Alle Kategorien
Suche

DosBox schneller machen - so funktioniert's

Trotz fantastischer Grafiken, riesiger Spielwelten und filmreifer Cutscences sind sich viele Spieler einig: Die goldenen Zeiten der Computerspiele liegen in den späten 80er und frühen 90er Jahren. Glücklicherweise sind die Perlen von damals trotz des technischen Fortschritts nicht verloren gegangen. Emulatoren wie DOSBox machen sie auch heute noch spielbar. Hin und wieder sind allerdings einige Kniffe gefragt. Damit alles flüssig läuft, muss man DOSBox manchmal schneller machen. Wir verraten Ihnen, wie das geht.

DOSBox gibt alten Spielen neues Leben.
DOSBox gibt alten Spielen neues Leben.

Was Sie benötigen:

  • einen leistungsstarken Rechner

Den Emulator schneller machen

Nicht jedes DOS-Spiel ist gleich. Je nach Alter und Aufwendigkeit der Spielwelt kann es sein, dass einige Games trotz guter Hardware ins Stocken geraten. Das liegt an der Arbeitsweise des Emulators: Das Programm simuliert eine ältere Hardware mit vorgegeben Eigenschaften. Sind diese Spezifikationen zu schwach, ruckelt das Spiel. Glücklicherweise ist es recht einfach DOSBox schneller zu machen. Der Emulator bringt dafür von Haus aus einige Einstellungen mit:

  • Die einfachste Möglichkeit, DOSBox schneller zu machen, ist den "Frame Skip" zu erhöhen. Im Normalfall versucht das Programm, Spiele mit 70 Bildern pro Sekunde darzustellen. Ist die Hardware des emulierten PCs damit überfordert, kommt es zu Rucklern. Werden Bilder durch Frame Skip ausgelassen, vermindert sich der Rechenaufwand, das Spiel läuft flüssig. Drücken Sie die Tastenkombination STRG + F8, wird die Zahl der angezeigten Bilder halbiert. Diese Funktion sollte allerdings sparsam verwendet werden. Lassen Sie zu viele Bilder aus, beginnt das Spiel noch stärker zu stocken. Mit STRG + F7 lässt sich das allerdings rückgängig machen.
  • Ein weiterer Ansatz ist die Geschwindigkeit des emulierten Prozessors zu erhöhen. Über STRG + F12 ist das möglich. Allerdings gilt auch hier: Wird die Zahl der DOSBox-Cycles zu hoch eingestellt, kann das negative Auswirkungen auf die Performance haben. Deshalb kann es in einigen Fällen sogar sinnvoll sein, die Geschwindigkeit per STRG + F11 zu verringern.
  • Alte PCs hatten häufig einen Turbo-Knopf, mit dem sich die Prozessorgeschwindigkeit herunterregeln oder steigern ließ. DOSBox verfügt ebenfalls über eine solche Bremse. Wenn Sie sie per ALT + F12 lösen, kann das DOSBox ebenfalls schneller machen.

Andere Gründe für eine schlechte DOSBox-Performance

  • Oft reicht es nicht aus, nur eine einzige Option zu ändern, da das Zusammenspiel aller Komponenten wichtig für die flüssige Emulation ist. Deshalb lassen sich die richtigen Einstellungen manchmal erst durch Probieren herausfinden. Hier ist allerdings Geduld gefragt.
  • Bedenken Sie, dass sich DOSBox noch in der Entwicklung befindet und längst nicht jedes Programm auf jedem System zum Laufen bringt. Die Entwickler arbeiten allerdings ständig an der Optimierung, sodass zukünftige Versionen Ihre Wünsche unter Umständen besser erfüllen können.
  • Obwohl damalige PCs eine vergleichsweise schwache Hardware hatten, sind die Anforderungen bei der Emulation sehr hoch. Wenn alte Programme in DOSBox nicht zufriedenstellend laufen, kann der Grund auch die reale Hardware des PCs sein. Bringt diese zu wenig Leistung, können Sie DOSBox auch durch optimierte Einstellungen nicht schneller machen.
Teilen: