum eines jeden dramatischen Stückes, ganz gleich, ob es sich um ein antikes Drama von Sophokles oder um eines von Bertold Brecht handelt. Wenn Sie das Drama im Unterricht behandeln, werden Sie sicherlich mit dem sogenannten Dramadreieck nach Gustav Freytag vertraut gemacht. Dies kann Ihnen helfen, den dramatischen Konflikt zu analysieren.

Dramatischer Konflikt als Höhepunkt der Handlung

Ein dramatischer Konflikt gehört zu jedem Drama dazu und gilt als Höhepunkt der Handlung. Um dies zu veranschaulichen, wird im Unterricht häufig das Dramadreieck nach Gustav Freytag verwendet. Sie müssen die Aussagen richtig auf das Drama, welches Sie lesen müssen, anwenden.

  1. Die Handlung beginnt neutral, die Personen werden beschrieben, der Konflikt wird erklärt. Finden Sie heraus, was den Konflikt darstellt und welche Ursache er hat. Dies ist der linke Schenkel des Dreiecks.
  2. Die Handlung spitzt sich zu. Finden Sie heraus, warum das so ist. Machen Sie beim Lesen Stichpunkte. Im oberen Punkt des Dreiecks gipfelt die Handlung, der Konflikt entlädt sich. Finden Sie diese Stelle heraus.
  3. Die Handlung nimmt ab, dies symbolisiert der rechte Schenkel des Dreiecks. Am Ende ergibt sich aus dem Konflikt immer eine Tragik. Diese müssen Sie erkennen. 

So gelingt Ihnen die Dramenanalyse

  • Aus Ihren Stichpunkten müssen Sie nun eine Analyse formulieren. Halten Sie sich unbedingt an die Vorgaben in punkto Aufbau und Länge, denn diese sind entscheidend für eine gute Note. Es kommt nicht darauf an, wie viel Sie geschrieben haben, sondern darauf, was Sie geschrieben haben.
  • Analyse bedeutet nicht, dass Sie den Konflikt aufschreiben, sondern, dass Sie ihn erkannt haben und beurteilen können. Schreiben Sie sich Fragen auf: Was war die Ursache des Konfliktes? Warum kam er zustande? Hätte er verhindert werden können, und wenn ja, wie? Worin gipfelt das Geschehen und warum? Wie gehen die Personen aus dem Drama heraus und warum?
  • Das "Warum" ist sehr wichtig, denn ansonsten laufen Sie Gefahr, eine Inhaltsangabe zu schreiben. Legen Sie Ihre eigene Meinung dar und schreiben Sie nicht aus der Sekundärliteratur ab. Setzen Sie sich mit dem Werk auseinander, lesen Sie es gründlich, dann wird Ihnen die Analyse nicht schwerfallen.

Da vor allem antike Dramen, die in der Sekundarstufe II behandelt werden, in unserer heutigen Zeit schwer zu verstehen sind, sollten Sie sich sehr intensiv mit Sekundärliteratur beschäftigen, die Ihnen die Handlung und vor allem den Handlungshintergrund erklärt. Auch Kenntnisse in der Geschichte sind von Vorteil, wenn Sie ein Drama richtig verstehen möchten.

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